Zum ersten Mal seit langer Zeit ging ich wieder in Drag an eine Pride. Nach dem 7. Oktober 2023 hatte sich mein Erleben queerer Räume verändert, und die Zürich Pride war für mich deshalb mehr als nur eine Demonstration: Sie war eine Rückkehr zu einem Teil von mir. Gemeinsam mit Keshet, dem jüdischen Regenbogen Schweiz, … Weiterlesen Wieder sichtbar – meine Zürich Pride mit Keshet
Schlagwort: allgemein
Die Asymmetrie der Empörung: Was die Kunstwoche in Basel über den selektiven Blick des Kulturbetriebs verrät
Die Kunstwoche in Basel hat viele Gesichter. Sie zeigt Meisterwerke, eröffnet neue Perspektiven und bringt Menschen aus aller Welt zusammen. Sie kann aber auch irritieren, verstören und unbequeme Fragen aufwerfen. Für mich begann eine solche Frage mit einem Hakenkreuz. Nicht in einem Museum zur Geschichte des Nationalsozialismus, sondern auf einer der bedeutendsten Kunstmessen der Welt. … Weiterlesen Die Asymmetrie der Empörung: Was die Kunstwoche in Basel über den selektiven Blick des Kulturbetriebs verrät
Warum lest ihr eigentlich meine Post?
Ich habe gerade meine Predigt für morgen fertig geschrieben. Über einen Evangeliumstext aus Matthäus – ja, diesmal hat die Perikopenordnung genau meinen Geschmack getroffen. Denn wenn ich ehrlich bin: Mit den Evangelien kann ich meist mehr anfangen als mit den Briefen des Paulus. Und doch frage ich mich in letzter Zeit immer öfter, ob ich … Weiterlesen Warum lest ihr eigentlich meine Post?
Wenn Pride zur Bedingung wird
Über Roma Pride, doppelte Standards und warum wir trotzdem sichtbar bleiben: Es ist der 27. Mai, kurz nach Mitternacht. Der Pride Month steht vor der Tür. Und wieder sitze ich hier und lese Meldungen über jüdische queere Organisationen, die ausgeschlossen werden. Dieses Mal aus Rom. Keshet Italia, die italienische jüdische LGBTQIA+-Organisation, darf nicht mit eigenem … Weiterlesen Wenn Pride zur Bedingung wird
Wunderbar gemacht — Transsein, Detransition und die Instrumentalisierung von Schmerz
Dieser Text ist aus einer Irritation heraus entstanden — und aus dem Versuch, sie nicht vorschnell aufzulösen. Es geht um die öffentliche Debatte rund um Detransition, um trans Lebensrealitäten und um die Frage, wie persönliche Geschichten politisch gelesen und verwendet werden. Ausgangspunkt ist dabei auch die mediale und öffentliche Präsenz von Chris Brönnimann und die … Weiterlesen Wunderbar gemacht — Transsein, Detransition und die Instrumentalisierung von Schmerz
Permission to be nerdy: Über Star Trek, Freude und die Frage, woran man sein Herz hängen darf
Vielleicht ist es kein Zufall, dass ausgerechnet Star Trek mich wiederfindet.Eine Zukunft voller Unterschiede.Voller Wesen, die nicht ganz hineinpassen.Voller Menschen, die lernen müssen, miteinander zu leben.Was passiert, wenn eine Pfarrerin mit fünfzig zum ersten Mal wirklich in ein Fandom eintaucht?Ein Essay über Star Trek, autistische Freude, fundamentalistische Prägungen und die spirituelle Kraft von Geschichten. Am … Weiterlesen Permission to be nerdy: Über Star Trek, Freude und die Frage, woran man sein Herz hängen darf
Gespräch ist nicht Ehrung
Manche Entscheidungen machen nicht wütend, sondern sprachlos.Die Ehrung des iranischen Botschafters durch den Vatikan gehört für mich dazu. Nicht weil Diplomatie falsch wäre – sondern weil Symbole nie neutral sind. Und weil die Frage bleibt, was geschieht, wenn Friedensgesten von den Opfern eines Regimes als Entwertung ihres Leidens erlebt werden. Es gibt Entscheidungen, die einen … Weiterlesen Gespräch ist nicht Ehrung
Zwischen Haltung und Realität: Antisemitismus, Öffentlichkeit und das Gefühl der Unsicherheit
„Antisemitismus ohne mich“: Mit einer neuen Kampagne will Bayern ein Zeichen gegen Judenhass setzen. Doch zeitgleich meldet RIAS Bayern mehr als 1500 antisemitische Vorfälle im vergangenen Jahr. Während jüdische Gemeinden von Angst und Rückzug berichten, zeigen viele Online-Kommentare eine erschreckende Normalisierung von Feindbildern, Täter-Opfer-Umkehr und religiös codiertem Hass. „Antisemitismus ohne mich“ – unter diesem Motto … Weiterlesen Zwischen Haltung und Realität: Antisemitismus, Öffentlichkeit und das Gefühl der Unsicherheit
Zwischen Erinnerung und Projektion: Cherokee-Frauen, Macht – und was die Kommentare verraten
Ein kurzer Artikel über die Rolle von Frauen bei den Cherokee – matrilineare Strukturen, Clanmütter, Beloved Women. Nichts davon ist exotische Folklore, sondern Teil einer komplexen, historischen Gesellschaft. Unter dem Artikel jedoch eine Kommentarspalte, die weniger über die Vergangenheit der Cherokee erzählt als über unsere Gegenwart: über Romantisierung, Abwertung und tief sitzende koloniale Bilder, die … Weiterlesen Zwischen Erinnerung und Projektion: Cherokee-Frauen, Macht – und was die Kommentare verraten
Wenn Musik kein Hintergrund ist – sondern ein Nervensystem
Dieser Text ist aus einer konkreten Situation heraus entstanden: aus einer Frage in einem diagnostischen Kontext, die mich kurz innehalten ließ. Nicht, weil ich keine Antwort gehabt hätte, sondern weil die Form der Frage etwas nicht erfasst, das für mein Erleben zentral ist. Im Verlauf dieses Nachdenkens ist Musik in den Fokus geraten – nicht … Weiterlesen Wenn Musik kein Hintergrund ist – sondern ein Nervensystem