In einem kleinen Dorf, eingebettet zwischen verschneiten Hügeln, die im Winter aussahen wie grosse, weiche Daunenkissen, lebte eine ältere Frau namens Frau Matti. Ihr Haus war ein schmuckes, kleines Holzhaus mit grün gestrichenen Fensterläden und einer Bank vor der Tür, auf der im Sommer Geranien standen – und im Winter eine kleine Tasse, die Frau … Die Laterne im Fenster – eine Adventsgeschichte weiterlesen
geschichte
Jesus und die Kommentarspalten: Warum die Wahrheit manchmal unspektakulär ist
Mit Weihnachten nähern wir uns wieder der Zeit, in der Jesus in sozialen Medien neue Identitäten bekommt: palästinensisch, muslimisch, politisch instrumentalisiert. Gleichzeitig tauchen Krippen auf, die ihn inmitten von Konflikten oder als Symbol für aktuelle Debatten zeigen. Aber wie sah Jesus wirklich aus – historisch, kulturell, religiös? In diesem Artikel gehe ich den Kommentarspalten nach, … Jesus und die Kommentarspalten: Warum die Wahrheit manchmal unspektakulär ist weiterlesen
Bleierne Stille über Bern
Manchmal legt sich Stille wie eine schwere Decke über eine Stadt. Nicht die Stille des Trostes, sondern die des Wegschauens. In Bern fängt diese Stille an, Mensche zu vertreiben. Und ich muss darüber schreiben, auch wenn mir selbst fast die Worte fehlen. Ich ringe mit meinen Worten. Und jedes Mal, wenn ich denke, jetzt habe … Bleierne Stille über Bern weiterlesen
Wenn der Duft von Kürbiskuchen die Geschichte überdeckt
Wenn in den USA der Duft von Truthahn und Kürbiskuchen durchs Land zieht, erzählt man sich gern die alte Geschichte vom harmonischen Festmahl zwischen Siedlern und Wampanoag – eine Geschichte voller Wärme, Lächeln und vermeintlicher Freundschaft. Doch hinter dieser glänzenden Oberfläche liegt eine Wahrheit, die selten ausgesprochen wird und doch weiterlebt: eine Wahrheit aus Feuer, … Wenn der Duft von Kürbiskuchen die Geschichte überdeckt weiterlesen
November in Europa
Es ist November in Europa.Das, was einst Warnung war, ist Wirklichkeit geworden.Erinnerung ohne Empathie ist leer – und „Nie wieder“ bedeutet nichts, wenn wir nicht jetzt handeln. November in Europa „Es hieß doch: Nie wieder Ohnmacht.Es wird Oktober in Europa.Stolpersteine werden dieses Jahr nicht mehr geputzt.Und der Kanzler hört sich so bestürzt an,danach trinkt er … November in Europa weiterlesen
Cree-Trommeln in Jerusalem: Wie indigene Solidarität mit Jüdinnen und Juden zur Projektionsfläche wird
In Jerusalem tanzen Cree – indigene Menschen aus Nordamerika – vor dem Jaffator. Sie trommeln, singen, beten: ein Ausdruck von Solidarität mit dem jüdischen Volk. Was als Geste des Respekts und der Verbundenheit gedacht ist, ruft im Netz wütende Kommentare hervor – voller Projektionen, Schuldumkehr und kolonialer Reflexe.Wie kann es sein, dass zwei Völker mit … Cree-Trommeln in Jerusalem: Wie indigene Solidarität mit Jüdinnen und Juden zur Projektionsfläche wird weiterlesen
Ecclesia semper reformanda – Von der Kirche, die sich immer wieder erneuern lässt
Reformation ist kein Festtag, den man abhakt.Sie ist ein Aufatmen. Ein Innehalten. Ein Windstoß des Geistes, der Türen öffnet, die wir längst verriegelt glaubten.Sie fragt: Wo ist Kirche versteinert? Wo bin ich es selbst?Und sie flüstert: Ecclesia semper reformanda – Kirche, wach auf. Werde neu. Was wäre, wenn Reformation kein Ereignis von 1517 wäre – … Ecclesia semper reformanda – Von der Kirche, die sich immer wieder erneuern lässt weiterlesen
Vom „Ceasefire“ zur Gewalt – wie die Palästina-Solidarität eine neue Stufe der Radikalisierung erreicht hat
Zwei Jahre lang hallte ‚Ceasefire now‘ durch Europas Straßen. Jetzt zeigen Plakate, Demo‑Parolen und Campus‑Posts ein anderes Gesicht: Teile der Bewegung fordern offen das Ende des jüdischen Staates — und in einigen Fällen auch den Tod von Andersdenkenden. Dieser Text dokumentiert die Belege und fragt: Was bleibt vom humanitären Argument, wenn die lautesten Stimmen das … Vom „Ceasefire“ zur Gewalt – wie die Palästina-Solidarität eine neue Stufe der Radikalisierung erreicht hat weiterlesen
7. Oktober – Zwei Jahre später
Es ist Sukkot – das Fest der Hütten, des Lichts, der Zerbrechlichkeit und der Hoffnung.Und es ist der 7. Oktober.Zwei Jahre ist es her, seit jener Tag kam, der alles veränderte – der in den jüdischen Kalender eingebrannt ist, weil er ausgerechnet an Simchat Tora fiel, am Ende von Sukkot, dem Fest der Freude. In … 7. Oktober – Zwei Jahre später weiterlesen
Die Sudra: Uralte jüdische Kopfbedeckung zwischen Tradition, Geschichte und Spiritualität
Die Sudra (סודרא) ist weit mehr als ein Stück Stoff. Sie ist ein Symbol, das tief in der Geschichte des israelitisch-jüdischen Alltags verwurzelt ist, ein Zeichen von Identität, religiöser Zugehörigkeit und kultureller Kontinuität. Von der Antike bis in die Gegenwart erzählt das Kopftuch Geschichten von Schutz, sozialer Position und dem Leben unter wechselnden Herrschaftssystemen, einschließlich … Die Sudra: Uralte jüdische Kopfbedeckung zwischen Tradition, Geschichte und Spiritualität weiterlesen