Wenn Solidarität blind wird: Christliche Führungspersönlichkeiten, der 7. Oktober und das Versagen theologischer Verantwortung

Ich schreibe diesen Text mit großer Sorge. Nicht, weil mir die politische Lage im Heiligen Land unbekannt wäre, sondern weil ich in den letzten Monaten beobachten musste, wie christliche Führungspersönlichkeiten Grenzen überschreiten, die für mich theologisch nicht verhandelbar sind. Die Aussagen der palästinensisch-christlichen Pfarrerin Sally Azar, des lutherischen Pfarrers Munther Isaac aus Bethlehem und des Präsidenten der Lutherischen … Weiterlesen Wenn Solidarität blind wird: Christliche Führungspersönlichkeiten, der 7. Oktober und das Versagen theologischer Verantwortung →

Was wäre, wenn Jesus heute geboren würde? Über falsche Aktualisierungen, alte Motive und die Verantwortung der Krippe

In diesen Tagen taucht sie wieder auf: die Frage, was wohl geschehen würde, wenn Jesus heute geboren würde. Doch manche Antworten erzählen mehr über unsere Projektionen als über Geschichte, Theologie oder Verantwortung.Dieser Artikel widerspricht nicht aus Abwehr, sondern aus Sorge: Sorge um die Wahrhaftigkeit der Weihnachtsgeschichte – und um die Folgen von Erzählungen, in denen … Weiterlesen Was wäre, wenn Jesus heute geboren würde? Über falsche Aktualisierungen, alte Motive und die Verantwortung der Krippe →

Jesus war kein palästinensischer Flüchtling: Über Anachronismen, Symbolpolitik und die gefährliche Entjudung Jesu

In den Tagen vor Weihnachten tauchen immer wieder Versuche auf, die Weihnachtsgeschichte unmittelbar mit gegenwärtigen politischen Konflikten zu verbinden. Das mag aus Mitgefühl heraus geschehen – und ist es nicht ohne Folgen.Ein aktueller Post, der Jesus als „palästinensischen Flüchtling“ bezeichnet, hat mich deshalb innehalten lassen. Nicht, weil Solidarität mit Palästinenser:innen falsch wäre, sondern weil diese … Weiterlesen Jesus war kein palästinensischer Flüchtling: Über Anachronismen, Symbolpolitik und die gefährliche Entjudung Jesu →

Wenn religiöses Leben zur Zielscheibe wird

Manchmal fühlt es sich so an, als stünden wir kurz davor, dass manche Gruppen selbst auf Torah und Siddur am liebsten einen Boykott-Sticker kleben würden, nur weil darin das Wort „Israel“ vorkommt – oder weil jemand auf Hebräisch betet. Religiöse Praxis, jahrtausendealte Traditionen, Grundnahrungsmittel – plötzlich werden sie politisiert, markiert, gestört. Dieser Text erzählt, wie … Weiterlesen Wenn religiöses Leben zur Zielscheibe wird →

Wenn Stille trägt – der Silent Walk in Basel

An einem kalten Dezemberabend in Basel versammelten sich über hundert Menschen zu einem Silent Walk gegen Antisemitismus und für das Existenzrecht Israels. Es war ein Abend voller Stille, Gebete und Begegnungen, der zeigte, wie Kraft, Halt und Hoffnung auch in leisen Momenten spürbar werden können. In diesem Bericht nehme ich euch mit auf die Route … Weiterlesen Wenn Stille trägt – der Silent Walk in Basel →

Wenn Stille zum Zeichen wird

Am Montag, dem 15. Dezember, findet in Basel ein Silent Walk gegen Antisemitismus statt. Wir werden still durch die Straßen ziehen, Plakate tragen, Symbole zeigen – und sichtbar machen, dass Judenhass keinen Platz hat. Doch genau diese stille Botschaft wird provozieren: Direkt neben uns startet eine Gegendemonstration, die uns und unsere Existenz attackiert. Dieser Beitrag … Weiterlesen Wenn Stille zum Zeichen wird →

Jesus und die Kommentarspalten: Warum die Wahrheit manchmal unspektakulär ist

Mit Weihnachten nähern wir uns wieder der Zeit, in der Jesus in sozialen Medien neue Identitäten bekommt: palästinensisch, muslimisch, politisch instrumentalisiert. Gleichzeitig tauchen Krippen auf, die ihn inmitten von Konflikten oder als Symbol für aktuelle Debatten zeigen. Aber wie sah Jesus wirklich aus – historisch, kulturell, religiös? In diesem Artikel gehe ich den Kommentarspalten nach, … Weiterlesen Jesus und die Kommentarspalten: Warum die Wahrheit manchmal unspektakulär ist →

Apartheid-Freie Zonen in der Schweiz – Euphemismus mit bitterer Realität

Stellen Sie sich vor, Sie betreten ein Café, einen Kulturraum, ein Festival – und plötzlich sind Sie ausgeschlossen. Nicht wegen Ihres Verhaltens, nicht wegen Ihrer Meinung, sondern allein, weil Sie jüdisch sind. Genau das passiert in der Schweiz – unter dem Label „Apartheid-Freie Zone“. Genf machte den Anfang, nun gibt es in Bern 29 solcher … Weiterlesen Apartheid-Freie Zonen in der Schweiz – Euphemismus mit bitterer Realität →

„Wie viel Aufklärung braucht es noch?“ – Antisemitische Gewaltfantasien im öffentlichen Raum

Immer häufiger tauchen in Schweizer Städten Parolen auf, die längst keine politische Kritik mehr sind, sondern unverhohlene Gewaltfantasien gegen Jüdinnen und Juden – getarnt hinter Begriffen wie „Zionist“. Die jüngsten Schmierereien in Zürich und Bern zeigen eine neue Eskalation: Mordaufrufe im öffentlichen Raum, begleitet von Symbolen einer Terrororganisation. Dieser Text ist der Versuch, das klar … Weiterlesen „Wie viel Aufklärung braucht es noch?“ – Antisemitische Gewaltfantasien im öffentlichen Raum →