Du Herzschlag des Lebens,
du leises Flüstern zwischen den Trümmern,
hör unser Seufzen in dunkler Nacht.
Die Erde blutet aus tausend Wunden,
Kriege zerreißen den Himmel,
Hass brennt wie Feuer durch die Straßen,
Freundschaften fallen wie welke Blätter vom Baum.
Die Schwachen werden an den Rand gedrängt,
ihre Namen verwehen im Wind der Gleichgültigkeit.
Mächtige thronen auf Bergen aus Leid,
trunken vom eigenen Spiegelbild,
vergessen, dass auch ihre Kronen aus Staub sind.
Und doch – wir träumen von Morgenlicht.
Von Frieden, der tanzt wie Kinder auf Sommerwiesen,
von Gerechtigkeit, die sanft heilt statt hart straft,
von einer Welt,
wo niemand verloren geht in der Dunkelheit.
Lass Frieden nicht das Schweigen der Waffen sein,
nicht die Kälte des Grabes,
sondern ein neuer Gesang,
der durch die Trümmer wächst wie eine Blume aus Asphalt,
ein Tanz der Hoffnung auf den Straßen der Verzweifelten,
ein leiser Anfang, wo alles zerbrochen scheint.
Schenk uns Mut, Herzen wieder zusammenzufügen,
wo sie in Scherben liegen,
Hände zu reichen, wo Mauern standen,
Tränen zu trocknen, wo sie stumm geflossen sind.
Lass uns Hüter sein für die Vergessenen,
Gefährten für die Einsamen,
Stimme für die Stummen.
Und wenn die Nacht am dunkelsten ist,
lass uns dennoch singen:
von einem neuen Tag,
von einem neuen Lied,
von einer Liebe, die niemanden zurücklässt.
Amen.