Was derzeit in Sachsen-Anhalt geschieht, ist kein regionales Randthema.Der kirchenpolitische Kurs der AfD zeigt exemplarisch, wie autoritäre Parteien Religion instrumentalisieren, Zivilgesellschaft schwächen und demokratische Bildung angreifen wollen. Dieser Beitrag fragt nicht parteipolitisch, sondern theologisch:Was bedeutet es für Kirche, Gewissen und Glauben, wenn eine Partei beginnt, über „authentischen“ Glauben zu urteilen – und kirchlichen Widerspruch sanktioniert? … Kirche, Gewissen und Macht: Warum die AfD kein Partner der Kirche sein kann weiterlesen
allgemein
Sehen lernen durch Gottes Nähe: Predigt zu Lukas 18,35-43
Der biblische Text heute erzählt von einem Menschen am Rand,von einer Stimme, die sich Gehör verschafft,und von einem Gott,der stehen bleibt und fragt. Sehen lernen durch Gottes Nähe –darum geht es in diesem Gottesdienst.Nicht um richtige Antworten,sondern um offene Augen,um aufmerksames Hörenund um Vertrauen,das wachsen darf. Gebet vor der Schriftlesung Ewiger Gott,wir sind bereit zu … Sehen lernen durch Gottes Nähe: Predigt zu Lukas 18,35-43 weiterlesen
Wenn Kritik zur Diffamierung wird: Über Theologie, Sprache – und die Verantwortung, wahrhaftig zu bleiben
Ich schreibe diesen Text nicht, um einen publizistischen Schlagabtausch zu führen.Ich schreibe ihn auch nicht, um eine Zeitung oder einen Autor öffentlich „vorzuführen“. Ich schreibe, weil hier etwas exemplarisch sichtbar wird, das über meine Person hinausgeht:der Unterschied zwischen legitimer theologischer Kritik und persönlicher Diffamierung –zwischen Streit um Inhalte und einem Ton, der Menschen herabsetzt, verzerrt … Wenn Kritik zur Diffamierung wird: Über Theologie, Sprache – und die Verantwortung, wahrhaftig zu bleiben weiterlesen
Wenn Kritik abwertend wird: Über Sprache, Glauben und Ableismus
Sprache prägt Denken, Wahrnehmung und Glauben – oft mehr, als wir wahrnehmen. In einem aktuellen Video von Johannes Hartl fällt die Formulierung vom „amputierten Glauben“, um liberale Theologie zu kritisieren. Auf den ersten Blick mag es nur ein Bild sein. Doch beim genaueren Hinsehen wird deutlich, wie Worte unbeabsichtigt verletzen und gesellschaftlich tief verankerte Muster … Wenn Kritik abwertend wird: Über Sprache, Glauben und Ableismus weiterlesen
Warum ICE-Kritik so oft bei Israel endet
Ein Bild eines fünfjährigen Kindes, krank und festgenommen durch ICE, zeigt, was wir längst wissen: In den USA geschieht strukturelle Gewalt gegen Kinder, Familien und marginalisierte Gruppen. Doch die Debatte driftet oft sofort ab – hin zu Israel, zum IDF, zu „den Juden“. Dieses Opinion Piece untersucht, warum das passiert, wie historische Verantwortung verdrängt wird … Warum ICE-Kritik so oft bei Israel endet weiterlesen
ICE, Slave Patrols und der Reflex der Gestapo: Eine kritische Analyse
Die folgende Analyse beschäftigt sich mit dem US-amerikanischen Immigrations- und Grenzvollzug, verkörpert durch ICE, und den historischen Strukturen, aus denen er hervorgeht. Häufig wird in öffentlichen Debatten reflexhaft auf den Nationalsozialismus verwiesen, um die Gewalt und die Praktiken von ICE zu beschreiben. Diese Analogien sind emotional verständlich, doch sie verschleiern die tief verwurzelte Geschichte amerikanischer Gewalt, … ICE, Slave Patrols und der Reflex der Gestapo: Eine kritische Analyse weiterlesen
Gedenken heißt wütend bleiben
Es ist Holocaust Remembrance Day.Und ich weiß kaum, was ich sagen soll. Die einen wissen nicht mehr, was dieser Tag ist.Warum es ihn gibt.Was damals überhaupt passiert ist. Die anderen?Ihnen ist es egal.Oder sie sagen:Jetzt reicht’s doch mal.Man müsse aufhören.Mit dem Erinnern.Mit der Schuld.Mit dem Gedenken. Dann gibt es die Worte.Die Posts.Das viele „Nie wieder“.So … Gedenken heißt wütend bleiben weiterlesen
Festgenommen auf eigenem Land – Wie ICE Angst, Gewalt und Rassismus normalisiert
In den USA werden nicht nur Migrant:innen, sondern auch US-Bürger:innen terrorisiert – von Bundesbehörden, die Kinder einschüchtern, Familien trennen und Native Americans ihrer Rechte berauben. Dieses systematische Vorgehen zeigt: Gewalt wird akzeptiert, Gleichgültigkeit belohnt, Bejubelung macht mitschuldig. Ein persönlicher Blick auf die Realität hinter den Schlagzeilen. Einleitung – Warum mich das betrifft Ich schreibe diesen … Festgenommen auf eigenem Land – Wie ICE Angst, Gewalt und Rassismus normalisiert weiterlesen
Zwischen Einheit und Ausschluss: Eine theologische Lektüre
In den vergangenen Tagen wurde ein Statement der Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem veröffentlicht, das Fragen nach Einheit, Repräsentation und theologischer Autorität im Heiligen Land aufwirft. Doch Sprache beschreibt nicht nur, sie formt auch die Wirklichkeit. Dieser Text liest das Statement theologisch, historisch und pastoral. Er fragt nach den impliziten Abgrenzungen, nach dem Umgang mit … Zwischen Einheit und Ausschluss: Eine theologische Lektüre weiterlesen
Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden
Ein Kommentar unter einem Demoaufruf in Winterthur lautet:„Bondi Beach war erst der Anfang. Lang lebe die Intifada.“ Nur wenige Wochen nach einem antisemitischen Terroranschlag, bei dem während einer Chanukka-Feier 15 Menschen ermordet wurden, wird Gewalt offen gefeiert – mitten in Europa, mitten in der Öffentlichkeit. Dieser Text setzt sich mit der Sprache, den Symbolen und … Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden weiterlesen