Warum wir die Pride noch brauchen

Brauchen wir die Pride heute noch? - Diese Frage wird regelmässig gestellt. Schliesslich hat sich rechtlich vieles verbessert. Nach der Zürich Pride habe ich die Antwort nicht auf der Strasse gefunden, sondern in den Kommentarspalten. Zwischen Beschimpfungen, theologischen Debatten und der Frage, wer eigentlich dazugehören darf, wurde mir erneut bewusst, warum Sichtbarkeit weiterhin notwendig ist … Weiterlesen Warum wir die Pride noch brauchen

Die Asymmetrie der Empörung: Was die Kunstwoche in Basel über den selektiven Blick des Kulturbetriebs verrät

Die Kunstwoche in Basel hat viele Gesichter. Sie zeigt Meisterwerke, eröffnet neue Perspektiven und bringt Menschen aus aller Welt zusammen. Sie kann aber auch irritieren, verstören und unbequeme Fragen aufwerfen. Für mich begann eine solche Frage mit einem Hakenkreuz. Nicht in einem Museum zur Geschichte des Nationalsozialismus, sondern auf einer der bedeutendsten Kunstmessen der Welt. … Weiterlesen Die Asymmetrie der Empörung: Was die Kunstwoche in Basel über den selektiven Blick des Kulturbetriebs verrät

Ein Davidstern genügt

Zwei jüdische Frauen wollen eine Veranstaltung in Barcelona besuchen. Eine trägt einen kleinen Davidstern. Kurz darauf wird sie gefragt, ob sie Zionistin sei, und hinausgeworfen. Der Vorfall wirft eine unbequeme Frage auf: Wenn es angeblich nicht um Juden geht – warum landen die Folgen so oft bei jüdischen Menschen? Zwei jüdische Frauen wollten in Barcelona … Weiterlesen Ein Davidstern genügt

Wunderbar gemacht — Transsein, Detransition und die Instrumentalisierung von Schmerz

Dieser Text ist aus einer Irritation heraus entstanden — und aus dem Versuch, sie nicht vorschnell aufzulösen. Es geht um die öffentliche Debatte rund um Detransition, um trans Lebensrealitäten und um die Frage, wie persönliche Geschichten politisch gelesen und verwendet werden. Ausgangspunkt ist dabei auch die mediale und öffentliche Präsenz von Chris Brönnimann und die … Weiterlesen Wunderbar gemacht — Transsein, Detransition und die Instrumentalisierung von Schmerz

Gespräch ist nicht Ehrung

Manche Entscheidungen machen nicht wütend, sondern sprachlos.Die Ehrung des iranischen Botschafters durch den Vatikan gehört für mich dazu. Nicht weil Diplomatie falsch wäre – sondern weil Symbole nie neutral sind. Und weil die Frage bleibt, was geschieht, wenn Friedensgesten von den Opfern eines Regimes als Entwertung ihres Leidens erlebt werden. Es gibt Entscheidungen, die einen … Weiterlesen Gespräch ist nicht Ehrung

Zwischen Erinnerung und Projektion: Cherokee-Frauen, Macht – und was die Kommentare verraten

Ein kurzer Artikel über die Rolle von Frauen bei den Cherokee – matrilineare Strukturen, Clanmütter, Beloved Women. Nichts davon ist exotische Folklore, sondern Teil einer komplexen, historischen Gesellschaft. Unter dem Artikel jedoch eine Kommentarspalte, die weniger über die Vergangenheit der Cherokee erzählt als über unsere Gegenwart: über Romantisierung, Abwertung und tief sitzende koloniale Bilder, die … Weiterlesen Zwischen Erinnerung und Projektion: Cherokee-Frauen, Macht – und was die Kommentare verraten

Wenn Geschichte wieder sagbar wird

Eine Kathedrale, eine Plakette – und Kommentarspalten, in denen alte antijüdische Deutungsmuster erneut sichtbar werden Eine Kathedrale in Brüssel bringt ihre eigene Geschichte ins Gespräch: Eine neue Plakette erklärt mittelalterliche Darstellungen von angeblichen Hostienwundern – und benennt ihren antisemitischen Hintergrund.Doch während Geschichte aufgearbeitet wird, zeigen die Reaktionen darunter etwas anderes: alte Deutungsmuster, die keineswegs verschwunden … Weiterlesen Wenn Geschichte wieder sagbar wird

Wenn Macht sich selbst heiligt

Ich habe vor einigen Tagen über die messianische Überhöhung von Donald Trump durch seine Anhänger geschrieben. Was damals noch Projektion war, ist jetzt Selbstinszenierung geworden. Wenn Anhänger jemanden zum Messias machen, ist das problematisch.Wenn er dieses Bild selbst übernimmt, ist das eine weitere Grenzüberschreitung. Dieses Bild teilte D. Trump auf "Truth Social". Tausende haben es … Weiterlesen Wenn Macht sich selbst heiligt

Falsche Messiasse im Spiegel der Macht: Ostern, Trump und Christian Nationalism

Inmitten von Osterfeiern und politischen Ritualen zeigt sich eine neue Form der Vermischung von Religion und Macht. Predigten, Inszenierungen und staatliche Praxis lassen manche politische Führer wie auserwählte Heilsfiguren erscheinen. Dieser Artikel analysiert sachlich und pastoral, wie Sprache, Bilder und Institutionen dazu beitragen, politische Macht mit religiöser Symbolik zu verknüpfen – und warum es wichtig … Weiterlesen Falsche Messiasse im Spiegel der Macht: Ostern, Trump und Christian Nationalism

Selektive Empathie ist keine Gerechtigkeit: eine Reaktion zur Gemeinsamen ökumenischen Erklärung zum eskalierenden Konflikt im Nahen und Mittleren Osten

Dieser Text ist nicht leicht zu schreiben. Nicht, weil es an Argumenten fehlt –sondern weil es um mehr geht als um Argumente. Es geht um Verantwortung.Um Sprache.Und um die Frage, wie Kirchen über Gewalt, Leid und Gerechtigkeit sprechen – gerade dort, wo es Israel betrifft. Ich habe zuerst gezögert, diese Reaktion zu formulieren.Nicht aus Unsicherheit, … Weiterlesen Selektive Empathie ist keine Gerechtigkeit: eine Reaktion zur Gemeinsamen ökumenischen Erklärung zum eskalierenden Konflikt im Nahen und Mittleren Osten