Gedenken heißt wütend bleiben

Es ist Holocaust Remembrance Day.Und ich weiß kaum, was ich sagen soll. Die einen wissen nicht mehr, was dieser Tag ist.Warum es ihn gibt.Was damals überhaupt passiert ist. Die anderen?Ihnen ist es egal.Oder sie sagen:Jetzt reicht’s doch mal.Man müsse aufhören.Mit dem Erinnern.Mit der Schuld.Mit dem Gedenken. Dann gibt es die Worte.Die Posts.Das viele „Nie wieder“.So … Weiterlesen Gedenken heißt wütend bleiben

Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden

Ein Kommentar unter einem Demoaufruf in Winterthur lautet:„Bondi Beach war erst der Anfang. Lang lebe die Intifada.“ Nur wenige Wochen nach einem antisemitischen Terroranschlag, bei dem während einer Chanukka-Feier 15 Menschen ermordet wurden, wird Gewalt offen gefeiert – mitten in Europa, mitten in der Öffentlichkeit. Dieser Text setzt sich mit der Sprache, den Symbolen und … Weiterlesen Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden

Wenn Stille zur Provokation wird: Ein persönlicher Text nach dem Silent Walk in Bern

Ich bin müde. Und ich bin wütend.Dieser Text erzählt vom Silent Walk in Bern, von Social-Media-Posts voller Hass und Gewaltbilder – und davon, wie es sich anfühlt, seit Jahren Antisemitismus auszuhalten und trotzdem stehen zu bleiben. Ein persönlicher Meinungsbeitrag, nicht leise, aber klar. Ich bin müde.Nicht ein bisschen. Nicht „es war eine lange Woche“.Ich bin … Weiterlesen Wenn Stille zur Provokation wird: Ein persönlicher Text nach dem Silent Walk in Bern

Crans-Montana, ZAKA und die Delegitimierung jüdischer Hilfe

Es ist traurig – und zugleich bezeichnend für unsere Zeit –, dass schon wieder ein solcher Text notwendig ist. Eine Naturkatastrophe erschüttert ein Dorf, Menschen sterben, Jugendliche gelten als vermisst, Familien bangen. Und doch gelingt es nicht, bei der Anteilnahme stehen zu bleiben. Die Katastrophe von Crans-Montana Am 1. Januar erschütterte die Tragödie von Crans-Montana … Weiterlesen Crans-Montana, ZAKA und die Delegitimierung jüdischer Hilfe

Crans-Montana, ZAKA et la délégitimation de l’aide juive

C’est triste – et en même temps révélateur de notre époque – qu’un tel texte soit une fois de plus nécessaire. Une catastrophe naturelle frappe un village, des personnes meurent, des adolescents sont portés disparus, des familles vivent dans l’angoisse. Et pourtant, il ne semble plus possible de s’arrêter à la compassion. La catastrophe de … Weiterlesen Crans-Montana, ZAKA et la délégitimation de l’aide juive

Was wäre, wenn Jesus heute geboren würde? Über falsche Aktualisierungen, alte Motive und die Verantwortung der Krippe

In diesen Tagen taucht sie wieder auf: die Frage, was wohl geschehen würde, wenn Jesus heute geboren würde. Doch manche Antworten erzählen mehr über unsere Projektionen als über Geschichte, Theologie oder Verantwortung.Dieser Artikel widerspricht nicht aus Abwehr, sondern aus Sorge: Sorge um die Wahrhaftigkeit der Weihnachtsgeschichte – und um die Folgen von Erzählungen, in denen … Weiterlesen Was wäre, wenn Jesus heute geboren würde? Über falsche Aktualisierungen, alte Motive und die Verantwortung der Krippe

Jesus war kein palästinensischer Flüchtling: Über Anachronismen, Symbolpolitik und die gefährliche Entjudung Jesu

In den Tagen vor Weihnachten tauchen immer wieder Versuche auf, die Weihnachtsgeschichte unmittelbar mit gegenwärtigen politischen Konflikten zu verbinden. Das mag aus Mitgefühl heraus geschehen – und ist es nicht ohne Folgen.Ein aktueller Post, der Jesus als „palästinensischen Flüchtling“ bezeichnet, hat mich deshalb innehalten lassen. Nicht, weil Solidarität mit Palästinenser:innen falsch wäre, sondern weil diese … Weiterlesen Jesus war kein palästinensischer Flüchtling: Über Anachronismen, Symbolpolitik und die gefährliche Entjudung Jesu

Wenn religiöses Leben zur Zielscheibe wird

Manchmal fühlt es sich so an, als stünden wir kurz davor, dass manche Gruppen selbst auf Torah und Siddur am liebsten einen Boykott-Sticker kleben würden, nur weil darin das Wort „Israel“ vorkommt – oder weil jemand auf Hebräisch betet. Religiöse Praxis, jahrtausendealte Traditionen, Grundnahrungsmittel – plötzlich werden sie politisiert, markiert, gestört. Dieser Text erzählt, wie … Weiterlesen Wenn religiöses Leben zur Zielscheibe wird

Wenn Stille trägt – der Silent Walk in Basel

An einem kalten Dezemberabend in Basel versammelten sich über hundert Menschen zu einem Silent Walk gegen Antisemitismus und für das Existenzrecht Israels. Es war ein Abend voller Stille, Gebete und Begegnungen, der zeigte, wie Kraft, Halt und Hoffnung auch in leisen Momenten spürbar werden können. In diesem Bericht nehme ich euch mit auf die Route … Weiterlesen Wenn Stille trägt – der Silent Walk in Basel

Jesus und die Kommentarspalten: Warum die Wahrheit manchmal unspektakulär ist

Mit Weihnachten nähern wir uns wieder der Zeit, in der Jesus in sozialen Medien neue Identitäten bekommt: palästinensisch, muslimisch, politisch instrumentalisiert. Gleichzeitig tauchen Krippen auf, die ihn inmitten von Konflikten oder als Symbol für aktuelle Debatten zeigen. Aber wie sah Jesus wirklich aus – historisch, kulturell, religiös? In diesem Artikel gehe ich den Kommentarspalten nach, … Weiterlesen Jesus und die Kommentarspalten: Warum die Wahrheit manchmal unspektakulär ist