Zum Schutz jüdischen Lebens

Es wurde eine Petition gestartet, in der die Entscheidungsträger aufgefordert werden, gegen Antisemitismus Stellung zu beziehen. Es reicht nicht aus, nur „Nie wieder“ zu sagen – es muss gehandelt werden.

Und doch ist für einige Leute schon die kleine Aktion, diese Petition zu unterschreiben, zu viel, sie nennen sie „spaltend“ oder sagen, dass Beten genug ist.

Ich auch, ich glaube fest an G-tt. Ich vertraue HaSchem. Ich bete, bevor ich etwas tue, dann tue ich etwas, und dann bete ich wieder. Beides geht Hand in Hand. Aber es muss gehandelt werden.

Als die Juden im Zweiten Weltkrieg verfolgt wurden, wurden sie von Menschen gerettet, die etwas unternahmen und ihr Leben riskierten, um sie zu schützen und zu verstecken.
Hier sind einige Beispiele dafür, was in der Schweiz gerade passiert, Dinge, die Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft erlebt haben:

  • ein Kind wurde von seinem türkischen Fussballtrainer für sieben Monate auf die Ersatzbank gesetzt, nur weil es Israeli ist
  • Die Schule eines anderen Kindes musste einen „Bodyguard“ engagieren, um die beiden einzigen jüdischen Kinder in der Schule während der Pausen zu schützen, weil muslimische Schüler ankündigten, ihre Eltern zu töten und ihre Organe online zu verkaufen.
  • Der Hebräischunterricht blieb dieses Jahr leer, weil die Schüler Angst hatten, auf dem Weg zur Synagoge von palästinensischen Demonstranten angepöbelt zu werden.
  • Jüdische Schüler in Basel verstecken ihre Identität in der Schule, aus Angst, von den muslimischen Schülern gemobbt zu werden (24 gemeldete Fälle in Baselstadt, Reinach, Aesch, Dornach).
  • Jüdische Häuser in Basel sind mit „Jude“-Graffiti beschmiert.
  • Ein religiöser Mann wurde auf dem Rückweg von der Synagoge niedergestochen.
  • Beschimpfungen, Angerempelt werden, Bedrohungen, Droh-emails, von social media nicht zu sprechen, Morddrohungen, Graffitis, Kreidezeichnungen, Hamas/Nazi-Dreieicke, Bespuckt werden und noch so vieles mehr – es gibt jeden Tag neue Vorfälle.

Das ist real.
Dies geschieht heute in der CH.
Leider ist der Antisemitismus, den wir als Juden in der Schweiz erleben, real.
Und er muss bekämpft werden.
Nicht nur von uns Juden.
Wir brauchen alle, die dagegen aufstehen.

Diese Petition würde zum Beispiel Aufklärungsprogramme für Schulen bringen, die sich durch den Tsunami des Antisemitismus in den Schulen überfordert fühlen (so sagte es ein Schulleiter).
Abgesehen davon glaube ich, dass wir alle unbestreitbar und eindeutig EINE menschliche „Rasse“ sind, wir sind ALLE Menschen, und die Menschenwürde ist unantastbar – nur scheinen einige Leute das manchmal zu vergessen.

Hier geht’s entlang um die Petition zu unterschreiben – vielen Dank!

Einige Beispiele aus der Schweiz:

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