Ich bin nicht besonders. Ich bin ein Mensch.

Ein Zeitungsartikel über mich. Hunderte Kommentare. Zustimmung, Kritik, Ermutigung – aber auch Hass, Unterstellungen und Projektionen.

Zunächst wollte ich auf einzelne Vorwürfe antworten. Doch je länger ich die Kommentare las, desto deutlicher wurde mir: Eigentlich geht es gar nicht um mich.

Es geht um die Geschichten, die Menschen sich über andere erzählen. Um Schubladen, in die wir einander stecken. Um Angst vor Komplexität. Um Religion, Identität und Politik. Um das Bedürfnis, einen Menschen auf wenige Begriffe zu reduzieren.

Dieser Text ist deshalb keine Verteidigungsschrift. Ich schulde niemandem eine Rechtfertigung dafür, wer ich bin.

Vielmehr möchte ich die Gelegenheit nutzen, einen Schritt zurückzutreten. Ich möchte einige der Reaktionen einordnen, über gesellschaftliche und religiöse Dynamiken nachdenken und erzählen, was hinter den Schlagworten tatsächlich steht. Was es für mich bedeutet, Jüdin und Pfarrerin zu sein. Queer zu sein. Drag als Kunst zu leben. Und warum ich diesen Beruf mit ganzem Herzen ausübe.

Vielleicht gelingt dabei etwas, das in den Kommentarspalten oft verloren geht: echte Begegnung.

Denn hinter jedem Etikett steht ein Mensch. Und ich glaube noch immer, dass wir einander erst dann wirklich verstehen können, wenn wir bereit sind, hinter die Etiketten zu schauen.

Dafür mache ich diesen Beruf

Heute stand ich in einer Kirche, die bis auf den letzten Stuhl gefüllt war. Wir nahmen Abschied von einem Menschen, dessen Lebensweg zu Ende gegangen war.

Im Vorfeld hatte diesen Menschen eine Frage beschäftigt, die viele Menschen irgendwann in ihrem Leben umtreibt: Was wird Gott dazu sagen?

Auch für die Angehörigen war diese Zeit nicht einfach. Trauer, Fragen, Erinnerungen und Schmerz gehörten dazu. Und doch war da dieser gemeinsame Moment: Menschen, die zusammenkamen, um Abschied zu nehmen, um sich zu erinnern und um einander zu tragen.

Am Abend erhielt ich eine Nachricht aus der Familie. Ein Dank für den Gottesdienst, für die Worte, für das Gefühl, dass ihre Geschichte und ihr geliebter Mensch gut aufgehoben waren.

Solche Momente sind es, die mich daran erinnern, warum ich Pfarrerin bin.

Nicht, weil ich auf einer Kanzel stehe. Nicht, weil ich Antworten auf alle Fragen hätte. Nicht, weil ich über anderen Menschen stehen möchte.

Sondern wegen der Begegnung.

Wegen der Menschen.

Wegen der Momente, in denen jemand eine Hand braucht, ein offenes Ohr, einen Raum für Tränen oder auch einfach die Gewissheit: Ich bin nicht allein.

Ein paar Tage zuvor erschien ein Porträt über mich. Es ging um meinen Glauben, mein Pfarramt, meine jüdischen Wurzeln, meine Queerness und meinen Weg. Ein persönlicher Einblick in ein Leben, das für manche Menschen offenbar schwer in bekannte Kategorien passt.

Die Reaktionen darauf waren sehr unterschiedlich. Manche Menschen begegneten mir mit Interesse, mit Fragen oder auch mit Kritik. Andere machten aus mir eine Projektionsfläche für all das, was sie ablehnen.

Und genau diese unterschiedlichen Reaktionen haben mich dazu gebracht, noch einmal darüber nachzudenken: Was sehen Menschen eigentlich, wenn sie einen anderen Menschen betrachten?

Und was übersehen sie dabei?

Der Artikel und die Reaktionen: Zwei sehr unterschiedliche Welten

Ein Porträt, das persönliche Themen berührt – Glauben, Identität, Herkunft, Queerness und Kirche – bleibt selten ohne Reaktionen. Menschen bringen ihre eigenen Erfahrungen, Fragen und manchmal auch ihre eigenen Vorbehalte mit.

Dabei gab es einen deutlichen Unterschied zwischen den verschiedenen Plattformen.

Auf der Website der Zeitung entwickelte sich eine Diskussion, die trotz unterschiedlicher Positionen weitgehend von einem anderen Ton geprägt war. Es gab kritische Fragen zu Religion, zur Rolle der Kirche, zur Bedeutung von Bibel und Tradition. Menschen diskutierten darüber, was Glaube heute bedeuten kann, wie Texte ausgelegt werden können und welche Verantwortung religiöse Institutionen in der Geschichte getragen haben und weiterhin tragen.

Nicht alle Stimmen waren zustimmend. Aber viele Beiträge zeigten etwas Wichtiges: Kritik und Wertschätzung schließen sich nicht aus.

Neben den kritischen Fragen standen auch viele persönliche Rückmeldungen. Menschen schrieben, dass sie das Porträt als berührend empfunden hätten. Einige sahen darin eine Form von gelebter Nächstenliebe. Andere beschrieben den Eindruck, dass ich dem „Zimmermann aus Nazareth“ – Jesus – gerade durch die Nähe zu Menschen nahe sei.

Solche Rückmeldungen haben mich berührt, nicht weil sie mich bestätigen, sondern weil sie etwas über das eigentliche Anliegen meines Berufes ausdrücken: die Begegnung mit Menschen.

Diese Diskussionen zeigen: Unterschiedliche Meinungen müssen nicht automatisch zu Feindseligkeit führen. Eine Gesellschaft lebt davon, dass Menschen miteinander ringen können – auch über Glauben, Werte und Lebensentwürfe. Entscheidend ist dabei nicht, ob alle am Ende dieselbe Meinung haben. Entscheidend ist, ob wir einander als Menschen sehen.

Kontroverse ist nicht automatisch Hass. Eine gute Diskussionskultur kann Unterschiedlichkeit aushalten.

Social Media: Wenn Menschen zu Symbolen werden

Deutlich anders war die Dynamik auf Social Media. Dort zeigte sich weniger eine Auseinandersetzung mit meinem konkreten Weg oder meinen tatsächlichen Aussagen. Viel häufiger wurde ich zu einer Projektionsfläche für größere gesellschaftliche Konflikte.

Aus einer Person wurde ein Symbol.

Ein Symbol für all das, was manche Menschen ablehnen: für eine Veränderung von Geschlechterrollen, für queere Sichtbarkeit, für eine offene Theologie, für eine Kirche, die Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Identität oder Lebensgeschichte willkommen heißt.

Dabei tauchten verschiedene wiederkehrende Muster auf.

Ein erstes Muster war die Aberkennung von Identität. Mehrfach wurde behauptet, verschiedene Aspekte meiner Biografie würden sich gegenseitig ausschließen: jüdisch und christlich, queer und Pfarrerin, Drag und Glaube. Hinter solchen Aussagen steht oft die Vorstellung, dass Identitäten wie einzelne Schubladen funktionieren müssten, zwischen denen man sich entscheiden muss.

Doch menschliche Biografien sind selten so einfach. Menschen tragen unterschiedliche Geschichten, Erfahrungen und Zugehörigkeiten in sich. Das macht sie nicht unglaubwürdig – es macht sie menschlich.

Ein zweites Muster war die Delegitimierung meines Amtes. Einige Kommentare stellten infrage, dass ich überhaupt Pfarrerin sein könne oder dürfe. Nicht aufgrund meiner theologischen Arbeit, meiner Predigten oder meiner Seelsorge, sondern aufgrund meiner Identität.

Damit verschiebt sich die Diskussion: Es geht nicht mehr darum, was jemand tut oder glaubt, sondern darum, ob jemandem grundsätzlich das Recht abgesprochen wird, einen bestimmten Platz einzunehmen.

Ein drittes Muster war das, was heute häufig als Transvestigation bezeichnet wird: der Versuch, aus Aussehen, Körpermerkmalen, Stimme oder Kleidung vermeintliche „Wahrheiten“ über einen Menschen abzuleiten – in meinem Fall wurde behauptet, ich sei keine Frau, oder es wurden Anspielungen darauf gemacht.

Kommentare über mein Aussehen, über vermeintliche biologische „Beweise“ oder Aussagen, die meinen Körper zum Gegenstand einer öffentlichen Untersuchung machten, folgten genau dieser Logik.

Dabei geht es nicht um echtes Interesse oder eine respektvolle Frage. Es geht um die Vorstellung, dass ein Mensch nicht selbst bestimmen darf, wer er ist – sondern dass andere von außen eine angebliche Wahrheit über ihn enthüllen können.

Besonders deutlich wurde das bei Kommentaren über Drag. Drag wurde teilweise nicht als Kunstform, Performance oder Ausdruck verstanden, sondern ausschließlich als Täuschung oder Bedrohung interpretiert. Aus einer künstlerischen Praxis wurde ein vermeintlicher Beweis für eine „falsche“ Identität.

Ein weiteres Muster war die religiöse Verurteilung.

Natürlich gibt es innerhalb des Christentums unterschiedliche Auffassungen zu Fragen von Sexualität, Geschlecht und gesellschaftlichem Wandel. Theologische Debatten gehören zu Religion dazu.

Etwas anderes ist es jedoch, wenn religiöse Sprache verwendet wird, um Menschen grundsätzlich abzuwerten. Begriffe wie „Heuchlerin“, „Sünde“ oder „Werk des Teufels“ dienen dann nicht mehr der theologischen Auseinandersetzung, sondern werden zu Mitteln der Ausgrenzung.

Dabei ist eine zentrale Frage: Was geschieht, wenn aus einer Überzeugung über richtig und falsch ein Urteil über den Wert eines Menschen wird?

Auch Verschwörungsdenken und antisemitische Codes tauchten in einzelnen Kommentaren auf. Teilweise vermischten sich religiöse Motive mit bekannten Verschwörungserzählungen über geheime Mächte, Kontrolle oder angebliche Drahtzieher. Solche Erzählungen sind nicht neu. Sie greifen auf alte antisemitische Bilder zurück, auch wenn sie manchmal in moderner Sprache auftreten.

Besonders interessant und zugleich beunruhigend war dabei eine weitere Beobachtung: Manche Menschen, deren politische oder religiöse Weltbilder sich in vielen Bereichen grundsätzlich widersprechen, fanden in einem Punkt zusammen – in der Ablehnung queerer Sichtbarkeit.

Das bedeutet nicht, dass ihre Weltbilder identisch wären. Im Gegenteil: Manche Positionen stehen sich in anderen Fragen diametral gegenüber. Aber Feindbilder können manchmal Verbindungslinien schaffen, wo ansonsten kaum Gemeinsamkeiten bestehen.

Das eigentliche Problem ist deshalb nicht, dass Menschen unterschiedliche Überzeugungen haben. Eine pluralistische Gesellschaft muss Unterschiede aushalten.

Das Problem entsteht dort, wo Menschen nicht mehr als Menschen gesehen werden, sondern als Symbol für etwas, das bekämpft werden soll.

3. Was zeigen diese Kommentare?

a) Die Sehnsucht nach einfachen Kategorien

Ein wiederkehrendes Muster in vielen Kommentaren ist der Versuch, einen Menschen auf einzelne Kategorien zu reduzieren. Ein Mensch, der gleichzeitig jüdisch und christlich, queer und Pfarrerin, schwarz und mit weiteren familiären Wurzeln ist, passt nicht in jedes Weltbild.

Dabei liegt die Herausforderung nicht in der Komplexität des Menschen. Menschen sind komplex. Biografien bestehen aus vielen Ebenen: Herkunft, Glauben, Erfahrungen, Beziehungen, Überzeugungen und Lebenswegen. Es ist gerade diese Vielfalt, die Menschen zu dem macht, was sie sind.

Schwierig wird es dort, wo Vielfalt als Widerspruch wahrgenommen wird, weil die eigene Vorstellung von Identität nur wenige Möglichkeiten zulässt. Dann entsteht der Impuls, aufzulösen, was nicht zusammenpassen soll: „Das geht nicht“, „das kann nicht sein“, „eines davon muss falsch sein“.

Doch menschliche Wirklichkeit funktioniert selten nach solchen klaren Schubladen. Menschen leben mit Mehrdeutigkeiten, mit Spannungen und mit Geschichten, die nicht in ein einziges Etikett passen.

Vielleicht zeigt sich darin eine tiefere Frage: Können wir Menschen auch dann annehmen, wenn sie nicht in unsere vertrauten Kategorien passen? Können wir aushalten, dass ein anderer Mensch anders ist, ohne ihn erst vereinfachen zu müssen?

Die Antwort auf diese Frage entscheidet viel darüber, wie wir miteinander umgehen – nicht nur bei Themen wie Religion, Geschlecht oder Herkunft, sondern überall dort, wo Menschen komplexer sind als die Bilder, die wir von ihnen haben.

b) Wenn gegensätzliche Weltbilder am gleichen Feindbild zusammenfinden

Ein weiteres interessantes Muster zeigte sich in einzelnen Kommentaren und Interaktionen: Menschen und Profile, deren sonstige Weltbilder kaum unterschiedlicher sein könnten, fanden in einem Punkt eine gemeinsame Ablehnung.

Dabei geht es nicht darum zu behaupten, dass diese Menschen dieselben Überzeugungen hätten oder politisch zusammengehörten. Im Gegenteil: Die Profile, auf denen solche Überschneidungen sichtbar wurden, standen teilweise in deutlichem Gegensatz zueinander.

So fanden sich beispielsweise einerseits konservative, pro-israelische Stimmen und andererseits verschwörungsideologische oder antisemitische Positionen, die sich in vielen Fragen vermutlich scharf widersprechen würden. Dennoch gab es eine gemeinsame Schnittmenge: die Ablehnung queerer Sichtbarkeit.

Gerade diese scheinbaren Widersprüche sind gesellschaftlich interessant. Sie zeigen, dass Menschen nicht immer durch ein vollständiges gemeinsames Weltbild verbunden werden müssen. Manchmal reicht ein einzelnes gemeinsames Feindbild, damit unterschiedliche Gruppen oder Einzelpersonen für einen Moment dieselbe Abwertung teilen.

Das bedeutet nicht, dass alle Beteiligten dasselbe denken. Aber es zeigt, wie bestimmte Themen – in diesem Fall queere Sichtbarkeit – zu Projektionsflächen werden können, an denen sich sehr unterschiedliche Ängste, Ideologien und Vorstellungen von Gesellschaft bündeln.

Manchmal schaut man auf das Profil eines Kommentators und ist erstaunt. Ein Rettungssanitäter, der meine Biographie als „Behinderung“ bezeichnet, war nicht auf meinem Radar.

c) Wenn Religion als Waffe verwendet wird

Viele der kritischen Kommentare bezogen sich auf Religion, insbesondere auf ein bestimmtes Verständnis von Christentum und Bibel. Dabei ist zunächst festzuhalten: Menschen dürfen konservativ glauben. Sie dürfen bestimmte theologische Positionen vertreten, mit biblischen Texten ringen und zu anderen Schlussfolgerungen kommen als andere Christinnen und Christen.

Die entscheidende Frage ist eine andere: Was geschieht, wenn der eigene Glaube nicht mehr zur Selbstreflexion führt, sondern zum Instrument wird, um andere Menschen abzuwerten?

In manchen Kommentaren wurde nicht mehr über unterschiedliche theologische Auslegungen diskutiert, sondern ein Urteil über die Person gefällt: „keine Pfarrerin“, „Heuchlerin“, jemand, der „nicht Gottes Willen“ folge. Die eigene religiöse Überzeugung wurde dabei nicht als persönliche Verantwortung vor Gott verstanden, sondern als vermeintliche Berechtigung, über die Würde und Legitimität eines anderen Menschen zu entscheiden.

Gerade hier zeigt sich eine zentrale Spannung religiöser Sprache: Sie kann Menschen aufrichten, trösten und verbinden – oder sie kann benutzt werden, um Grenzen zu ziehen und andere auszuschließen.

Die biblische Tradition kennt diese Spannung selbst. Die Propheten kritisieren immer wieder eine Frömmigkeit, die nach außen sichtbar ist, aber das Herz und den Umgang mit den Mitmenschen vergisst. Jesus richtet seinen schärfsten Widerspruch nicht gegen Menschen, die nach Gott suchen, sondern gegen religiöse Selbstgerechtigkeit und eine Frömmigkeit, die Barmherzigkeit und Gerechtigkeit aus den Augen verliert.

Die Frage ist deshalb nicht nur: „Was glaube ich?“ Sondern auch: „Welche Früchte bringt mein Glaube hervor?“ Macht er mich liebevoller, demütiger und aufmerksamer für andere Menschen? Oder wird er zu einem Werkzeug, mit dem ich andere kleiner mache?

Glaube zeigt sich nicht nur in Bekenntnissen, sondern auch darin, wie wir mit Menschen umgehen, die anders sind als wir selbst.

d) Verschwörungsdenken und antisemitische Codes

Ein weiterer Aspekt, der in einzelnen Kommentaren sichtbar wurde, waren Elemente von Verschwörungsdenken und antisemitische Codes.

Auch hier ist eine Differenzierung wichtig: Nicht jede Kritik an Israel, nicht jede politische Position und nicht jede Kritik an Religion ist antisemitisch. Gesellschaftliche und politische Debatten müssen möglich sein. Problematisch wird es dort, wo alte antisemitische Erzählmuster auftauchen: die Vorstellung geheimer Mächte, die im Hintergrund die Welt steuern, die Suche nach vermeintlichen Schuldigen für komplexe gesellschaftliche Entwicklungen oder die Darstellung jüdischer Menschen als grundsätzlich manipulativ, gefährlich oder mächtig.

In einzelnen Profilen und Kommentaren fanden sich genau solche Muster: Verschwörungserzählungen über jüdische Menschen, antisemitische Bildsprache, Anspielungen auf geheime Netzwerke und die Darstellung von Jüdinnen und Juden oder Israel als Ursprung gesellschaftlicher Übel.

Bemerkenswert war dabei auch, dass solche Profile die Kommentare pro-israelischer Profile geliked haben. Auch hier zeigt sich: Politische Begriffe allein sagen nicht immer aus, welche Denkmuster tatsächlich vorhanden sind. Nur weil Menschen sich selbst als Unterstützer Israels verstehen, heisst das noch nicht, dass sie notwendigerweise alles jüdische Leben unterstützen.

Der gemeinsame Nenner solcher Erzählungen ist oft nicht eine bestimmte politische Position, sondern ein bestimmtes Denken: Die komplexe Welt wird auf eine einfache Ursache reduziert. Hinter allem steht eine kleine Gruppe, ein geheimer Plan, ein verborgener Drahtzieher. Solche Erzählungen geben scheinbare Klarheit, indem sie Unsicherheit in Schuld verwandeln.

Gerade deshalb sind sie gefährlich: Sie machen aus Menschen Symbole, aus Nachbarn Feindbilder und aus komplexen gesellschaftlichen Fragen scheinbar einfache Geschichten von Gut und Böse.

Eine demokratische und offene Gesellschaft lebt jedoch davon, dass wir Komplexität aushalten können – auch dann, wenn sie unbequem ist.

Wenn man einen Blick auf die Profile mancher Kommentierenden wirft… Von der „Epstein-Gang“ zu „lügenden und betrügenden Juden“, zum Mythos vom brunnenvergiftenden und pestbringenden Juden (dieses Mal in Corona Form) zu den Strippenziehern, Puppenspielern, Rothschilds und dem Schlachtruf des ersten Kreuzzugs.

4. Wer ich bin – jenseits der Projektionen

Nach all den Zuschreibungen, die in manchen Kommentaren sichtbar wurden, möchte ich die Perspektive wechseln. Nicht, um mich zu verteidigen. Nicht, um mich zu rechtfertigen. Sondern vielleicht, weil es manchmal hilft, hinter die Begriffe zu schauen und den Menschen dahinter wahrzunehmen.

Denn hinter Worten wie „queere Pfarrerin“, „Jüdin“, „schwarze Person“ oder „Drag“ steht kein Symbol und keine Projektionsfläche. Dahinter steht ein Mensch.

Ich bin ein Mensch wie alle anderen. Nicht besser, und auch nicht schlechter.

Wie jeder Mensch habe ich zwei Eltern, und beide bringen ihre eigene Geschichte, ihre Herkunft und ihre familiären Prägungen mit. Bei manchen Menschen ist diese Geschichte scheinbar einfacher einzuordnen. Bei anderen ist sie vielfältiger. Meine ist vielfältig.

Mein Vater hat afroamerikanische Wurzeln. Wie viele Menschen in den Vereinigten Staaten ist auch seine Familiengeschichte durch die Geschichte dieses Landes geprägt – durch die Folgen von Sklaverei, durch Vermischungen von Herkunft -Freedmen Descendants- und durch die komplexen Wege, die Familien über Generationen hinweg gegangen sind.

Mein jüdisches Erbe mütterlicherseits habe ich erst relativ spät entdeckt. Das geschah in einer Zeit, in der ich bereits auf dem Weg ins Vikariat war – kurz vor dem 7. Oktober 2023. Dass ich heute als Jüdin und Pfarrerin lebe, ist deshalb nicht das Ergebnis einer ungewöhnlichen Konstruktion oder eines Widerspruchs, sondern schlicht Teil meiner persönlichen Geschichte.

Vielleicht wirkt diese Geschichte für manche Menschen ungewöhnlich. Für mich selbst ist sie vor allem eines: meine Biografie.

Menschen bestehen aus vielen Geschichten gleichzeitig. Herkunft, Glaube, Erfahrungen, Beziehungen und Lebenswege lassen sich nicht immer in einzelne Kategorien zerlegen. Und vielleicht liegt genau darin etwas sehr Menschliches: dass wir mehr sind als einzelne Begriffe, die andere auf uns anwenden.

Ich bin nicht besonders, weil ich mehrere Hintergründe in mir vereine. Ich bin ein Mensch – mit einer Geschichte, wie jeder andere Mensch auch.

Queerness – eine Geschichte des Lebens

Zu meiner Geschichte gehört auch meine Queerness. Auch hier möchte ich nicht etwas rechtfertigen, sondern einfach erzählen.

Ich bin eine Frau. Seit meiner Geburt. Ja, mit einem nicht ganz einfachen Lebensweg. Ich habe wunderbare Kinder geboren und grossgezogen.

Vor einigen Tagen habe ich mit einem guten Freund aus der Gemeinschaft der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz gesprochen. Er sagte einen Satz, der mir geblieben ist: Vielleicht liebst du einfach den Menschen.

Das trifft für mich etwas Wesentliches. Ich bin bisexuell – oder vielleicht ist die einfachste Beschreibung tatsächlich: Ich liebe Menschen. Meistens sind es Frauen, aber nicht immer. Liebe lässt sich nicht immer in klare Kategorien pressen.

Zu meiner Geschichte gehört auch, dass ich intergeschlechtlich geboren wurde. Das ist keine Entscheidung und keine Frage von persönlichem Empfinden, sondern eine körperliche, biologisch-medizinische Realität. Ich bin mit einem Körper geboren worden, der nicht in die einfachen Kategorien passte, die Menschen oft erwarten. Wie viele intergeschlechtliche Menschen habe auch ich medizinische Eingriffe erfahren, bevor ich selbst darüber entscheiden konnte.

Trotzdem ist meine Geschichte keine Geschichte des Mangels. Sie ist eine Geschichte des Lebens.

Ich habe mir meinen Anfang nicht ausgesucht. Aber ich habe gelernt, dieses Leben anzunehmen – nicht als etwas, das ich überwinden muss, sondern als Geschenk.

Das bedeutet nicht, dass alles immer einfach war. Es bedeutet auch nicht, dass Verletzungen oder schwierige Erfahrungen verschwinden. Aber es bedeutet, dass das Leben selbst etwas Kostbares ist.

Der jüdische Theologe Abraham Joshua Heschel hat einmal geschrieben:

„I asked for wonder, and God gave it to me.“

Ich habe um Staunen gebeten – und Gott hat es mir geschenkt.

Dieser Satz beschreibt für mich viel. Das Staunen darüber, dass Leben möglich ist. Das Staunen darüber, dass Menschen trotz Verletzungen wachsen können. Das Staunen darüber, dass Gott uns nicht erst dann liebt, wenn wir in bestimmte Vorstellungen passen, sondern uns bereits im eigenen Sein begegnet.

Mein Leben ist kein Widerspruch, der aufgelöst werden muss. Es ist eine Geschichte, die erzählt werden darf.

5. Drag: Nicht Rechtfertigung, sondern Erklärung

Auch über Drag möchte ich nicht als Reaktion auf die Kommentare schreiben. Ich möchte Drag nicht rechtfertigen. Ich möchte erklären, was es für mich bedeutet.

Drag ist für mich eine Kunstform. Eine Performance. Ein Ausdruck. Es geht um Kleidung, Make-up, Gestik, Bewegung und Präsenz. All diese Elemente werden bewusst eingesetzt. Drag kann übertreiben, Grenzen verschieben, mit Erwartungen spielen und sichtbar machen, was sonst unsichtbar bleibt.

Jede Drag-Person macht Drag anders. Es gibt nicht die eine Form von Drag und nicht die eine Bedeutung, die für alle gilt.

Für mich beginnt Drag sehr stark bei der Kunst des Make-ups. Als professioneller Make-up-Artist liebe ich die Verwandlung, die Farben, die Formen, das Spiel mit Licht und Schatten. Ich liebe die Möglichkeit, mit einem Gesicht, einem Kostüm und einer Erscheinung etwas zu erzählen.

Drag ist Freude. Aber nicht nur Freude.

Drag kann politisch sein, weil es Vorstellungen davon infrage stellt, wie Menschen auszusehen, sich zu bewegen oder aufzutreten haben. Es kann soziale Räume schaffen und Gemeinschaft stiften. Es kann Menschen sichtbar machen, die sonst übersehen werden. Es kann provozieren – nicht unbedingt, weil Provokation das Ziel wäre, sondern weil Sichtbarkeit an manchen Orten bereits als Provokation wahrgenommen wird.

Und Drag kann schön sein. Opulent, farbenfroh, übertrieben, glitzernd, laut oder einfach voller Freude.

Für mich ist Drag auch eine Form von Selbstliebe. Billy Porter bringt in seinem Lied Love Yourself eine Haltung zum Ausdruck, die für mich sehr viel mit meinem Drag verbindet: die eigene Stimme zu finden, sich selbst nicht kleinzumachen und sich nicht von anderen unsichtbar machen zu lassen.

Dabei ist ein Punkt besonders wichtig: Drag hat nichts mit der Geschlechtsidentität einer Person zu tun. Drag ist eine Kunstform und eine Performance. Menschen können für eine Zeit in eine Rolle, eine Figur oder eine bestimmte Ausdrucksform schlüpfen und danach wieder „out of Drag“ sein. Drag ist nicht automatisch ein Ausdruck davon, welchem Geschlecht jemand angehört.

Auch Frauen machen Drag. Das mag für manche Menschen überraschend sein, weil Drag traditionell oft mit Männern in Verbindung gebracht wird. Aber diese Verbindung hat auch mit der Geschichte des Theaters zu tun, in dem Frauenrollen lange Zeit von Männern gespielt wurden. Die Vorstellung, dass Männer Frauenrollen darstellen durften, während Frauen, die sich heute künstlerisch überzeichnen oder mit Geschlechterbildern spielen, plötzlich als Bedrohung gelten sollen, ist zumindest eine interessante historische Spannung.

Für mich hat Drag aber auch eine sehr persönliche Bedeutung.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich mit meiner eigenen Weiblichkeit nicht viel anfangen konnte. Das hatte mit Gewalterfahrungen zu tun, die ich über viele Jahre gemacht hatte. Mein Verhältnis zu meinem eigenen Körper und zu meiner Weiblichkeit war dadurch nicht einfach.

Drag hat mir geholfen, mich meiner eigenen Weiblichkeit wieder anzunähern.

Nicht, weil Drag mir gezeigt hätte, wie Frauen angeblich sind. Im Gegenteil: Drag ist Übertreibung. Es ist ein bewusst überzeichnetes, künstlerisches Spiel mit Erscheinung, Schönheit und Ausdruck. Keine Frau läuft im Alltag so herum wie eine Drag Queen auf der Bühne. Und das muss auch niemand.

Aber gerade diese Übertreibung hat mir einen Raum gegeben.

Die Drag-Persona, die ich entwickelt habe, war stark. Nicht unbedingt laut, aber stark. Sie war liebevoll und kümmerte sich um andere. Sie war da. Sie war vielleicht ein bisschen verrückt und sehr süß. Aber sie war stark.

Und in einer Zeit, in der ich selbst sehr verletzlich und verletzt war, hat sie mir geholfen, mich wieder auf eine andere Weise mit meiner eigenen Weiblichkeit zu verbinden.

Vielleicht klingt das paradox: Ausgerechnet eine überzeichnete Kunstfigur hat mir geholfen, mich selbst wiederzufinden. Aber manchmal braucht es einen gewissen Abstand, um sich etwas wieder anzunähern. Manchmal kann eine Rolle einen Raum öffnen, in dem man etwas von sich selbst wiederentdeckt.

Drag hat mir meine Weiblichkeit nicht erklärt. Es hat mir nicht vorgeschrieben, wie eine Frau zu sein hat. Es hat mir geholfen, mich meiner eigenen Weiblichkeit wieder zu nähern – spielerisch, kreativ und in meinem eigenen Tempo.

Dafür bin ich dieser Kunstform dankbar.

Mein eigenes Drag ist nicht darauf ausgerichtet, Menschen zu schockieren. Es geht mir um Licht, Farbe, Glanz, Bewegung, Musik und Freude. Um die Kunst des Make-ups. Um Transformation. Um den Moment, in dem ein Mensch sich selbst im Spiegel anschaut und vielleicht denkt: Ja. Da bin ich.

Und vielleicht ist genau das eine der schönsten Seiten von Drag: Die Drag-Person kann wie ein Spiegel sein. Andere Menschen sehen darin manchmal das, wovor sie davonlaufen möchten. Etwas, das sie selbst verstecken. Eine Seite ihrer Persönlichkeit, die sie bisher nicht zu leben wagten. Oder einfach eine Lebensfreude und Stärke, nach der sie sich sehnen.

Für mich ist Drag deshalb kein Widerspruch zu meinem Glauben und auch kein Widerspruch zu meinem Beruf. Es ist eine Form von Kunst, Ausdruck und Gemeinschaft.

Und manchmal ist es einfach ein bisschen Glitzer.

6. Warum ich Pfarrerin bin

Vielleicht fragen sich manche Menschen, warum ich überhaupt Pfarrerin bin.

Nicht wegen der Macht. Nicht wegen des Status. Nicht wegen einer besonderen Position auf einer Kanzel.

Ich bin Pfarrerin wegen der Begegnungen.

Die Kanzel ist dabei nur ein sehr kleiner Teil dieses Berufs. Eine Woche hat sieben Tage, ein Tag hat 24 Stunden. Ein Gottesdienst dauert vielleicht eine Stunde. Und so wichtig ein Gottesdienst sein kann – der grösste Teil des Pfarramts findet nicht auf der Kanzel statt.

Er findet bei den Menschen statt.

In Gesprächen. In Seelsorge. Bei Besuchen. In Trauergesprächen. Bei Beerdigungen. In Altersheimen und Seniorenkreisen. In Momenten, in denen Menschen Fragen haben, auf die es keine einfachen Antworten gibt.

Manchmal bedeutet Pfarramt, einem Menschen zuzuhören.

Manchmal bedeutet es, mit Menschen zu lachen. Manchmal, mit ihnen zu weinen. Manchmal bedeutet es, die Hand eines sterbenden Menschen zu halten und gemeinsam einen letzten Text zu lesen – einen Psalm, einen Abschnitt aus einem Buch, ein Wort, das diesem Menschen etwas bedeutet.

Manchmal bedeutet es, Trauernde zu umarmen und ihre Tränen aufzufangen.

Manchmal bedeutet es, mit Kindern zu lachen, ihre Fragen ernst zu nehmen und gemeinsam nach Antworten zu suchen. Und manchmal bedeutet es auch, ehrlich zu sagen: Ich weiss es nicht.

Denn Pfarrerin zu sein bedeutet nicht, auf jede Frage eine fertige Antwort zu haben. Es bedeutet auch, selbst zu fragen. Selbst zu ringen. Zuhören zu lernen – den Menschen und Gott.

Ich bete vor Begegnungen oft darum, dass Gottes Gnade und Liebe durch mich hindurch wirken mögen. Dass ich in diesem Moment nicht im Weg stehe. Dass ich ein Kanal sein darf für etwas, das grösser ist als ich selbst.

Mehr muss es manchmal gar nicht sein.

Ich muss nicht die klügste Person im Raum sein. Ich muss nicht alle Antworten kennen. Ich muss nicht einen Menschen reparieren oder sein Leben für ihn lösen.

Manchmal muss ich einfach da sein.

Und vielleicht ist das der Kern dessen, warum ich Pfarrerin bin: weil ich an die Kraft der Begegnung glaube. Weil ich glaube, dass Menschen einander tragen können. Weil ich glaube, dass Zuhören etwas verändern kann. Und weil ich glaube, dass Gottes Liebe manchmal nicht in grossen Worten erscheint, sondern in einer offenen Tür, einer gehaltenen Hand, einem gemeinsamen Schweigen oder einem Menschen, der bleibt.

Das ist mein Pfarramt.

Und das ist der Grund, warum ich es liebe.

7. Die Stimmen, die zählen

Am Ende dieses Artikels möchte ich nicht bei den lautesten Kommentaren stehen bleiben.

Nicht, weil sie nicht existieren. Sie existieren. Manche davon haben mich verletzt, manche haben mich tief getroffen, manche waren so absurd, dass ich darüber lachen musste. Und manche haben mich schlicht ratlos zurückgelassen.

Aber sie sind nicht die einzigen Stimmen.

Es gibt auch die Menschen, die mir schreiben, dass sie sich durch einen Gottesdienst berührt gefühlt haben. Menschen, die sagen, dass eine Predigt sie erreicht hat. Menschen, die Kirche vielleicht wieder als einen Ort erleben, an dem sie willkommen sind.

Es gibt Freundinnen und Freunde, die mich begleiten. Menschen aus unterschiedlichen religiösen und politischen Zusammenhängen, Menschen aus der queeren Community, aus jüdischen Gemeinden, aus verschiedenen Kirchen, aus Kultur und Musik, und aus ganz anderen Lebenswelten.

Menschen, die sagen: Du hast mich berührt.

Und manchmal gibt es auch Nachrichten, die ganz still und ganz einfach sind.

Nach einer Abdankung schrieb mir ein Angehöriger, dass ihm der Gottesdienst sehr gefallen habe und dass ich die Informationen über den verstorbenen Menschen genau richtig aufgenommen hätte. Er bedankte sich für meine Worte.

Für mich sind solche Nachrichten ein Geschenk.

Nicht, weil ich dafür gelobt werden möchte. Sondern weil sie mich daran erinnern, worum es in meinem Beruf geht.

Um einen Menschen, der sich gesehen fühlt.

Um Angehörige, die in einer schweren Zeit nicht allein bleiben.

Um jemanden, der vielleicht eine Frage mit in einen Gottesdienst bringt und mit einer neuen Frage wieder nach Hause geht – aber vielleicht auch mit ein wenig Hoffnung.

Um Begegnung.

Deshalb möchte ich am Ende vor allem eines sagen:

Danke.

Danke an alle, die mich sehen – nicht als Schlagwort und nicht als Symbol, sondern als Menschen.

Danke an alle, die mich begleiten, die mir zuhören, mich ermutigen und mir manchmal auch widersprechen.

Danke an alle, die mir zeigen, dass Begegnung möglich ist, auch wenn wir nicht in allem einer Meinung sind.

Und danke an alle, die daran erinnern, dass Kirche dort lebendig ist, wo Menschen einander begegnen.

Nicht in der Lautstärke.

Nicht in der Macht.

Nicht in der perfekten Übereinstimmung.

Sondern dort, wo ein Mensch dem anderen Raum gibt.

Dort, wo wir einander zuhören.

Dort, wo wir miteinander lachen und weinen.

Dort, wo wir einander nicht aufgeben.

Danke.

Ein Kommentar zu „Ich bin nicht besonders. Ich bin ein Mensch.

  1. Vielen Dank für diesen persönlichen und nachdenklichen Beitrag. Er erinnert daran, dass die Würde eines Menschen nicht von Etiketten, Vorurteilen oder gesellschaftlichen Projektionen abhängt. Kritik und unterschiedliche Überzeugungen gehören zu einer offenen Gesellschaft, doch sie sollten stets mit Respekt, Wahrhaftigkeit und der Anerkennung der gleichen Menschenwürde verbunden sein. Ihr Plädoyer für Begegnung statt Ausgrenzung, für Zuhören statt Verurteilen und für die Bereitschaft, die Komplexität menschlicher Biografien auszuhalten, ist ein wichtiger Impuls. Gerade dort, wo Glaube, Wissenschaft, Geschichte und Menschlichkeit zusammenkommen, zeigt sich, dass niemand auf ein einziges Merkmal reduziert werden sollte.

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