„Siehe, ich mache alles neu.“Die Jahreslosung 2026 klingt wie ein Satz voller Hoffnung. Doch was heißt das – neu? Und wer spricht hier eigentlich? Dieser Satz ist alles andere als harmlos. Er berührt Fragen von Erinnerung und Verheißung, von Treue und Geschichte, von Hoffnung ohne Verdrängung. Als Jüdin und reformierte Pfarrerin lese ich die Jahreslosung … Erneuerung ohne Bruch: „Siehe, ich mache alles neu“ – die Jahreslosung gelesen mit offenen Augen weiterlesen
allgemein
Ruhig gesprochen, klar gemeint: Wie ein „kritisches“ Video antisemitische Schuldumkehr normalisiert
Am ersten Abend von Chanukka ereignete sich ein antisemitischer Anschlag in Australien – eine Tat, die als „act of pure evil“ bezeichnet wurde. Dr. Marco Caimi hat dazu ein Video veröffentlicht, das nicht nur das Massaker aufgreift, sondern es in einen größeren Kontext einbettet, moralische Kategorien verschiebt und antisemitische Narrative reaktiviert. In diesem Essay analysiere … Ruhig gesprochen, klar gemeint: Wie ein „kritisches“ Video antisemitische Schuldumkehr normalisiert weiterlesen
Wenn Solidarität blind wird: Christliche Führungspersönlichkeiten, der 7. Oktober und das Versagen theologischer Verantwortung
Ich schreibe diesen Text mit großer Sorge. Nicht, weil mir die politische Lage im Heiligen Land unbekannt wäre, sondern weil ich in den letzten Monaten beobachten musste, wie christliche Führungspersönlichkeiten Grenzen überschreiten, die für mich theologisch nicht verhandelbar sind. Die Aussagen der palästinensisch-christlichen Pfarrerin Sally Azar, des lutherischen Pfarrers Munther Isaac aus Bethlehem und des Präsidenten der Lutherischen … Wenn Solidarität blind wird: Christliche Führungspersönlichkeiten, der 7. Oktober und das Versagen theologischer Verantwortung weiterlesen
Predigt zur Christnacht
Es ist jedes Jahr dieselbe Geschichte.Maria und Josef.Der Weg nach Bethlehem.Das Kind in der Krippe. Wir kennen sie gut. Wir haben sie oft gehört.Und doch kommen wir jedes Jahr wieder – gerade an diesem Abend.Vielleicht, weil diese Geschichte etwas berührt,das in uns nicht alt wird:unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt.Nach Liebe, die trägt.Nach einem Gott, … Predigt zur Christnacht weiterlesen
Was wäre, wenn Jesus heute geboren würde? Über falsche Aktualisierungen, alte Motive und die Verantwortung der Krippe
In diesen Tagen taucht sie wieder auf: die Frage, was wohl geschehen würde, wenn Jesus heute geboren würde. Doch manche Antworten erzählen mehr über unsere Projektionen als über Geschichte, Theologie oder Verantwortung.Dieser Artikel widerspricht nicht aus Abwehr, sondern aus Sorge: Sorge um die Wahrhaftigkeit der Weihnachtsgeschichte – und um die Folgen von Erzählungen, in denen … Was wäre, wenn Jesus heute geboren würde? Über falsche Aktualisierungen, alte Motive und die Verantwortung der Krippe weiterlesen
Wenn religiöses Leben zur Zielscheibe wird
Manchmal fühlt es sich so an, als stünden wir kurz davor, dass manche Gruppen selbst auf Torah und Siddur am liebsten einen Boykott-Sticker kleben würden, nur weil darin das Wort „Israel“ vorkommt – oder weil jemand auf Hebräisch betet. Religiöse Praxis, jahrtausendealte Traditionen, Grundnahrungsmittel – plötzlich werden sie politisiert, markiert, gestört. Dieser Text erzählt, wie … Wenn religiöses Leben zur Zielscheibe wird weiterlesen
Wenn Tiere uns verstehen – Autismus und die besondere Verbindung zu unseren tierischen Begleitern
Manchmal sind die stillsten Begleiter die, die am tiefsten berühren. Mein Kater Newt hat mich über Jahre hinweg begleitet – nicht nur als Freund, sondern als ruhiger Anker in einer Welt voller Reize und Erwartungen. In diesem Artikel erzähle ich, warum Tiere für viele autistische Menschen mehr sind als Haustiere: Sie sind Zuhörer, Trostspender und … Wenn Tiere uns verstehen – Autismus und die besondere Verbindung zu unseren tierischen Begleitern weiterlesen
Der Weihnachtshase und die Laterne im Fenster – Eine Adventsgeschichte aus dem Dorf der kleinen Wunder
Es war wieder Advent im kleinen Dorf, das zwischen sanften Hügeln lag, die im Winter wie weiche Kissen aussahen. Die Häuser waren mit Schnee bedeckt, die Schornsteine rauchten, und die Menschen schauten jeden Morgen gespannt aus den Fenstern, ob ein bisschen Frostglitzer auf den Bäumen glitzerte. Frau Matti lebte wie immer in ihrem grünen Holzhaus. … Der Weihnachtshase und die Laterne im Fenster – Eine Adventsgeschichte aus dem Dorf der kleinen Wunder weiterlesen
Wenn Stille zum Zeichen wird
Am Montag, dem 15. Dezember, findet in Basel ein Silent Walk gegen Antisemitismus statt. Wir werden still durch die Straßen ziehen, Plakate tragen, Symbole zeigen – und sichtbar machen, dass Judenhass keinen Platz hat. Doch genau diese stille Botschaft wird provozieren: Direkt neben uns startet eine Gegendemonstration, die uns und unsere Existenz attackiert. Dieser Beitrag … Wenn Stille zum Zeichen wird weiterlesen
Die Laterne im Fenster – eine Adventsgeschichte
In einem kleinen Dorf, eingebettet zwischen verschneiten Hügeln, die im Winter aussahen wie grosse, weiche Daunenkissen, lebte eine ältere Frau namens Frau Matti. Ihr Haus war ein schmuckes, kleines Holzhaus mit grün gestrichenen Fensterläden und einer Bank vor der Tür, auf der im Sommer Geranien standen – und im Winter eine kleine Tasse, die Frau … Die Laterne im Fenster – eine Adventsgeschichte weiterlesen