In den Tagen vor Weihnachten tauchen immer wieder Versuche auf, die Weihnachtsgeschichte unmittelbar mit gegenwärtigen politischen Konflikten zu verbinden. Das mag aus Mitgefühl heraus geschehen – und ist es nicht ohne Folgen.Ein aktueller Post, der Jesus als „palästinensischen Flüchtling“ bezeichnet, hat mich deshalb innehalten lassen. Nicht, weil Solidarität mit Palästinenser:innen falsch wäre, sondern weil diese … Jesus war kein palästinensischer Flüchtling: Über Anachronismen, Symbolpolitik und die gefährliche Entjudung Jesu weiterlesen
Israel
Wenn religiöses Leben zur Zielscheibe wird
Manchmal fühlt es sich so an, als stünden wir kurz davor, dass manche Gruppen selbst auf Torah und Siddur am liebsten einen Boykott-Sticker kleben würden, nur weil darin das Wort „Israel“ vorkommt – oder weil jemand auf Hebräisch betet. Religiöse Praxis, jahrtausendealte Traditionen, Grundnahrungsmittel – plötzlich werden sie politisiert, markiert, gestört. Dieser Text erzählt, wie … Wenn religiöses Leben zur Zielscheibe wird weiterlesen
Wenn Stille trägt – der Silent Walk in Basel
An einem kalten Dezemberabend in Basel versammelten sich über hundert Menschen zu einem Silent Walk gegen Antisemitismus und für das Existenzrecht Israels. Es war ein Abend voller Stille, Gebete und Begegnungen, der zeigte, wie Kraft, Halt und Hoffnung auch in leisen Momenten spürbar werden können. In diesem Bericht nehme ich euch mit auf die Route … Wenn Stille trägt – der Silent Walk in Basel weiterlesen
Jesus und die Kommentarspalten: Warum die Wahrheit manchmal unspektakulär ist
Mit Weihnachten nähern wir uns wieder der Zeit, in der Jesus in sozialen Medien neue Identitäten bekommt: palästinensisch, muslimisch, politisch instrumentalisiert. Gleichzeitig tauchen Krippen auf, die ihn inmitten von Konflikten oder als Symbol für aktuelle Debatten zeigen. Aber wie sah Jesus wirklich aus – historisch, kulturell, religiös? In diesem Artikel gehe ich den Kommentarspalten nach, … Jesus und die Kommentarspalten: Warum die Wahrheit manchmal unspektakulär ist weiterlesen
Das ist kein Protest – das ist Terrorromantik. Ein Kommentar.
An der Monbijoubrücke in Bern prangen in roter Farbe neue antisemitische Parolen: „Globalize the Intifada“, „Abolish Zionism“, Hamasdreiecke. Das ist kein Protest, kein Aktivismus, kein politischer Diskurs. Das ist die Verherrlichung von Terror – und der Versuch, jüdisches Leben einzuschüchtern. Ein Kommentar darüber, warum solche Worte blutig sind und warum ihre Urheber genau wissen, was … Das ist kein Protest – das ist Terrorromantik. Ein Kommentar. weiterlesen
Wenn „Frieden“ missbraucht wird
Manchmal ist die Enttäuschung über die Kirche größer als die Freude an ihren Fortschritten. Als Pfarrerin, die Jüdin ist, stehe ich oft zwischen Hoffen und Zweifeln, zwischen Engagement für Dialog und der Notwendigkeit, klare Grenzen zu ziehen. Die bevorstehende Ausstellung „Gesichter des Friedens“ in der Heiliggeistkirche in Bern hat mir erneut gezeigt, wie schnell wohlmeinende … Wenn „Frieden“ missbraucht wird weiterlesen
Zwischen Trauma und Entmenschlichung: Reaktionen auf die Gewalt gegen Rom Braslavski
Rom Braslavski überlebte zwei Jahre Geiselhaft in Gaza, erlitt Folter, Erniedrigung und sexualisierte Gewalt – als männlicher Überlebender spricht er erstmals öffentlich darüber. Doch während sein Zeugnis Mut und Resilienz zeigt, offenbaren die Reaktionen in den sozialen Medien erschütternde Muster von Leugnung, Spott und Entmenschlichung. Dieser Artikel beleuchtet nicht nur seine Erfahrungen, sondern auch die … Zwischen Trauma und Entmenschlichung: Reaktionen auf die Gewalt gegen Rom Braslavski weiterlesen
Cree-Trommeln in Jerusalem: Wie indigene Solidarität mit Jüdinnen und Juden zur Projektionsfläche wird
In Jerusalem tanzen Cree – indigene Menschen aus Nordamerika – vor dem Jaffator. Sie trommeln, singen, beten: ein Ausdruck von Solidarität mit dem jüdischen Volk. Was als Geste des Respekts und der Verbundenheit gedacht ist, ruft im Netz wütende Kommentare hervor – voller Projektionen, Schuldumkehr und kolonialer Reflexe.Wie kann es sein, dass zwei Völker mit … Cree-Trommeln in Jerusalem: Wie indigene Solidarität mit Jüdinnen und Juden zur Projektionsfläche wird weiterlesen
Ein Aufkleber zu viel
Heute bin ich in der Stadt an etwas vorbeigegangen, das mich tief getroffen hat.Ein Sticker, über ein Geiselplakat geklebt – und plötzlich wurde sichtbar, wie schnell Menschlichkeit verloren gehen kann, wenn Ideologien den Blick verstellen.Ich bin müde von zwei Jahren Entmenschlichung.Das, was einmal Antifaschismus heißen sollte, hat sich in sein Gegenteil verkehrt. Ich war heute … Ein Aufkleber zu viel weiterlesen
Vom „Ceasefire“ zur Gewalt – wie die Palästina-Solidarität eine neue Stufe der Radikalisierung erreicht hat
Zwei Jahre lang hallte ‚Ceasefire now‘ durch Europas Straßen. Jetzt zeigen Plakate, Demo‑Parolen und Campus‑Posts ein anderes Gesicht: Teile der Bewegung fordern offen das Ende des jüdischen Staates — und in einigen Fällen auch den Tod von Andersdenkenden. Dieser Text dokumentiert die Belege und fragt: Was bleibt vom humanitären Argument, wenn die lautesten Stimmen das … Vom „Ceasefire“ zur Gewalt – wie die Palästina-Solidarität eine neue Stufe der Radikalisierung erreicht hat weiterlesen