Hallo Welt, hier spricht Newt! 🐾

Miau, hallo ihr Menschen!
Hier ist Newt – ja, genau ich, der fluffigste, frechste und charmanteste Kater, den ihr je gesehen habt. Ich erzähle euch mal meine Geschichte – so wie ich sie erlebt habe.

Ich kam vor ungefähr 12 Jahren zu diesen wunderbaren Menschen. Ich war schon erwachsen, so drei Jahre alt, ein bisschen skeptisch, aber schnell klar: Hier ist mein neues Königreich! Zuvor war ich ein bisschen… nun ja, „unsichtbar“. Bei meinem ersten Besitzer war ich die geheime Katze, ein Phantom, das man kaum zu Gesicht bekam. Aber hier? Oh, hier war ich zuhause, ein vollwertiger Boss mit Herz und Schnurren. Als mein ehemaliger Besitzer kurz zurückkam, wollte ich ihn gar nicht sehen – diese fremde Stimme, so laut, so seltsam! Ich habe mich lieber in meine Ecke verzogen. Danach war wieder alles gut.

Meine Ankunft markierte den Anfang von ganz vielen Geschichten. Wir haben vier Mal unser Zuhause gewechselt – ja, vier Mal! Aber wisst ihr was? Es hat mich nie gestört. Ich bin mitgekommen, habe neue Fenster inspiziert, neue Plätze ausprobiert und immer mein Herz bei meinen Menschen gelassen. Egal, wo wir waren, ich war da, präsent, ruhig und liebevoll – mein Inneres blieb immer dasselbe, selbst wenn ich ab und zu ein kleiner Rambo war, durch eine Katzentür schoss oder ein Freigänger-Abenteuer startete.

Ich habe meinen Platz gefunden: mein Lieblingsstuhl, meine kuscheligen Ecken, mein Bett (meistens auf dem Kopfkissen, versteht sich). Ich habe euch gezeigt, wie man elegant die Nudeln vom Teller angelt oder die Brokkoli-Vorräte plündert. Thunfischmus, Fastfood – oh ja, das hat mich sofort um den Finger gewickelt! Ich war ein Feinschmecker, kein Kostverächter.

Ihr Menschen denkt vielleicht, ich sei ein normaler Kater gewesen? Nein, nein! Ich war euer kleiner Anker. Krank, traurig, müde, verzweifelt – ich war da. Kopf an Schulter, Pfote auf Hand, Blick voller Vertrauen. Ich habe euch zum Lachen gebracht, wenn es schwer war, und einfach nur still neben euch gelegen, wenn Worte zu viel gewesen wären. Ich war euer Seelsorger, euer kleiner Herzöffner.

Und dann meine kleinen Streiche: die wilden fünf Minuten, durch die Wohnung rasen, kurz an der Wand stehen, gucken, als würde ich sagen „Ha! Habt ihr das gesehen?“ – und weiter, schneller, wilder, frecher. Mein Stuhl war mein Thron, mein Essensplatz mein Königreich. Ich habe euch deutlich gemacht: „Hier sitze ich, hier bekomme ich meinen Anteil!“ Mit Pfotenklopfen, mit Blick, mit Miauen – immer höflich, aber bestimmt.

Ich war gesprächig, immer bereit für ein kleines Pläuderchen. Ein „Miau hier“, ein „Miau da“, und ihr hattet meine Nachrichten verstanden. Wir haben uns unterhalten wie alte Freunde. Morgens mein „Hallo“, abends mein „Gute Nacht“ – immer auf meinem Platz, immer bei euch. Ich habe den Weg bis zum Migros begleitet und brav gewartet, bis wir wieder nach Hause gingen.

Kraulen war meine große Leidenschaft – besonders der Bauch! Auf dem Rücken liegen, Viere von mir gestreckt, einfach genießen. Oder wenn die eine Stelle am Rücken besonders gut gekrault wurde: dann habe ich mein Hinterteil angehoben, „Mehr links, mehr rechts, nicht aufhören!“

Am Ende meines Lebens wurde ich krank, meine Hinterbeine wollten nicht mehr so recht, das Herz machte Mühe. Aber wisst ihr was? Ich war trotzdem ich. Ich durfte noch einmal eure Nähe spüren, euren Geruch riechen, eure Hände fühlen. Und dann bin ich sanft eingeschlafen, gehalten und geliebt – genau so, wie ich es verdient hatte.

Jetzt bin ich gegangen. Aber ich bin noch da. In euren Händen, in euren Herzen, in den Fotos, in jedem Platz, den ich je geliebt habe. Denkt an mich, wenn ihr meine Pfotenabdrücke seht, hört mein leises Miauen in der Küche, spürt meinen Kopf auf eurem Kissen. Ich war und bin euer kleiner Newt, und mein Herz schlägt immer noch ein bisschen bei euch mit.

Danke, dass ihr mich geliebt habt.
Euer Newt 🐾

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