Ich schreibe diesen Text nicht aus Wut, sondern aus dem Bedürfnis nach Klarheit. Denn ich sehe, wie Worte, die aus dem tiefsten Schmerz geboren wurden, heute in einen anderen Zusammenhang gestellt werden – entleert, verschoben, umgedeutet. Worte, die nicht für sich beanspruchen, alles Leid der Welt zu beschreiben, sondern ein ganz konkretes. Und ich frage … „Never Again“ gehört nicht allen – und schon gar nicht gegen uns. weiterlesen
Antisemitismus
Wenn jüdische Kultur sich rechtfertigen muss / Quand la culture juive doit se justifier
Ein Kino sagt ab. Ein Festival sucht neue Räume. Und was wie eine kleine kulturpolitische Auseinandersetzung aussieht, entpuppt sich als Spiegel eines tieferliegenden Problems: Die schleichende Normalisierung von Antisemitismus in der kulturellen Linken – nicht brüllend, sondern konditional. Nicht aggressiv, sondern moralisch aufgeladen. Eine Analyse. Un cinéma dit non. Un festival cherche de nouveaux lieux. … Wenn jüdische Kultur sich rechtfertigen muss / Quand la culture juive doit se justifier weiterlesen
„Kein Platz“ – wie sich Ausgrenzung anfühlt, wenn sie still ist
Es war ein warmer Sommerabend.Eine Freundin und ich wollten essen gehen, draußen auf einer Terrasse. Wir trugen Sommerkleider, leichte Ketten um den Hals – an jeder hing ein Davidstern. Meiner mit dem „Schema Israel“ in hebräischen Buchstaben, ihrer mit einem weiteren kleinen hebräischen Anhänger. Wir wollten uns setzen. Die Terrasse war fast leer. Es gab … „Kein Platz“ – wie sich Ausgrenzung anfühlt, wenn sie still ist weiterlesen
Macklemore, antisemitische Narrative und das Versagen der Festivals
Auf dem Gurtenfestival 2025 tritt Macklemore auf – ein Künstler, der in seinen Songs antisemitische Stereotype bedient, den Holocaust relativiert und Terror verherrlicht. Während weltweit antisemitische Vorfälle bei Festivals zunehmen, feiern Veranstalter dies als „Kunstfreiheit“. Was steckt wirklich hinter Macklemores Texten – und warum betrifft das nicht nur die jüdische Community? Vorwort: Wenn Festivals zu … Macklemore, antisemitische Narrative und das Versagen der Festivals weiterlesen
When Criticism Turns into Demonization: Francesca Albanese, Amnesty International, and the Israeli-Palestinian Conflict
Introduction The Israeli-Palestinian conflict is one of the most complex and emotionally charged conflicts of our time. Protecting human rights remains essential—for everyone involved. Yet international engagement with this conflict is often shaped not by objectivity, but by political power struggles, bias, and polarization. Francesca Albanese, who has served since 2022 as the UN Special … When Criticism Turns into Demonization: Francesca Albanese, Amnesty International, and the Israeli-Palestinian Conflict weiterlesen
Wenn Kritik zur Dämonisierung wird: Francesca Albanese, Amnesty International und der Nahostkonflikt
Vorwort zum Blogbeitrag Der Nahostkonflikt ist eine der komplexesten und emotionalsten Konfliktlagen unserer Zeit. Dabei bleibt der Schutz der Menschenrechte unerlässlich – für alle Beteiligten. Doch der Umgang mit diesem Konflikt auf internationaler Ebene ist längst nicht nur von Sachlichkeit geprägt, sondern oft von politischen Machtspielen, Einseitigkeiten und Polarisierungen. Francesca Albanese, seit 2022 UN-Sonderberichterstatterin für … Wenn Kritik zur Dämonisierung wird: Francesca Albanese, Amnesty International und der Nahostkonflikt weiterlesen
Entre critique légitime et rhétorique dangereuse : une analyse de la réaction de Mauro Poggia à la CICAD
Dans le débat politique autour d’Israël, de l’antisémitisme et des droits humains, différentes perspectives s’affrontent régulièrement. Un exemple récent est la réplique virulente de Mauro Poggia à un article de Johanne Gurfinkiel, secrétaire général de la CICAD. Cette analyse tente de replacer les arguments avec sobriété, au-delà de l’indignation et de la polarisation. Dans un … Entre critique légitime et rhétorique dangereuse : une analyse de la réaction de Mauro Poggia à la CICAD weiterlesen
Zwischen berechtigter Kritik und gefährlicher Rhetorik: Eine Analyse von Mauro Poggias Reaktion auf die CICAD
In der politischen Debatte um Israel, Antisemitismus und Menschenrechte prallen immer wieder unterschiedliche Perspektiven aufeinander. Ein aktuelles Beispiel ist die scharfe Replik von Mauro Poggia auf einen Beitrag von Johanne Gurfinkiel von der CICAD. Diese Analyse versucht, die Argumente nüchtern einzuordnen – jenseits von Empörung und Polarisierung. In einem kürzlich erschienenen Beitrag warnt Johanne Gurfinkiel, … Zwischen berechtigter Kritik und gefährlicher Rhetorik: Eine Analyse von Mauro Poggias Reaktion auf die CICAD weiterlesen
Antizionismus als Eintrittskarte: Eine Antwort an Doykait
Ich schreibe diesen Text nicht, weil ich Streit suche. Sondern weil ich Klarheit möchte.Es kann nicht sein, dass in einer Bewegung, die Freiheit, Vielfalt und Gerechtigkeit für sich beansprucht, jüdische Stimmen nur dann gehört werden, wenn sie eine bestimmte politische Haltung vertreten.Ich respektiere, dass das Kollektiv Doykait seine Erfahrungen gemacht hat. Aber ihre Erfahrungen sind … Antizionismus als Eintrittskarte: Eine Antwort an Doykait weiterlesen
Offener Brief an die Veranstaltenden und Unterstützenden der Demonstration vom 21. Juni 2025 in Bern
VorwortIch habe hin- und herüberlegt, ob ich diesen Brief schreiben soll. Aber das, was dort am 21. Juni 2025 in Bern geschehen ist, kann und will ich nicht unkommentiert lassen. Dieser Brief ist Ausdruck meiner tiefen Betroffenheit, aber auch meines klaren Widerspruchs – gegen Heuchelei, gegen Hass und gegen das Schweigen dort, wo Solidarität versprochen … Offener Brief an die Veranstaltenden und Unterstützenden der Demonstration vom 21. Juni 2025 in Bern weiterlesen