Dieses Lied kennen viele. Es wird im Gottesdienst gesungen, im Religionsunterricht, am Lagerfeuer. Es klingt schlicht, fast naiv. Und vielleicht gerade deshalb wird es oft belächelt oder nicht mehr ganz ernst genommen. Kum ba yah, my Lord gilt vielen als harmloses Gemeinschaftslied – gut gemeint, aber theologisch wenig anspruchsvoll. Ein Blick ins Reformiertes Gesangbuch verstärkt … Kolonialismus im Schweizer reformierten Kirchengesangbuch weiterlesen
Kirche/Gottesdienst
Kirche, Gewissen und Macht: Warum die AfD kein Partner der Kirche sein kann
Was derzeit in Sachsen-Anhalt geschieht, ist kein regionales Randthema.Der kirchenpolitische Kurs der AfD zeigt exemplarisch, wie autoritäre Parteien Religion instrumentalisieren, Zivilgesellschaft schwächen und demokratische Bildung angreifen wollen. Dieser Beitrag fragt nicht parteipolitisch, sondern theologisch:Was bedeutet es für Kirche, Gewissen und Glauben, wenn eine Partei beginnt, über „authentischen“ Glauben zu urteilen – und kirchlichen Widerspruch sanktioniert? … Kirche, Gewissen und Macht: Warum die AfD kein Partner der Kirche sein kann weiterlesen
Sehen lernen durch Gottes Nähe: Predigt zu Lukas 18,35-43
Der biblische Text heute erzählt von einem Menschen am Rand,von einer Stimme, die sich Gehör verschafft,und von einem Gott,der stehen bleibt und fragt. Sehen lernen durch Gottes Nähe –darum geht es in diesem Gottesdienst.Nicht um richtige Antworten,sondern um offene Augen,um aufmerksames Hörenund um Vertrauen,das wachsen darf. Gebet vor der Schriftlesung Ewiger Gott,wir sind bereit zu … Sehen lernen durch Gottes Nähe: Predigt zu Lukas 18,35-43 weiterlesen
Zwischen Einheit und Ausschluss: Eine theologische Lektüre
In den vergangenen Tagen wurde ein Statement der Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem veröffentlicht, das Fragen nach Einheit, Repräsentation und theologischer Autorität im Heiligen Land aufwirft. Doch Sprache beschreibt nicht nur, sie formt auch die Wirklichkeit. Dieser Text liest das Statement theologisch, historisch und pastoral. Er fragt nach den impliziten Abgrenzungen, nach dem Umgang mit … Zwischen Einheit und Ausschluss: Eine theologische Lektüre weiterlesen
Geliebt – bevor der Weg beginnt
Predigt zu Matthäus 3,13–171 aus dem heutigen Gottesdienst in der reformierten Kirche Aegerten Man könnte diesen Text schnell erzählen.Jesus kommt an den Jordan. Johannes tauft. Der Himmel öffnet sich. Eine Stimme spricht.So kennen wir ihn. Und doch stolpert man, wenn man innehält. Warum eigentlich lässt Jesus sich taufen? Johannes stolpert jedenfalls.Er hält inne.Er widerspricht.„Ich müsste … Geliebt – bevor der Weg beginnt weiterlesen
Predigt zur Christnacht
Es ist jedes Jahr dieselbe Geschichte.Maria und Josef.Der Weg nach Bethlehem.Das Kind in der Krippe. Wir kennen sie gut. Wir haben sie oft gehört.Und doch kommen wir jedes Jahr wieder – gerade an diesem Abend.Vielleicht, weil diese Geschichte etwas berührt,das in uns nicht alt wird:unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt.Nach Liebe, die trägt.Nach einem Gott, … Predigt zur Christnacht weiterlesen
In der Dunkelheit: Licht, Freude und Frieden – Predigt zum 4. Advent
In diesen Tagen werden an vielen Fenstern kleine Lichter entzündet.Nicht alle auf einmal.Nicht grell.Sondern eines.Und am nächsten Abend ein weiteres. Es ist Chanukkah, ein jüdisches Fest, das davon erzählt, dass Licht nicht alles verändern muss, um dennoch zu leuchten. Ein Fest, das davon lebt, dass man Licht anzündet, obwohl man weiß, dass es nicht für immer reicht. … In der Dunkelheit: Licht, Freude und Frieden – Predigt zum 4. Advent weiterlesen
Ewigkeitssonntag: Siehe, ich mache alles neu.
Manchmal sitze ich am Abend am Fenster und schaue einfach nur ins Dunkel. Die Lichter unten in der Stadt, das Rauschen in den Bäumen. Und ich merke: Die Welt ist schön und schwer zugleich. Beides. In allen von uns. An manchen Tagen aber wird die Schwere übermächtig.Wenn ein Mensch fehlt.Wenn ein Stuhl leer bleibt und … Ewigkeitssonntag: Siehe, ich mache alles neu. weiterlesen
Woran erkennen wir das Reich Gottes? Predigt zum 9. November
Es gibt Tage im Jahr,an denen Geschichte ganz dicht wird.Tage, an denen man spürt:Da ist etwas geschehen, das sich in die Welt eingeschrieben hat.Der 9. November ist so ein Tag. Ein Datum, das in sich schon Spannung trägt.Da ist der 9. November 1938 –die Nacht, in der in Deutschland Synagogen brannten, jüdische Geschäfte zerstört wurden, … Woran erkennen wir das Reich Gottes? Predigt zum 9. November weiterlesen
Ecclesia semper reformanda – Von der Kirche, die sich immer wieder erneuern lässt
Reformation ist kein Festtag, den man abhakt.Sie ist ein Aufatmen. Ein Innehalten. Ein Windstoß des Geistes, der Türen öffnet, die wir längst verriegelt glaubten.Sie fragt: Wo ist Kirche versteinert? Wo bin ich es selbst?Und sie flüstert: Ecclesia semper reformanda – Kirche, wach auf. Werde neu. Was wäre, wenn Reformation kein Ereignis von 1517 wäre – … Ecclesia semper reformanda – Von der Kirche, die sich immer wieder erneuern lässt weiterlesen