Ein Bild eines fünfjährigen Kindes, krank und festgenommen durch ICE, zeigt, was wir längst wissen: In den USA geschieht strukturelle Gewalt gegen Kinder, Familien und marginalisierte Gruppen. Doch die Debatte driftet oft sofort ab – hin zu Israel, zum IDF, zu „den Juden“. Dieses Opinion Piece untersucht, warum das passiert, wie historische Verantwortung verdrängt wird … Warum ICE-Kritik so oft bei Israel endet weiterlesen
Israel
Nie wieder. Und doch – wieder.
„Nie wieder“ ist kein leerer Slogan.Es ist ein jüdisches Wort. Ein historischer Ruf. Eine Grenze. Dieser Text ist entstanden aus der Erfahrung wachsender antisemitischer Gewalt – in Kommentarspalten, in öffentlichen Debatten, in offenen Drohungen. Er fragt, was passiert, wenn Erinnerung relativiert, Schuld verschoben und jüdische Stimmen delegitimiert werden. Und er erinnert daran, dass „Nie wieder“ … Nie wieder. Und doch – wieder. weiterlesen
Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden
Ein Kommentar unter einem Demoaufruf in Winterthur lautet:„Bondi Beach war erst der Anfang. Lang lebe die Intifada.“ Nur wenige Wochen nach einem antisemitischen Terroranschlag, bei dem während einer Chanukka-Feier 15 Menschen ermordet wurden, wird Gewalt offen gefeiert – mitten in Europa, mitten in der Öffentlichkeit. Dieser Text setzt sich mit der Sprache, den Symbolen und … Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden weiterlesen
Wenn Stille zur Provokation wird: Ein persönlicher Text nach dem Silent Walk in Bern
Ich bin müde. Und ich bin wütend.Dieser Text erzählt vom Silent Walk in Bern, von Social-Media-Posts voller Hass und Gewaltbilder – und davon, wie es sich anfühlt, seit Jahren Antisemitismus auszuhalten und trotzdem stehen zu bleiben. Ein persönlicher Meinungsbeitrag, nicht leise, aber klar. Ich bin müde.Nicht ein bisschen. Nicht „es war eine lange Woche“.Ich bin … Wenn Stille zur Provokation wird: Ein persönlicher Text nach dem Silent Walk in Bern weiterlesen
Silent Walk in Bern – Stärke braucht kein Geschrei
An einem eiskalten Abend in Bern haben rund hundert Menschen gegen Antisemitismus und für das Existenzrecht Israels und den Schutz seiner Bevölkerung demonstriert – still, gesammelt und würdevoll. Sie gingen durch die Altstadt, begleitet von leiser Musik, Menschen aus Israel, Persien und Kurdistan, und zeigten: Solidarität kennt keine Grenzen. Zwischen ihnen und lauten Parolen der … Silent Walk in Bern – Stärke braucht kein Geschrei weiterlesen
Crans-Montana, ZAKA und die Delegitimierung jüdischer Hilfe
Es ist traurig – und zugleich bezeichnend für unsere Zeit –, dass schon wieder ein solcher Text notwendig ist. Eine Naturkatastrophe erschüttert ein Dorf, Menschen sterben, Jugendliche gelten als vermisst, Familien bangen. Und doch gelingt es nicht, bei der Anteilnahme stehen zu bleiben. Die Katastrophe von Crans-Montana Am 1. Januar erschütterte die Tragödie von Crans-Montana … Crans-Montana, ZAKA und die Delegitimierung jüdischer Hilfe weiterlesen
Crans-Montana, ZAKA et la délégitimation de l’aide juive
C’est triste – et en même temps révélateur de notre époque – qu’un tel texte soit une fois de plus nécessaire. Une catastrophe naturelle frappe un village, des personnes meurent, des adolescents sont portés disparus, des familles vivent dans l’angoisse. Et pourtant, il ne semble plus possible de s’arrêter à la compassion. La catastrophe de … Crans-Montana, ZAKA et la délégitimation de l’aide juive weiterlesen
Wenn Solidarität blind wird: Christliche Führungspersönlichkeiten, der 7. Oktober und das Versagen theologischer Verantwortung
Ich schreibe diesen Text mit großer Sorge. Nicht, weil mir die politische Lage im Heiligen Land unbekannt wäre, sondern weil ich in den letzten Monaten beobachten musste, wie christliche Führungspersönlichkeiten Grenzen überschreiten, die für mich theologisch nicht verhandelbar sind. Die Aussagen der palästinensisch-christlichen Pfarrerin Sally Azar, des lutherischen Pfarrers Munther Isaac aus Bethlehem und des Präsidenten der Lutherischen … Wenn Solidarität blind wird: Christliche Führungspersönlichkeiten, der 7. Oktober und das Versagen theologischer Verantwortung weiterlesen
Was wäre, wenn Jesus heute geboren würde? Über falsche Aktualisierungen, alte Motive und die Verantwortung der Krippe
In diesen Tagen taucht sie wieder auf: die Frage, was wohl geschehen würde, wenn Jesus heute geboren würde. Doch manche Antworten erzählen mehr über unsere Projektionen als über Geschichte, Theologie oder Verantwortung.Dieser Artikel widerspricht nicht aus Abwehr, sondern aus Sorge: Sorge um die Wahrhaftigkeit der Weihnachtsgeschichte – und um die Folgen von Erzählungen, in denen … Was wäre, wenn Jesus heute geboren würde? Über falsche Aktualisierungen, alte Motive und die Verantwortung der Krippe weiterlesen
Jesus war kein palästinensischer Flüchtling: Über Anachronismen, Symbolpolitik und die gefährliche Entjudung Jesu
In den Tagen vor Weihnachten tauchen immer wieder Versuche auf, die Weihnachtsgeschichte unmittelbar mit gegenwärtigen politischen Konflikten zu verbinden. Das mag aus Mitgefühl heraus geschehen – und ist es nicht ohne Folgen.Ein aktueller Post, der Jesus als „palästinensischen Flüchtling“ bezeichnet, hat mich deshalb innehalten lassen. Nicht, weil Solidarität mit Palästinenser:innen falsch wäre, sondern weil diese … Jesus war kein palästinensischer Flüchtling: Über Anachronismen, Symbolpolitik und die gefährliche Entjudung Jesu weiterlesen