Dieser Text ist in zwei Teilen geschrieben.Er beginnt dort, wo wir eigentlich alle beginnen sollten: bei der Tragödie von Crans-Montana, bei den Opfern, bei der Trauer, beim Mitgefühl mit den Betroffenen und ihren Familien. Erst danach wendet er sich dem zu, was mich erschüttert hat: wie schnell inmitten von Leid und Solidarität antisemitische Erzählungen, Verdächtigungen … Crans-Montana: Tragödie, Mitgefühl – und was danach geschah weiterlesen
Schweiz
Bleierne Stille über Bern
Manchmal legt sich Stille wie eine schwere Decke über eine Stadt. Nicht die Stille des Trostes, sondern die des Wegschauens. In Bern fängt diese Stille an, Mensche zu vertreiben. Und ich muss darüber schreiben, auch wenn mir selbst fast die Worte fehlen. Ich ringe mit meinen Worten. Und jedes Mal, wenn ich denke, jetzt habe … Bleierne Stille über Bern weiterlesen
Wenn Antisemitismus an den Türen der Synagoge klebt
In Zürich sind in den letzten Tagen antisemitische Plakate aufgetaucht – nicht nur an Tramhaltestellen, sondern auch direkt an den Türen der großen Synagoge an der Löwenstraße. Was wie ein politisches Statement gegen Israel aussehen könnte, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als eine gezielte Einschüchterung jüdischen Lebens in der Schweiz. Die Muster, Bilder und Parolen … Wenn Antisemitismus an den Türen der Synagoge klebt weiterlesen
‚Judas verrecke‘ im SBB-Zug: Alte Hetze auf neuen Wänden
Was auf den ersten Blick wie eine hasserfüllte Schmiererei in einem Zug wirkt, ist in Wahrheit der verdichtete Ausdruck einer jahrhundertelangen Geschichte des Antisemitismus – theologisch genährt, ideologisch instrumentalisiert, und heute wieder erschreckend gegenwärtig. Dieser Artikel zeigt die tiefen Wurzeln der Parole im antijüdischen Denken der Kirche und im antisemitischen Vokabular des Nationalsozialismus – und … ‚Judas verrecke‘ im SBB-Zug: Alte Hetze auf neuen Wänden weiterlesen
Alarmstufe Rot: Antisemitische Schmierereien in der Schweiz
Es ist fünf nach zwölf. In den vergangenen Tagen sind in der Schweiz und an ihrer Grenze antisemitische Schmierereien in einer Dichte, Vielfalt und Brutalität aufgetreten, die kaum zu übertreffen ist. Was anfangs nach einzelnen Vorfällen aussah – gelbe Hakenkreuze in Graubünden, „Dachau“-Pfeile bei St. Moritz, Hassparolen in Zürich – erweist sich als ein Muster: … Alarmstufe Rot: Antisemitische Schmierereien in der Schweiz weiterlesen
Gelbe Hakenkreuze in den Alpen – und Antisemitismus mitten in Zürich
Am vergangenen Wochenende wurden in der Region St. Moritz antisemitische Schmierereien entdeckt: Auf Wanderwegen tauchten gelbe Hakenkreuze auf, dazu Richtungspfeile mit der Aufschrift „Dachau“. Nur wenige Tage später zeigte sich in Zürich ein noch drastischeres Bild: In einer Unterführung prangte ein riesiges Graffito – ein Hakenkreuz gleichgesetzt mit einem Davidstern, daneben die Worte „Judenschweine“. Das … Gelbe Hakenkreuze in den Alpen – und Antisemitismus mitten in Zürich weiterlesen
We Will Dance Again – Jüdisches Leben und Kultur in Bern in Gefahr
Seit dem 7. Oktober 2023 erleben jüdische Menschen in Bern und der Schweiz eine eskalierende Welle von Hass, Bedrohung und Ausschluss – offen sichtbar auf Social Media, in der Kultur, auf Straßen und Festivals. Gewaltphantasien, Morddrohungen, Zerstörung von Kunstwerken und Ausschlüsse aus kulturellen Räumen machen jüdisches Leben unsicher. Gleichzeitig werden diese Übergriffe oft als „künstlerische … We Will Dance Again – Jüdisches Leben und Kultur in Bern in Gefahr weiterlesen
Hier nicht. So nicht. Mit uns nicht.
Seit 650 Tagen erleben Jüdinnen und Juden in Bern eine zunehmende Atmosphäre der Einschüchterung – sichtbar auf den Strassen, spürbar im Alltag. Nun erhielt Rabbiner Josh Ahrens einen Drohbrief. Das ist keine Meinung mehr. Das ist Gewalt mit Worten. Und es ist Zeit, dass wir als Stadt, als Gesellschaft, als Mitmenschen eine klare Grenze ziehen: … Hier nicht. So nicht. Mit uns nicht. weiterlesen
„Kein Platz“ – wie sich Ausgrenzung anfühlt, wenn sie still ist
Es war ein warmer Sommerabend.Eine Freundin und ich wollten essen gehen, draußen auf einer Terrasse. Wir trugen Sommerkleider, leichte Ketten um den Hals – an jeder hing ein Davidstern. Meiner mit dem „Schema Israel“ in hebräischen Buchstaben, ihrer mit einem weiteren kleinen hebräischen Anhänger. Wir wollten uns setzen. Die Terrasse war fast leer. Es gab … „Kein Platz“ – wie sich Ausgrenzung anfühlt, wenn sie still ist weiterlesen
Zwischen berechtigter Kritik und gefährlicher Rhetorik: Eine Analyse von Mauro Poggias Reaktion auf die CICAD
In der politischen Debatte um Israel, Antisemitismus und Menschenrechte prallen immer wieder unterschiedliche Perspektiven aufeinander. Ein aktuelles Beispiel ist die scharfe Replik von Mauro Poggia auf einen Beitrag von Johanne Gurfinkiel von der CICAD. Diese Analyse versucht, die Argumente nüchtern einzuordnen – jenseits von Empörung und Polarisierung. In einem kürzlich erschienenen Beitrag warnt Johanne Gurfinkiel, … Zwischen berechtigter Kritik und gefährlicher Rhetorik: Eine Analyse von Mauro Poggias Reaktion auf die CICAD weiterlesen