Das ist kein Protest – das ist Terrorromantik. Ein Kommentar.

An der Monbijoubrücke in Bern prangen in roter Farbe neue antisemitische Parolen: „Globalize the Intifada“, „Abolish Zionism“, Hamasdreiecke. Das ist kein Protest, kein Aktivismus, kein politischer Diskurs. Das ist die Verherrlichung von Terror – und der Versuch, jüdisches Leben einzuschüchtern. Ein Kommentar darüber, warum solche Worte blutig sind und warum ihre Urheber genau wissen, was … Das ist kein Protest – das ist Terrorromantik. Ein Kommentar. weiterlesen

Von Chats zu Mauern: Der alltägliche Hass

Ein Kind sagt nur: ‚Ja, ich bin jüdisch.‘Und plötzlich fliegen die Worte wie Messer durch den Chat.Wenige Tage später prangen Hassparolen auf Brücken und Wänden.Antisemitismus ist nicht irgendwo, er ist hier – sichtbar, laut, erschütternd.Wer wegschaut, macht sich mitschuldig. Dieser Artikel zeigt, was passiert, warum es passiert – und was es mit uns allen zu … Von Chats zu Mauern: Der alltägliche Hass weiterlesen

Wenn „Frieden“ missbraucht wird

Manchmal ist die Enttäuschung über die Kirche größer als die Freude an ihren Fortschritten. Als Pfarrerin, die Jüdin ist, stehe ich oft zwischen Hoffen und Zweifeln, zwischen Engagement für Dialog und der Notwendigkeit, klare Grenzen zu ziehen. Die bevorstehende Ausstellung „Gesichter des Friedens“ in der Heiliggeistkirche in Bern hat mir erneut gezeigt, wie schnell wohlmeinende … Wenn „Frieden“ missbraucht wird weiterlesen

Antisemitismus von der Antike bis heute: Sexualisierte Diffamierung, moralische Panik und gesellschaftliche Projektion

In Biel wurden kürzlich die Türen der Synagoge mit pornografischem Material beschmutzt. Auf den ersten Blick mag es wie eine willkürliche Provokation erscheinen, doch wer die Geschichte kennt, erkennt ein Muster: Seit der Antike werden Juden sexualisiert diffamiert, moralisch degradiert und als Bedrohung der Gesellschaft dargestellt. Dieser Artikel beleuchtet die Ursprünge dieser Mythen, ihre Entwicklung … Antisemitismus von der Antike bis heute: Sexualisierte Diffamierung, moralische Panik und gesellschaftliche Projektion weiterlesen

Woran erkennen wir das Reich Gottes? Predigt zum 9. November

Es gibt Tage im Jahr,an denen Geschichte ganz dicht wird.Tage, an denen man spürt:Da ist etwas geschehen, das sich in die Welt eingeschrieben hat.Der 9. November ist so ein Tag. Ein Datum, das in sich schon Spannung trägt.Da ist der 9. November 1938 –die Nacht, in der in Deutschland Synagogen brannten, jüdische Geschäfte zerstört wurden, … Woran erkennen wir das Reich Gottes? Predigt zum 9. November weiterlesen

Cree-Trommeln in Jerusalem: Wie indigene Solidarität mit Jüdinnen und Juden zur Projektionsfläche wird

In Jerusalem tanzen Cree – indigene Menschen aus Nordamerika – vor dem Jaffator. Sie trommeln, singen, beten: ein Ausdruck von Solidarität mit dem jüdischen Volk. Was als Geste des Respekts und der Verbundenheit gedacht ist, ruft im Netz wütende Kommentare hervor – voller Projektionen, Schuldumkehr und kolonialer Reflexe.Wie kann es sein, dass zwei Völker mit … Cree-Trommeln in Jerusalem: Wie indigene Solidarität mit Jüdinnen und Juden zur Projektionsfläche wird weiterlesen

Ecclesia semper reformanda – Von der Kirche, die sich immer wieder erneuern lässt

Reformation ist kein Festtag, den man abhakt.Sie ist ein Aufatmen. Ein Innehalten. Ein Windstoß des Geistes, der Türen öffnet, die wir längst verriegelt glaubten.Sie fragt: Wo ist Kirche versteinert? Wo bin ich es selbst?Und sie flüstert: Ecclesia semper reformanda – Kirche, wach auf. Werde neu. Was wäre, wenn Reformation kein Ereignis von 1517 wäre – … Ecclesia semper reformanda – Von der Kirche, die sich immer wieder erneuern lässt weiterlesen

Zwischen Himmel und Erde

Mein Tagzeitenbuch und die Kunst des Wartens Seit einigen Tagen steht meine Teetasse wieder allein auf dem Schreibtisch.Kein Stapel aus Notizzetteln daneben, kein offenes Dokument mit rot markierten Korrekturen.Nur Stille. Mein Tagzeitenbuch ist beim Verlag. Nach Monaten des Schreibens, Nachdenkens, Suchens fühlt sich das merkwürdig leer an –so, als hätte ich ein Stück meines Alltags … Zwischen Himmel und Erde weiterlesen

Ein Aufkleber zu viel

Heute bin ich in der Stadt an etwas vorbeigegangen, das mich tief getroffen hat.Ein Sticker, über ein Geiselplakat geklebt – und plötzlich wurde sichtbar, wie schnell Menschlichkeit verloren gehen kann, wenn Ideologien den Blick verstellen.Ich bin müde von zwei Jahren Entmenschlichung.Das, was einmal Antifaschismus heißen sollte, hat sich in sein Gegenteil verkehrt. Ich war heute … Ein Aufkleber zu viel weiterlesen

Nach der Gewalt in Bern: Verharmlosung, Schuldumkehr und der Ruf nach weiterer Eskalation

Am 11. Oktober 2025 eskalierte eine Demonstration in Bern, die offiziell Solidarität mit Palästina zeigen wollte, in Gewalt, Zerstörung und antisemitische Parolen. Doch nicht nur die Ereignisse selbst sind erschütternd – auch die Reaktionen der beteiligten Gruppen im Nachgang offenbaren eine gefährliche Mischung aus Schuldumkehr, Gewaltverherrlichung und selektiver Solidarität. Dieser Artikel dokumentiert i die Stellungnahmen … Nach der Gewalt in Bern: Verharmlosung, Schuldumkehr und der Ruf nach weiterer Eskalation weiterlesen