Freitag den 7. August um 0:00 Uhr ist es soweit: Mein erstes Album „Unerased“ erscheint.Ein Album. Meine Lieder. Meine Stimme. Meine Geschichten.Und wenn ich ehrlich bin: Vor einigen Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich einmal diesen Satz schreiben würde. Denn meine Geschichte mit Musik beginnt nicht mit einem Studio, nicht mit einer Plattenfirma und … Weiterlesen Unerased – wie Geschichten eine Stimme finden
Schlagwort: allgemein
Ich bin nicht besonders. Ich bin ein Mensch.
Ein Zeitungsartikel über mich. Hunderte Kommentare. Zustimmung, Kritik, Ermutigung – aber auch Hass, Unterstellungen und Projektionen. Zunächst wollte ich auf einzelne Vorwürfe antworten. Doch je länger ich die Kommentare las, desto deutlicher wurde mir: Eigentlich geht es gar nicht um mich. Es geht um die Geschichten, die Menschen sich über andere erzählen. Um Schubladen, in … Weiterlesen Ich bin nicht besonders. Ich bin ein Mensch.
Nicht queer genug? Über die Würde bisexueller Existenz
Bisexuelle Menschen erleben Diskriminierung nicht nur in einer heteronormativen Gesellschaft, sondern oft auch innerhalb der queeren Community und in religiösen Räumen. Sie gelten als unentschlossen, als „nicht queer genug“, als zu kompliziert oder als Menschen, die sich irgendwann doch entscheiden müssten. Dieser Essay verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Analyse und einer theologischen Perspektive. Er erzählt … Weiterlesen Nicht queer genug? Über die Würde bisexueller Existenz
Wieder sichtbar – meine Zürich Pride mit Keshet
Zum ersten Mal seit langer Zeit ging ich wieder in Drag an eine Pride. Nach dem 7. Oktober 2023 hatte sich mein Erleben queerer Räume verändert, und die Zürich Pride war für mich deshalb mehr als nur eine Demonstration: Sie war eine Rückkehr zu einem Teil von mir. Gemeinsam mit Keshet, dem jüdischen Regenbogen Schweiz, … Weiterlesen Wieder sichtbar – meine Zürich Pride mit Keshet
Die Asymmetrie der Empörung: Was die Kunstwoche in Basel über den selektiven Blick des Kulturbetriebs verrät
Die Kunstwoche in Basel hat viele Gesichter. Sie zeigt Meisterwerke, eröffnet neue Perspektiven und bringt Menschen aus aller Welt zusammen. Sie kann aber auch irritieren, verstören und unbequeme Fragen aufwerfen. Für mich begann eine solche Frage mit einem Hakenkreuz. Nicht in einem Museum zur Geschichte des Nationalsozialismus, sondern auf einer der bedeutendsten Kunstmessen der Welt. … Weiterlesen Die Asymmetrie der Empörung: Was die Kunstwoche in Basel über den selektiven Blick des Kulturbetriebs verrät
Warum lest ihr eigentlich meine Post?
Ich habe gerade meine Predigt für morgen fertig geschrieben. Über einen Evangeliumstext aus Matthäus – ja, diesmal hat die Perikopenordnung genau meinen Geschmack getroffen. Denn wenn ich ehrlich bin: Mit den Evangelien kann ich meist mehr anfangen als mit den Briefen des Paulus. Und doch frage ich mich in letzter Zeit immer öfter, ob ich … Weiterlesen Warum lest ihr eigentlich meine Post?
Wenn Pride zur Bedingung wird
Über Roma Pride, doppelte Standards und warum wir trotzdem sichtbar bleiben: Es ist der 27. Mai, kurz nach Mitternacht. Der Pride Month steht vor der Tür. Und wieder sitze ich hier und lese Meldungen über jüdische queere Organisationen, die ausgeschlossen werden. Dieses Mal aus Rom. Keshet Italia, die italienische jüdische LGBTQIA+-Organisation, darf nicht mit eigenem … Weiterlesen Wenn Pride zur Bedingung wird
Wunderbar gemacht — Transsein, Detransition und die Instrumentalisierung von Schmerz
Dieser Text ist aus einer Irritation heraus entstanden — und aus dem Versuch, sie nicht vorschnell aufzulösen. Es geht um die öffentliche Debatte rund um Detransition, um trans Lebensrealitäten und um die Frage, wie persönliche Geschichten politisch gelesen und verwendet werden. Ausgangspunkt ist dabei auch die mediale und öffentliche Präsenz von Chris Brönnimann und die … Weiterlesen Wunderbar gemacht — Transsein, Detransition und die Instrumentalisierung von Schmerz
Permission to be nerdy: Über Star Trek, Freude und die Frage, woran man sein Herz hängen darf
Vielleicht ist es kein Zufall, dass ausgerechnet Star Trek mich wiederfindet.Eine Zukunft voller Unterschiede.Voller Wesen, die nicht ganz hineinpassen.Voller Menschen, die lernen müssen, miteinander zu leben.Was passiert, wenn eine Pfarrerin mit fünfzig zum ersten Mal wirklich in ein Fandom eintaucht?Ein Essay über Star Trek, autistische Freude, fundamentalistische Prägungen und die spirituelle Kraft von Geschichten. Am … Weiterlesen Permission to be nerdy: Über Star Trek, Freude und die Frage, woran man sein Herz hängen darf
Gespräch ist nicht Ehrung
Manche Entscheidungen machen nicht wütend, sondern sprachlos.Die Ehrung des iranischen Botschafters durch den Vatikan gehört für mich dazu. Nicht weil Diplomatie falsch wäre – sondern weil Symbole nie neutral sind. Und weil die Frage bleibt, was geschieht, wenn Friedensgesten von den Opfern eines Regimes als Entwertung ihres Leidens erlebt werden. Es gibt Entscheidungen, die einen … Weiterlesen Gespräch ist nicht Ehrung