Tzeva Adom (צבע אדום)

Sechs Uhr Neunundzwanzig.Sechs Uhr Neunundzwanzig und die Musik steht stillSechs Uhr Neunundzwanzig und die Luft ist schwanger mit UnheilFarbe RotRed Alertצבע אדום Tausendzweihundert Geliebte wachten zum letzten Mal aufAn einem Tag der Freude verheissen sollteLehrer, Landwirte, Kindergärtnerinnen, Grosseltern, KinderSie hatten keine AhnungDass Sechs Uhr Neunundzwanzig alles verändern sollteFür immer Sechs Uhr Achtundzwanzig und die Betten … Weiterlesen Tzeva Adom (צבע אדום) →

איזה בלאגן

איזה בלאגן - Oder: Dann tanzen wir eben darin Manchmal muss man einfach sagen: איזה בלאגן. Was für ein Chaos. Das Leben ist kompliziert, widersprüchlich, schön, traurig, absurd, manchmal zum Lachen und manchmal überhaupt nicht zum Lachen. Menschen lieben sich und verletzen einander. Geschichte holt einen ein. Alte Vorurteile tauchen in neuen Kleidern wieder auf. … Weiterlesen איזה בלאגן →

Ich bin nicht besonders. Ich bin ein Mensch.

Ein Zeitungsartikel über mich. Hunderte Kommentare. Zustimmung, Kritik, Ermutigung – aber auch Hass, Unterstellungen und Projektionen. Zunächst wollte ich auf einzelne Vorwürfe antworten. Doch je länger ich die Kommentare las, desto deutlicher wurde mir: Eigentlich geht es gar nicht um mich. Es geht um die Geschichten, die Menschen sich über andere erzählen. Um Schubladen, in … Weiterlesen Ich bin nicht besonders. Ich bin ein Mensch. →

Wieder sichtbar – meine Zürich Pride mit Keshet

Zum ersten Mal seit langer Zeit ging ich wieder in Drag an eine Pride. Nach dem 7. Oktober 2023 hatte sich mein Erleben queerer Räume verändert, und die Zürich Pride war für mich deshalb mehr als nur eine Demonstration: Sie war eine Rückkehr zu einem Teil von mir. Gemeinsam mit Keshet, dem jüdischen Regenbogen Schweiz, … Weiterlesen Wieder sichtbar – meine Zürich Pride mit Keshet →

Die Asymmetrie der Empörung: Was die Kunstwoche in Basel über den selektiven Blick des Kulturbetriebs verrät

Die Kunstwoche in Basel hat viele Gesichter. Sie zeigt Meisterwerke, eröffnet neue Perspektiven und bringt Menschen aus aller Welt zusammen. Sie kann aber auch irritieren, verstören und unbequeme Fragen aufwerfen. Für mich begann eine solche Frage mit einem Hakenkreuz. Nicht in einem Museum zur Geschichte des Nationalsozialismus, sondern auf einer der bedeutendsten Kunstmessen der Welt. … Weiterlesen Die Asymmetrie der Empörung: Was die Kunstwoche in Basel über den selektiven Blick des Kulturbetriebs verrät →

Was sehen Menschen, wenn sie einen Davidstern sehen?

„Tragt den Davidstern ohne Angst“, lautete die Botschaft nach dem antisemitischen Vorfall in Barcelona, bei dem eine jüdische Frau wegen ihres Davidsterns abgewiesen wurde. Die Reaktionen in den Kommentaren waren aufschlussreich. Denn sie erzählen weniger über den Davidstern als über die Menschen, die ihn betrachten. Der Davidstern ist ein Symbol jüdischer Identität. Seit Jahrhunderten findet … Weiterlesen Was sehen Menschen, wenn sie einen Davidstern sehen? →

Ein Davidstern genügt

Zwei jüdische Frauen wollen eine Veranstaltung in Barcelona besuchen. Eine trägt einen kleinen Davidstern. Kurz darauf wird sie gefragt, ob sie Zionistin sei, und hinausgeworfen. Der Vorfall wirft eine unbequeme Frage auf: Wenn es angeblich nicht um Juden geht – warum landen die Folgen so oft bei jüdischen Menschen? Zwei jüdische Frauen wollten in Barcelona … Weiterlesen Ein Davidstern genügt →

Wenn Pride zur Bedingung wird

Über Roma Pride, doppelte Standards und warum wir trotzdem sichtbar bleiben: Es ist der 27. Mai, kurz nach Mitternacht. Der Pride Month steht vor der Tür. Und wieder sitze ich hier und lese Meldungen über jüdische queere Organisationen, die ausgeschlossen werden. Dieses Mal aus Rom. Keshet Italia, die italienische jüdische LGBTQIA+-Organisation, darf nicht mit eigenem … Weiterlesen Wenn Pride zur Bedingung wird →