Warum immer Gaza?

Der Text mahnt,
die Welt darf nicht wegsehen –
so heisst es in der „reformiert“ –
Gedenken an Srebrenica.

Und dann –
Vergleich mit Gaza.

Warum immer Gaza?
Warum wird der Jude
unter den Staaten zur Täterfigur gemacht,
was er auch tut,
was er auch lässt?

Schiefe Vergleiche,
die Stimmen verstummen lassen,
während Antisemitismus vor unseren Augen wächst
und rote Dreiecke in den Strassen wimmeln.

Warum nicht Nigeria?
Warum nicht der Sudan?
Die Jesiden, die Kurden, die Drusen –
wo bleibt ihr Name in den Kirchenbänken?

BDS wird eingeladen,
Relativierungen huschen durch Gemeinden,
doch das Schweigen bleibt.
Was sind all die Erklärungen seit der Shoah
mehr wert als das Papier, auf dem sie stehen,
wenn die Realität brennt?

Die Kirche singt im Chor von Gaza,
vergisst, dass Antisemitismus nicht abstrakt ist,
sondern Menschen trifft,
hier, heute, mitten unter uns.

Wir brauchen eine Stimme,
die sagt:
Antisemitismus ist real.
Auch hier.

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