Wie jüdische Selbstvertretung delegitimiert wird, Teil 2

Ein Lehrstück über strukturellen Antisemitismus im öffentlichen Diskurs In der „Tribune de Genève“ erschien kürzlich unter der Rubrik „Lettre du jour“ ein Beitrag von Dominique Ziegler, der sich gegen die Subventionierung der CICAD (Coordination intercommunautaire contre l’antisémitisme et la diffamation) richtet. Was auf den ersten Blick wie ein politisches Meinungsstück über öffentliche Gelder erscheint, entpuppt … Wie jüdische Selbstvertretung delegitimiert wird, Teil 2 weiterlesen

„Never Again“ gehört nicht allen – und schon gar nicht gegen uns.

Ich schreibe diesen Text nicht aus Wut, sondern aus dem Bedürfnis nach Klarheit. Denn ich sehe, wie Worte, die aus dem tiefsten Schmerz geboren wurden, heute in einen anderen Zusammenhang gestellt werden – entleert, verschoben, umgedeutet. Worte, die nicht für sich beanspruchen, alles Leid der Welt zu beschreiben, sondern ein ganz konkretes. Und ich frage … „Never Again“ gehört nicht allen – und schon gar nicht gegen uns. weiterlesen

Antizionismus als Eintrittskarte: Eine Antwort an Doykait

Ich schreibe diesen Text nicht, weil ich Streit suche. Sondern weil ich Klarheit möchte.Es kann nicht sein, dass in einer Bewegung, die Freiheit, Vielfalt und Gerechtigkeit für sich beansprucht, jüdische Stimmen nur dann gehört werden, wenn sie eine bestimmte politische Haltung vertreten.Ich respektiere, dass das Kollektiv Doykait seine Erfahrungen gemacht hat. Aber ihre Erfahrungen sind … Antizionismus als Eintrittskarte: Eine Antwort an Doykait weiterlesen

Token-Juden und Trigger-Wörter: Die gefährliche Rolle antizionistischer ‚jüdischer‘ Gruppen

Ich habe Freundschaften verloren. Menschen, mit denen ich dachte, gemeinsame Werte zu teilen – Gerechtigkeit, Solidarität, Achtsamkeit gegenüber Diskriminierung. Nach dem 7. Oktober 2023 aber war es plötzlich still. Oder schlimmer: Wer sprach, verwies auf Gruppen wie „Jewish Voice for Peace“, das „Kollektiv Doykait“ oder die „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden“. Plötzlich galten nur … Token-Juden und Trigger-Wörter: Die gefährliche Rolle antizionistischer ‚jüdischer‘ Gruppen weiterlesen

Wenn Symbole Angst machen: Die Geschichte der Kufiya und ihrer Wirkung

Es passiert immer wieder. Ich gehe auf eine Pride, einen 1.-Mai-Marsch, einen feministischen Streik oder eine Veranstaltung zum Klimaschutz - oder einfach nur Einkaufen oder bin unterwegs zur Arbeit. Und plötzlich sehe ich sie: die Kufiya.Oft nicht nur vereinzelt, sondern in Gruppen. Menschen mit Kufiya um den Hals, als Kopftuch, als Statement. Und oft, wie … Wenn Symbole Angst machen: Die Geschichte der Kufiya und ihrer Wirkung weiterlesen

Zionisten, keine Juden!

Eigentlich wollte ich über etwas anderes posten. Da sind noch Bewerbungen, die geschrieben werden wollen, ein Podiumsgespräch muss zu Ende vorbereitet werden und Prüfungen liegen an. Doch dann kam gestern die Nachricht des Doppelmordes an Yaron Lischinsky und Sarah Milgrim. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel, hat mich diese Nachricht geschockt, geschmerzt, und den Tag … Zionisten, keine Juden! weiterlesen

De-ESC-alate

Diesen Sonntag beginnt in Basel der ESC mit dem Turquoise Carpet Event, der Eröffnungszeremonie. Der Turquoise Carpet Event beginnt um 14 Uhr beim Basler Rathaus. Dort wird Basels Regierungspräsident Conradin Cramer, als auch Vertretende der SRG und EBU eine Willkommens-Rede halten und die Delegationen nacheinander begrüssen. Ebenfalls dort beginnt auch der türkise Teppich, welcher auf … De-ESC-alate weiterlesen

Ohne Israel wär kein Antisemitismus

Während dem 2. Israel-Libanon-Krieg wurde ich hier in der Schweiz als Kindermörder bezeichnet. Einfach so, im Supermarkt, beim Einkaufen. Anti-Semitismus, gewachsen aus Hass auf Israel. Da hiess dann oft genug, würde es Israel nicht geben, würde es auch keinen Anti-Semitismus geben - oder auf jeden Fall viel, viel weniger, überall auf dieser Welt - in … Ohne Israel wär kein Antisemitismus weiterlesen