Narben im Glauben – Zeugnis eines langen Weges

Wie lebt man Glauben, wenn der Weg durch Missbrauch, Kontrolle und Schmerz führt?In diesem persönlichen Zeugnis erzähle ich von meiner Kindheit bei meinen Großeltern, der Suche nach Halt im Glauben, den Herausforderungen in charismatischen Gruppen, der Erfahrung von Purity Culture, Missbrauch und Verletzungen – und von meiner langsamen Heilung, die ich im Judentum und einem … Narben im Glauben – Zeugnis eines langen Weges weiterlesen

Wir erinnern. Für Shingal.

Als jüdischer Mensch lese ich heute die Worte einer jesidischen Freundin –und halte mit ihr inne. Unser Schmerz ist nicht derselbe.Aber wir erkennen einander darin. Dieses Gedicht ist meine Antwort.Meine Umarmung in Worten.Für Shingal.Für jede, die noch vermisst wird.Für jede, die überlebt hat.Für jede, die wir nie vergessen dürfen. Wir erinnern. Ich erinnere. Ich bin … Wir erinnern. Für Shingal. weiterlesen

Eine kalte Dusche und ein leiser Segen

Was mir am Montagmittag auf dem Weg zum Stadtgebet begegnete Ein Stadtgebet zur Mittagszeit. Worte, Bitten, Stille. Doch was geschieht, wenn das Heilige von draußen plötzlich ins Innere dringt? Wenn verletzende Worte und göttliche Namen sich kreuzen, wenn die Liturgin mit Hass konfrontiert wird – und dennoch betet? Vielleicht ist das das eigentlich Heilige an … Eine kalte Dusche und ein leiser Segen weiterlesen

Gleicher Strand, gleicher Himmel: Lasst doch bitte die Mandelbäume wieder blühen

Was folgt, ist kein analytischer Text. Es ist ein Erzählen aus dem Innersten. Ein Erinnern an Dinge, die sich eingebrannt haben – in Körper, Gedanken, Herz. Es ist ein Gehen durch Zeiten, Orte, Begegnungen, Ängste und Hoffnungen. Was folgt, ist persönlich. Und doch vielleicht nicht nur meins.Und irgendwann, mittendrin, beginnt das Erzählen, sich in ein … Gleicher Strand, gleicher Himmel: Lasst doch bitte die Mandelbäume wieder blühen weiterlesen

Lieber Ivo Scherrer, ich hätte es auch geschrieben, wenn ich es so gemeint hätte.

Ein Blogbeitrag in eigener Sache – und über Missverständnisse, Vielfalt und rote Linien Wenn man öffentlich schreibt, muss man mit Widerspruch rechnen. Das gehört dazu – solange man sich auf das bezieht, was ich tatsächlich gesagt habe. Wer mit mir nicht einverstanden ist, darf das gerne sagen, widersprechen, korrigieren, erweitern. Nur: Man sollte mir nichts … Lieber Ivo Scherrer, ich hätte es auch geschrieben, wenn ich es so gemeint hätte. weiterlesen

Mit vollem Herzen – Mein Vikariatsjahr in der Offenen Kirche Elisabethen

Es ist kaum zu glauben, aber es ist fast genau ein Jahr vergangen, seit ich am 1. August mein Vikariat in der Offenen Kirche Elisabethen angetreten habe. Ein Jahr, das sich zugleich wie ein Augenblick und wie eine ganze Welt anfühlt. Ich bin eingetreten in diesen Raum, mit den Füßen noch halb im Umzugskarton, den … Mit vollem Herzen – Mein Vikariatsjahr in der Offenen Kirche Elisabethen weiterlesen

„Never Again“ gehört nicht allen – und schon gar nicht gegen uns.

Ich schreibe diesen Text nicht aus Wut, sondern aus dem Bedürfnis nach Klarheit. Denn ich sehe, wie Worte, die aus dem tiefsten Schmerz geboren wurden, heute in einen anderen Zusammenhang gestellt werden – entleert, verschoben, umgedeutet. Worte, die nicht für sich beanspruchen, alles Leid der Welt zu beschreiben, sondern ein ganz konkretes. Und ich frage … „Never Again“ gehört nicht allen – und schon gar nicht gegen uns. weiterlesen

„Kein Platz“ – wie sich Ausgrenzung anfühlt, wenn sie still ist

Es war ein warmer Sommerabend.Eine Freundin und ich wollten essen gehen, draußen auf einer Terrasse. Wir trugen Sommerkleider, leichte Ketten um den Hals – an jeder hing ein Davidstern. Meiner mit dem „Schema Israel“ in hebräischen Buchstaben, ihrer mit einem weiteren kleinen hebräischen Anhänger. Wir wollten uns setzen. Die Terrasse war fast leer. Es gab … „Kein Platz“ – wie sich Ausgrenzung anfühlt, wenn sie still ist weiterlesen

Flüstern zwischen den Trümmern

Du Herzschlag des Lebens,du leises Flüstern zwischen den Trümmern,hör unser Seufzen in dunkler Nacht. Die Erde blutet aus tausend Wunden,Kriege zerreißen den Himmel,Hass brennt wie Feuer durch die Straßen,Freundschaften fallen wie welke Blätter vom Baum. Die Schwachen werden an den Rand gedrängt,ihre Namen verwehen im Wind der Gleichgültigkeit.Mächtige thronen auf Bergen aus Leid,trunken vom eigenen … Flüstern zwischen den Trümmern weiterlesen