Die folgende Analyse beschäftigt sich mit dem US-amerikanischen Immigrations- und Grenzvollzug, verkörpert durch ICE, und den historischen Strukturen, aus denen er hervorgeht. Häufig wird in öffentlichen Debatten reflexhaft auf den Nationalsozialismus verwiesen, um die Gewalt und die Praktiken von ICE zu beschreiben. Diese Analogien sind emotional verständlich, doch sie verschleiern die tief verwurzelte Geschichte amerikanischer Gewalt, … ICE, Slave Patrols und der Reflex der Gestapo: Eine kritische Analyse weiterlesen
Nie wieder. Und doch – wieder.
„Nie wieder“ ist kein leerer Slogan.Es ist ein jüdisches Wort. Ein historischer Ruf. Eine Grenze. Dieser Text ist entstanden aus der Erfahrung wachsender antisemitischer Gewalt – in Kommentarspalten, in öffentlichen Debatten, in offenen Drohungen. Er fragt, was passiert, wenn Erinnerung relativiert, Schuld verschoben und jüdische Stimmen delegitimiert werden. Und er erinnert daran, dass „Nie wieder“ … Nie wieder. Und doch – wieder. weiterlesen
Gedenken heißt wütend bleiben
Es ist Holocaust Remembrance Day.Und ich weiß kaum, was ich sagen soll. Die einen wissen nicht mehr, was dieser Tag ist.Warum es ihn gibt.Was damals überhaupt passiert ist. Die anderen?Ihnen ist es egal.Oder sie sagen:Jetzt reicht’s doch mal.Man müsse aufhören.Mit dem Erinnern.Mit der Schuld.Mit dem Gedenken. Dann gibt es die Worte.Die Posts.Das viele „Nie wieder“.So … Gedenken heißt wütend bleiben weiterlesen
Festgenommen auf eigenem Land – Wie ICE Angst, Gewalt und Rassismus normalisiert
In den USA werden nicht nur Migrant:innen, sondern auch US-Bürger:innen terrorisiert – von Bundesbehörden, die Kinder einschüchtern, Familien trennen und Native Americans ihrer Rechte berauben. Dieses systematische Vorgehen zeigt: Gewalt wird akzeptiert, Gleichgültigkeit belohnt, Bejubelung macht mitschuldig. Ein persönlicher Blick auf die Realität hinter den Schlagzeilen. Einleitung – Warum mich das betrifft Ich schreibe diesen … Festgenommen auf eigenem Land – Wie ICE Angst, Gewalt und Rassismus normalisiert weiterlesen
Verlassen im Schatten der Welt: Rojava zwischen Verrat und Schweigen
In Rojava und Nordostsyrien geschieht gerade etwas, das die Welt kaum wahrnimmt. Menschen fliehen, Frauen werden verschleppt, ganze Gesellschaften stehen vor dem Abgrund – während ehemalige Feinde hofiert und unterstützt werden. Dieser Beitrag erzählt, warum die KurdInnen jetzt allein gelassen sind, und warum Solidarität mehr denn je notwendig ist. In Nord- und Ostsyrien brennt eine … Verlassen im Schatten der Welt: Rojava zwischen Verrat und Schweigen weiterlesen
Zwischen Einheit und Ausschluss: Eine theologische Lektüre
In den vergangenen Tagen wurde ein Statement der Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem veröffentlicht, das Fragen nach Einheit, Repräsentation und theologischer Autorität im Heiligen Land aufwirft. Doch Sprache beschreibt nicht nur, sie formt auch die Wirklichkeit. Dieser Text liest das Statement theologisch, historisch und pastoral. Er fragt nach den impliziten Abgrenzungen, nach dem Umgang mit … Zwischen Einheit und Ausschluss: Eine theologische Lektüre weiterlesen
Ein Freiwilligenabend – zwischen Musik, Dankbarkeit und Thunfischmus
Ein Freiwilligenabend voller Lachen, Wertschätzung und Musik, zwischen Schubert, Bruch und Poulenc – und ein Kater, der glaubt, die Welt ohne Thunfischmus würde untergehen. Ein kleines Porträt eines großen Abends. Ich packe meine Tasche, ziehe meine Jacke an – und da sitzt er, Newt, mein alter, schwarz-weißer Langhaarkater, auf dem Bett. Seine Augen sind groß, … Ein Freiwilligenabend – zwischen Musik, Dankbarkeit und Thunfischmus weiterlesen
Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden
Ein Kommentar unter einem Demoaufruf in Winterthur lautet:„Bondi Beach war erst der Anfang. Lang lebe die Intifada.“ Nur wenige Wochen nach einem antisemitischen Terroranschlag, bei dem während einer Chanukka-Feier 15 Menschen ermordet wurden, wird Gewalt offen gefeiert – mitten in Europa, mitten in der Öffentlichkeit. Dieser Text setzt sich mit der Sprache, den Symbolen und … Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden weiterlesen
Januar im Westen
Es ist warm hier, die Heizungen laufenWLAN stabil, man kann alles gut glaubenDie Stadt voller Plakate, Moral in NeonAlle wissen genau, wer heute der Feind ist schon Jede Woche Parolen, jede Woche GeschreiFahnen im Wind, alles „Free“, alles „Fight“Und ich steh daneben und merk irgendwannDass ihr sehr laut seid – aber nur dann In Zürich … Januar im Westen weiterlesen
XX = WOMAN? Warum normierte Weiblichkeit Gewalt erzeugt
In einem Bild von Frauen, das auf den ersten Blick Vielfalt zeigt, wird tatsächlich viel ausgelöscht: Trans, inter, queer, alte, kinderlose, schwarze, indigene Weiblichkeiten. Dieser Text analysiert, wie solche Bilder Biologie, Macht und koloniale Vorstellungen verbinden – und warum Safe Spaces mehr als Symbolik brauchen. 1. Der Moment, in dem ein Safe Space bricht Ich … XX = WOMAN? Warum normierte Weiblichkeit Gewalt erzeugt weiterlesen