Bondi Beach

Es ist Nacht,
und das Licht, das wir entzünden wollten,
zittert im Wind.
Nicht weil es schwach ist,
sondern weil die Welt bebt.

Am Rand des Meeres,
wo Freude atmen wollte,
hat der Schrecken seine Stimme erhoben.
Körper rannten,
Herzen blieben zurück.
Zeit riss auf
und ließ Menschen fallen.

Ewiger,
du kennst die Namen,
auch die, die wir noch nicht auszusprechen wagen.
Du siehst die, die bluten,
die, die verstummen,
die, die jetzt atmen und nicht wissen, wie.

Sei nahe den Suchenden,
halte die Wartenden,
umfange die,
deren Seelen heute aus dem Takt geraten sind.
Lege etwas Sanftes
zwischen Erinnerung und Gegenwart,
zwischen Geräusch und Schlaf,
zwischen Angst und nächsten Atemzug.

Und wo wir nichts mehr heilen können,
halte.
Wo wir nichts mehr erklären können,
bleibe.
Wo nichts mehr gut wird,
sei wenigstens nicht fern.

Mögen ihre Erinnerungen zum Segen werden.
Mögen die Verwundeten Heilung finden –
am Körper und an der Seele.
Mögen die Traumata gehalten werden,
wenn sie schon nicht ausgelöscht werden können.

Amen.

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