Oder: Von der Treue zu einem Buch und der Treue zu Gott Eine Bibel mit Regenbogencover.Eine Rezension nennt sie „Satansbibel“.Andere sprechen von „nicht bibeltreu“. Das alles wegen eines Symbols, das älter ist als jede aktuelle Debatte.Wegen eines Zeichens des Bundes.Wegen der Frage, wem oder was unsere Treue gilt. Dieser Text ist kein Angriff auf Frömmigkeit.Er … Was heißt eigentlich „bibeltreu“? weiterlesen
Gott
Crans-Montana | Prophetische Warnung oder problematische Instrumentalisierung von Leid?
In der Silvesternacht 2025/26 erschütterte ein verheerendes Feuer Crans-Montana. Während die Gemeinde trauert, kursiert auf YouTube ein Video, das das Unglück als prophetische Warnung deutet. In diesem Beitrag werfe ich einen kritischen Blick auf die theologische, pastorale und spirituelle Dimension solcher Deutungen: Wie werden Leid und Katastrophe instrumentalisert? Welche Risiken entstehen für Angehörige und Überlebende? … Crans-Montana | Prophetische Warnung oder problematische Instrumentalisierung von Leid? weiterlesen
Geliebt – bevor der Weg beginnt
Predigt zu Matthäus 3,13–171 aus dem heutigen Gottesdienst in der reformierten Kirche Aegerten Man könnte diesen Text schnell erzählen.Jesus kommt an den Jordan. Johannes tauft. Der Himmel öffnet sich. Eine Stimme spricht.So kennen wir ihn. Und doch stolpert man, wenn man innehält. Warum eigentlich lässt Jesus sich taufen? Johannes stolpert jedenfalls.Er hält inne.Er widerspricht.„Ich müsste … Geliebt – bevor der Weg beginnt weiterlesen
Raum für Trauer: Nationaler Trauertag Crans-Montana
Heute entzünden wir ein stilles Licht des Gedenkens. Wir halten inne bei den Opfern von Crans-Montana, bei den Hinterbliebenen und allen, die trauern. In diesem virtuellen Raum der Gedanken und Gebete können wir Trauer teilen, Nähe spüren und die leisen Lichter der Hoffnung leuchten lassen – ein Moment der Stille, der trägt. Heute ist der … Raum für Trauer: Nationaler Trauertag Crans-Montana weiterlesen
In Gottes Hände
Ewiger, Quelle des Lebens,wir legen dieses Jahr in deine Hände.Es war, wie es war –nicht alles leicht, nicht alles klar.Wir halten nichts zurück,verschönern nichts,polieren nichts auf –alles darf so gehen, wie es war. Danke für die Tage des Lichts,für Lachen und Begegnungen,für das Kleine, das uns getragen hat,für das Große, das uns gelehrt hat. Und … In Gottes Hände weiterlesen
Erneuerung ohne Bruch: „Siehe, ich mache alles neu“ – die Jahreslosung gelesen mit offenen Augen
„Siehe, ich mache alles neu.“Die Jahreslosung 2026 klingt wie ein Satz voller Hoffnung. Doch was heißt das – neu? Und wer spricht hier eigentlich? Dieser Satz ist alles andere als harmlos. Er berührt Fragen von Erinnerung und Verheißung, von Treue und Geschichte, von Hoffnung ohne Verdrängung. Als Jüdin und reformierte Pfarrerin lese ich die Jahreslosung … Erneuerung ohne Bruch: „Siehe, ich mache alles neu“ – die Jahreslosung gelesen mit offenen Augen weiterlesen
Predigt zur Christnacht
Es ist jedes Jahr dieselbe Geschichte.Maria und Josef.Der Weg nach Bethlehem.Das Kind in der Krippe. Wir kennen sie gut. Wir haben sie oft gehört.Und doch kommen wir jedes Jahr wieder – gerade an diesem Abend.Vielleicht, weil diese Geschichte etwas berührt,das in uns nicht alt wird:unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt.Nach Liebe, die trägt.Nach einem Gott, … Predigt zur Christnacht weiterlesen
Licht und Weg
Diese Woche ist eine besondere Woche.Eine Woche, in der Lichter entzündet werden –nicht, weil alles hell wäre,sondern weil es dunkel ist. Die jüdische Feier Chanukka erzählt von einem Licht,das eigentlich nicht reichen sollte.Ein kleines Gefäß Öl,gedacht für einen einzigen Tag.Kein Vorrat, keine Sicherheit,kein Plan B.Und doch brennt es weiter.Tag für Tag. Nicht, weil jemand stärker … Licht und Weg weiterlesen
Ewigkeitssonntag: Siehe, ich mache alles neu.
Manchmal sitze ich am Abend am Fenster und schaue einfach nur ins Dunkel. Die Lichter unten in der Stadt, das Rauschen in den Bäumen. Und ich merke: Die Welt ist schön und schwer zugleich. Beides. In allen von uns. An manchen Tagen aber wird die Schwere übermächtig.Wenn ein Mensch fehlt.Wenn ein Stuhl leer bleibt und … Ewigkeitssonntag: Siehe, ich mache alles neu. weiterlesen
Woran erkennen wir das Reich Gottes? Predigt zum 9. November
Es gibt Tage im Jahr,an denen Geschichte ganz dicht wird.Tage, an denen man spürt:Da ist etwas geschehen, das sich in die Welt eingeschrieben hat.Der 9. November ist so ein Tag. Ein Datum, das in sich schon Spannung trägt.Da ist der 9. November 1938 –die Nacht, in der in Deutschland Synagogen brannten, jüdische Geschäfte zerstört wurden, … Woran erkennen wir das Reich Gottes? Predigt zum 9. November weiterlesen