Warum lest ihr eigentlich meine Post?

Ich habe gerade meine Predigt für morgen fertig geschrieben. Über einen Evangeliumstext aus Matthäus – ja, diesmal hat die Perikopenordnung genau meinen Geschmack getroffen. Denn wenn ich ehrlich bin: Mit den Evangelien kann ich meist mehr anfangen als mit den Briefen des Paulus. Und doch frage ich mich in letzter Zeit immer öfter, ob ich … Warum lest ihr eigentlich meine Post? weiterlesen

Was sehen Menschen, wenn sie einen Davidstern sehen?

„Tragt den Davidstern ohne Angst“, lautete die Botschaft nach dem antisemitischen Vorfall in Barcelona, bei dem eine jüdische Frau wegen ihres Davidsterns abgewiesen wurde. Die Reaktionen in den Kommentaren waren aufschlussreich. Denn sie erzählen weniger über den Davidstern als über die Menschen, die ihn betrachten. Der Davidstern ist ein Symbol jüdischer Identität. Seit Jahrhunderten findet … Was sehen Menschen, wenn sie einen Davidstern sehen? weiterlesen

Wenn Pride zur Bedingung wird

Über Roma Pride, doppelte Standards und warum wir trotzdem sichtbar bleiben: Es ist der 27. Mai, kurz nach Mitternacht. Der Pride Month steht vor der Tür. Und wieder sitze ich hier und lese Meldungen über jüdische queere Organisationen, die ausgeschlossen werden. Dieses Mal aus Rom. Keshet Italia, die italienische jüdische LGBTQIA+-Organisation, darf nicht mit eigenem … Wenn Pride zur Bedingung wird weiterlesen

Wunderbar gemacht — Transsein, Detransition und die Instrumentalisierung von Schmerz

Dieser Text ist aus einer Irritation heraus entstanden — und aus dem Versuch, sie nicht vorschnell aufzulösen. Es geht um die öffentliche Debatte rund um Detransition, um trans Lebensrealitäten und um die Frage, wie persönliche Geschichten politisch gelesen und verwendet werden. Ausgangspunkt ist dabei auch die mediale und öffentliche Präsenz von Chris Brönnimann und die … Wunderbar gemacht — Transsein, Detransition und die Instrumentalisierung von Schmerz weiterlesen

Permission to be nerdy: Über Star Trek, Freude und die Frage, woran man sein Herz hängen darf

Vielleicht ist es kein Zufall, dass ausgerechnet Star Trek mich wiederfindet.Eine Zukunft voller Unterschiede.Voller Wesen, die nicht ganz hineinpassen.Voller Menschen, die lernen müssen, miteinander zu leben.Was passiert, wenn eine Pfarrerin mit fünfzig zum ersten Mal wirklich in ein Fandom eintaucht?Ein Essay über Star Trek, autistische Freude, fundamentalistische Prägungen und die spirituelle Kraft von Geschichten. Am … Permission to be nerdy: Über Star Trek, Freude und die Frage, woran man sein Herz hängen darf weiterlesen

IDAHOBIT – und was „Lebenswandel“ bedeutet

Manchmal sind es leise Momente nach einem Gottesdienst, die länger nachklingen als jede Predigt. Dieser IDAHOBIT war so ein Moment. Und vielleicht beginnt Veränderung genau dort, wo wir bereit sind, manche Bilder loszulassen – und den Menschen wieder als Menschen zu sehen. Gottesdiensttausch.Ein Paar war im Gottesdienst, das sonst meine Gottesdienste eher meidet. Auch dieses … IDAHOBIT – und was „Lebenswandel“ bedeutet weiterlesen

Gespräch ist nicht Ehrung

Manche Entscheidungen machen nicht wütend, sondern sprachlos.Die Ehrung des iranischen Botschafters durch den Vatikan gehört für mich dazu. Nicht weil Diplomatie falsch wäre – sondern weil Symbole nie neutral sind. Und weil die Frage bleibt, was geschieht, wenn Friedensgesten von den Opfern eines Regimes als Entwertung ihres Leidens erlebt werden. Es gibt Entscheidungen, die einen … Gespräch ist nicht Ehrung weiterlesen

Über eine Kirche, die tanzt – und über das, was das auslöst

Eine Kirche wird zur Partylocation. Queere Menschen tanzen, feiern, küssen sich. Ein Pfarrer steht mitten darin – sichtbar, queer, im Talar. Was für die einen ein Bild von Offenheit und einem erweiterten Kirchenverständnis ist, wird für andere zur Zumutung, zur Provokation, zum Anlass für Wut und Abgrenzung. Die Reaktionen im Netz sind heftig. Zwischen berechtigter … Über eine Kirche, die tanzt – und über das, was das auslöst weiterlesen

Zwischen Haltung und Realität: Antisemitismus, Öffentlichkeit und das Gefühl der Unsicherheit

„Antisemitismus ohne mich“: Mit einer neuen Kampagne will Bayern ein Zeichen gegen Judenhass setzen. Doch zeitgleich meldet RIAS Bayern mehr als 1500 antisemitische Vorfälle im vergangenen Jahr. Während jüdische Gemeinden von Angst und Rückzug berichten, zeigen viele Online-Kommentare eine erschreckende Normalisierung von Feindbildern, Täter-Opfer-Umkehr und religiös codiertem Hass. „Antisemitismus ohne mich“ – unter diesem Motto … Zwischen Haltung und Realität: Antisemitismus, Öffentlichkeit und das Gefühl der Unsicherheit weiterlesen