Ich schreibe diesen Text nicht, um einen publizistischen Schlagabtausch zu führen.Ich schreibe ihn auch nicht, um eine Zeitung oder einen Autor öffentlich „vorzuführen“. Ich schreibe, weil hier etwas exemplarisch sichtbar wird, das über meine Person hinausgeht:der Unterschied zwischen legitimer theologischer Kritik und persönlicher Diffamierung –zwischen Streit um Inhalte und einem Ton, der Menschen herabsetzt, verzerrt … Weiterlesen Wenn Kritik zur Diffamierung wird: Über Theologie, Sprache – und die Verantwortung, wahrhaftig zu bleiben
Schlagwort: allgemein
Wenn Kritik abwertend wird: Über Sprache, Glauben und Ableismus
Sprache prägt Denken, Wahrnehmung und Glauben – oft mehr, als wir wahrnehmen. In einem aktuellen Video von Johannes Hartl fällt die Formulierung vom „amputierten Glauben“, um liberale Theologie zu kritisieren. Auf den ersten Blick mag es nur ein Bild sein. Doch beim genaueren Hinsehen wird deutlich, wie Worte unbeabsichtigt verletzen und gesellschaftlich tief verankerte Muster … Weiterlesen Wenn Kritik abwertend wird: Über Sprache, Glauben und Ableismus
Warum ICE-Kritik so oft bei Israel endet
Ein Bild eines fünfjährigen Kindes, krank und festgenommen durch ICE, zeigt, was wir längst wissen: In den USA geschieht strukturelle Gewalt gegen Kinder, Familien und marginalisierte Gruppen. Doch die Debatte driftet oft sofort ab – hin zu Israel, zum IDF, zu „den Juden“. Dieses Opinion Piece untersucht, warum das passiert, wie historische Verantwortung verdrängt wird … Weiterlesen Warum ICE-Kritik so oft bei Israel endet
ICE, Slave Patrols und der Reflex der Gestapo: Eine kritische Analyse
Die folgende Analyse beschäftigt sich mit dem US-amerikanischen Immigrations- und Grenzvollzug, verkörpert durch ICE, und den historischen Strukturen, aus denen er hervorgeht. Häufig wird in öffentlichen Debatten reflexhaft auf den Nationalsozialismus verwiesen, um die Gewalt und die Praktiken von ICE zu beschreiben. Diese Analogien sind emotional verständlich, doch sie verschleiern die tief verwurzelte Geschichte amerikanischer Gewalt, … Weiterlesen ICE, Slave Patrols und der Reflex der Gestapo: Eine kritische Analyse
Gedenken heißt wütend bleiben
Es ist Holocaust Remembrance Day.Und ich weiß kaum, was ich sagen soll. Die einen wissen nicht mehr, was dieser Tag ist.Warum es ihn gibt.Was damals überhaupt passiert ist. Die anderen?Ihnen ist es egal.Oder sie sagen:Jetzt reicht’s doch mal.Man müsse aufhören.Mit dem Erinnern.Mit der Schuld.Mit dem Gedenken. Dann gibt es die Worte.Die Posts.Das viele „Nie wieder“.So … Weiterlesen Gedenken heißt wütend bleiben
Festgenommen auf eigenem Land – Wie ICE Angst, Gewalt und Rassismus normalisiert
In den USA werden nicht nur Migrant:innen, sondern auch US-Bürger:innen terrorisiert – von Bundesbehörden, die Kinder einschüchtern, Familien trennen und Native Americans ihrer Rechte berauben. Dieses systematische Vorgehen zeigt: Gewalt wird akzeptiert, Gleichgültigkeit belohnt, Bejubelung macht mitschuldig. Ein persönlicher Blick auf die Realität hinter den Schlagzeilen. Einleitung – Warum mich das betrifft Ich schreibe diesen … Weiterlesen Festgenommen auf eigenem Land – Wie ICE Angst, Gewalt und Rassismus normalisiert
Zwischen Einheit und Ausschluss: Eine theologische Lektüre
In den vergangenen Tagen wurde ein Statement der Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem veröffentlicht, das Fragen nach Einheit, Repräsentation und theologischer Autorität im Heiligen Land aufwirft. Doch Sprache beschreibt nicht nur, sie formt auch die Wirklichkeit. Dieser Text liest das Statement theologisch, historisch und pastoral. Er fragt nach den impliziten Abgrenzungen, nach dem Umgang mit … Weiterlesen Zwischen Einheit und Ausschluss: Eine theologische Lektüre
Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden
Ein Kommentar unter einem Demoaufruf in Winterthur lautet:„Bondi Beach war erst der Anfang. Lang lebe die Intifada.“ Nur wenige Wochen nach einem antisemitischen Terroranschlag, bei dem während einer Chanukka-Feier 15 Menschen ermordet wurden, wird Gewalt offen gefeiert – mitten in Europa, mitten in der Öffentlichkeit. Dieser Text setzt sich mit der Sprache, den Symbolen und … Weiterlesen Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden
Januar im Westen
Es ist warm hier, die Heizungen laufenWLAN stabil, man kann alles gut glaubenDie Stadt voller Plakate, Moral in NeonAlle wissen genau, wer heute der Feind ist schon Jede Woche Parolen, jede Woche GeschreiFahnen im Wind, alles „Free“, alles „Fight“Und ich steh daneben und merk irgendwannDass ihr sehr laut seid – aber nur dann In Zürich … Weiterlesen Januar im Westen
XX = WOMAN? Warum normierte Weiblichkeit Gewalt erzeugt
In einem Bild von Frauen, das auf den ersten Blick Vielfalt zeigt, wird tatsächlich viel ausgelöscht: Trans, inter, queer, alte, kinderlose, schwarze, indigene Weiblichkeiten. Dieser Text analysiert, wie solche Bilder Biologie, Macht und koloniale Vorstellungen verbinden – und warum Safe Spaces mehr als Symbolik brauchen. 1. Der Moment, in dem ein Safe Space bricht Ich … Weiterlesen XX = WOMAN? Warum normierte Weiblichkeit Gewalt erzeugt