Ich schreibe diesen Text nicht, weil ich Streit suche. Sondern weil ich Klarheit möchte.Es kann nicht sein, dass in einer Bewegung, die Freiheit, Vielfalt und Gerechtigkeit für sich beansprucht, jüdische Stimmen nur dann gehört werden, wenn sie eine bestimmte politische Haltung vertreten.Ich respektiere, dass das Kollektiv Doykait seine Erfahrungen gemacht hat. Aber ihre Erfahrungen sind … Antizionismus als Eintrittskarte: Eine Antwort an Doykait weiterlesen
Israel
Offener Brief an die Veranstaltenden und Unterstützenden der Demonstration vom 21. Juni 2025 in Bern
VorwortIch habe hin- und herüberlegt, ob ich diesen Brief schreiben soll. Aber das, was dort am 21. Juni 2025 in Bern geschehen ist, kann und will ich nicht unkommentiert lassen. Dieser Brief ist Ausdruck meiner tiefen Betroffenheit, aber auch meines klaren Widerspruchs – gegen Heuchelei, gegen Hass und gegen das Schweigen dort, wo Solidarität versprochen … Offener Brief an die Veranstaltenden und Unterstützenden der Demonstration vom 21. Juni 2025 in Bern weiterlesen
Token-Juden und Trigger-Wörter: Die gefährliche Rolle antizionistischer ‚jüdischer‘ Gruppen
Ich habe Freundschaften verloren. Menschen, mit denen ich dachte, gemeinsame Werte zu teilen – Gerechtigkeit, Solidarität, Achtsamkeit gegenüber Diskriminierung. Nach dem 7. Oktober 2023 aber war es plötzlich still. Oder schlimmer: Wer sprach, verwies auf Gruppen wie „Jewish Voice for Peace“, das „Kollektiv Doykait“ oder die „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden“. Plötzlich galten nur … Token-Juden und Trigger-Wörter: Die gefährliche Rolle antizionistischer ‚jüdischer‘ Gruppen weiterlesen
Von Zürich bis Bern: wo Solidarität endet
Ich war nicht dort. Nicht auf der Pride in Zürich, nicht auf der Gaza-Demo in Bern. Eine Operation, Heilung, körperliche Grenze. Doch was ich gesehen habe – auf Fotos, in Berichten, durch Freund*innen – hat mich sprachlos gemacht. Und wütend. Zwei Veranstaltungen, beide am selben Tag. Zwei Orte, die sich selbst als inklusiv, gerecht, solidarisch … Von Zürich bis Bern: wo Solidarität endet weiterlesen
For Those Sheltering Tonight
A poem for those we hold in our hearts Tonight, our hearts sit with yoursin stairwells or safe rooms,counting minutes between sirens. From far away,our hearts press close—breath held with yours,pulse matching your fear,our thoughts movingthrough stone and skyto sit beside youin the small spacewhere you waitfor silence to return. We imagine your handscupped around … For Those Sheltering Tonight weiterlesen
Wenn Symbole Angst machen: Die Geschichte der Kufiya und ihrer Wirkung
Es passiert immer wieder. Ich gehe auf eine Pride, einen 1.-Mai-Marsch, einen feministischen Streik oder eine Veranstaltung zum Klimaschutz - oder einfach nur Einkaufen oder bin unterwegs zur Arbeit. Und plötzlich sehe ich sie: die Kufiya.Oft nicht nur vereinzelt, sondern in Gruppen. Menschen mit Kufiya um den Hals, als Kopftuch, als Statement. Und oft, wie … Wenn Symbole Angst machen: Die Geschichte der Kufiya und ihrer Wirkung weiterlesen
Stern im Herzen
intifadaheisst nicht freiheitheisst nicht widerstandheisst nicht stimme der entrechteten intifadaheisst: steine auf kinder werfenbusse in die luft sprengencafés in blut tränkenschulwege verminenfamilien zerreissen intifadabedeutet: du bist jüdisch – also Zielalso Opferalso nicht Menschsondern Symbolfür ihren Hass intifadawollen sie globalisierenihre Parolenihre Bombenihren Todweltweit und sie rufen esmitten in unseren Strassenfrom the river to the seaund meinen … Stern im Herzen weiterlesen
Psalm der zerbrochenen Tage
Du Ewiger, sie standen bereit,Yaron und Sarah –Liebende unter offenem Himmel,vor dem Haus der Erinnerung,Doch der Tod wartete,nicht schweigend,sondern rufend:„Free Palestine“,mit einem Tuch,das nicht für Heimat steht,sondern für Hass. Was war ihr Verbrechen,diese zwei,deren einziges Vergehenihre Liebe warund ihr jüdischer Name? Zwei Tage danachzogen sie durch Bern,nicht in Trauer,nicht in Demut.Sie schrien die alten Wortein … Psalm der zerbrochenen Tage weiterlesen
Zionisten, keine Juden!
Eigentlich wollte ich über etwas anderes posten. Da sind noch Bewerbungen, die geschrieben werden wollen, ein Podiumsgespräch muss zu Ende vorbereitet werden und Prüfungen liegen an. Doch dann kam gestern die Nachricht des Doppelmordes an Yaron Lischinsky und Sarah Milgrim. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel, hat mich diese Nachricht geschockt, geschmerzt, und den Tag … Zionisten, keine Juden! weiterlesen
Eurovision Roundup
Es ist Montag, der ESC ist vorbei, und was bleibt? Was bleibt zu sagen? The good, the bad, and the ugly? Es war bunt, es war laut – viele Menschen, Musik, wunderbares Wetter, und wären die Randalemacher nicht gewesen, hätte alles wunderbar laufen können. Yuval hat den offiziellen ersten Platz nicht belegt – und dennoch … Eurovision Roundup weiterlesen