nach dem schwarzen Shabbat

(für Zayde) du hast überlebtaber nicht mehr geglaubt hast gesagt:wenn es einen Gott gäbe,dann wär das alles nicht passiert deine Händezitterten nie, wenn du das sagtestnur deine Stimme manchmalleise, wie Asche,die sich weigert, ganz zu vergehen ich glaubeaber nicht an einen Gott, der alles bestimmtnicht an einen, der schlägt, befiehlt, Befehle belltich glaube an einen,der … nach dem schwarzen Shabbat weiterlesen

Vom Segen, anders zu ticken – Autismus, Glaube und leise Tiefe

Dieser Text ist persönlich. Sehr persönlich. Er erzählt von meinem Glauben – und davon, wie es ist, wenn das Gehirn ein bisschen anders verdrahtet ist. Ich bin Autistin. Bald Pfarrerin. Und jemand, die gern singt, ohne Sängerin zu sein. Ich liebe Liturgie, Struktur, Wiederholungen, Spiritualität im Alltag und die Art von Tiefe, die nicht laut … Vom Segen, anders zu ticken – Autismus, Glaube und leise Tiefe weiterlesen

Exorzismus & Existenzfragen – Horrorfilme als moderne Theologie-Seminare

Einleitung Dieser Essay ist nichts für schwache Nerven, aber genau das Richtige für starke Zweifel, tiefgründige Gedanken und eine Prise bissigen Humor. Es geht um Horrorfilme – genauer gesagt um ihre überraschende Nähe zur Religion. Ja, Sie haben richtig gelesen: Da, wo sonst das Weihwasser spritzt und Dämonen zischen, liegt oft mehr Theologie verborgen als … Exorzismus & Existenzfragen – Horrorfilme als moderne Theologie-Seminare weiterlesen

Wer bin ich?

Sie sagen:zu weiß, um Schwarz zu sein.Zu Schwarz, um weiß zu sein. Doch meine Vorfahrenpflückten Baumwolle mit blutigen Händen.Ich höre ihren Schmerzunter meiner Haut.Ich trage ihre Stärkein jeder Zelle.Ich singe ihre Lieder —Work Songs.Spirituals.Gospels.Lieder, die den Himmel aufreißen. Sie sagen:eine Zionistin ohne Mitleid. Doch ich binTochter Zion.Tochter Israels.Kind der Überlebenden.Mein Herz liebt mein Volk.Und weint … Wer bin ich? weiterlesen

Zwischen Gold, Brücken und Gärten

Zwischen Gold, Brücken und Gärten – Mein Bild vom Pfarramt, von Gott und Kirche Es gibt Menschen, die klar und eindeutig sagen können: „Mein Pfarrbild ist das derdes Hirtenin.“ Oder: „Ich bin Seelsorger*in, vor allem.“ Oder: „Ich bin die Prophetin auf der Kanzel.“ Ich hingegen habe festgestellt: Eine Metapher reicht mir nicht. Denn sie würde zu viel … Zwischen Gold, Brücken und Gärten weiterlesen

Von Freiheit und Heilung

Bei Daniela-Marlin Jakobi gab es diesen Post, bei dem man „über die schlimmsten Aussagen, die man in Freikirchen gehört hat“, sprechen konnte. Solche Freiräume, die gleichzeitig sichere Räume sind, in denen man gehört, gesehen und verstanden wird, sind ungemein wichtig. In diesem Post geht es mir nicht um Freikirchen-Bashing (in ihrem auch nicht), sondern darüber … Von Freiheit und Heilung weiterlesen

Eine Arche

Ich wünsche mir eine ArcheArche aus dickem, tragendem Holz,wohlriechend nach Wald und Sandel,nach Heimat und Sicherheit,erfüllt von Stille,dem Rascheln von Büchern und Musik,Dem Schnurren von KatzenUnd dem Duft von Mandelgebäck  Ich wünsche mir eine ArcheArche der Geborgenheitin den Stürmen und Wassern des Lebensvoll WärmeStatt Kälte oder HitzeEine Arche der Zärtlichkeitdie die Einsamkeit vergessen lässtdie sich … Eine Arche weiterlesen