They ran to the bomb shelters on that fateful Black Shabbat
And now, over thousand days later
We need to be each other’s shelters
More than ever before
We need to be each others bomb shelters when they throw their hate
We need to be each others shelters in times of storm
We need to be each others holy city of refuge
To find hope, peace and healing
אנחנו צריכים להיות המקלט זה לזה כשהם מטיחים את שנאתם
אנחנו צריכים להיות המחסה זה לזה בעת סערה
אנחנו צריכים להיות עיר המקלט הקדושה זה לזה
כדי למצוא תקווה, שלום ומרפא
Seit mehr als tausend Tagen tobt der Sturm
Und ein Abklingen ist nicht in Sicht
Denn wo sich Juden zur Wehr setzen, steigt der Hass
Scheinbar ohne Mass
Wie der Sturm, der das Meer aufpeitscht,
Die Wellen und die Gischt, bis sie bricht
Statt Tränen kommen Spitzen
Sie treibens auf die Albertspeerspitzen
Juden raus!
Juden ab nach Palästina hiess es früher
Juden raus aus Palästina heisst es jetzt
Juden sorry Zionisten
Raus aus Basel Bern Berlin
Und ich höre und lese die Stimmen
Die uns treffen wollen
Seit dem siebten Oktober zweitausenddreiundzwanzig
Hat sich alles Bahn gebrochen
Doch zeigt sich auch, wer wahrer Freund ist
Und wer Familie ist
We need to be each others bomb shelters when they throw their hate
We need to be each others shelters in times of storm
We need to be each others holy city of refuge
To find hope, peace and healing
אנחנו צריכים להיות המקלט זה לזה כשהם מטיחים את שנאתם
אנחנו צריכים להיות המחסה זה לזה בעת סערה
אנחנו צריכים להיות עיר המקלט הקדושה זה לזה
כדי למצוא תקווה, שלום ומרפא
Und so stehen wir hier.
Über tausend Tage Sturm.
Aber wir stehen.
Keine Speerspitze wird diese Mauern brechen.
Kein Hass die Zuflucht zerstören.
Für dich bin ich der מקלט.
Für mich bist du der Schutzraum.
Bis der Sturm sich legt.
We need to be each others bomb shelters when they throw their hate
We need to be each others shelters in times of storm
We need to be each others holy city of refuge
To find hope, peace and healing
אנחנו צריכים להיות המקלט זה לזה כשהם מטיחים את שנאתם
אנחנו צריכים להיות המחסה זה לזה בעת סערה
אנחנו צריכים להיות עיר המקלט הקדושה זה לזה
כדי למצוא תקווה, שלום ומרפא
הנני
Hier bin ich.
Here I am.
Wir zeigen mit dem Finger auf die bösen anderen, auf jene, die uns hassen. Doch drei Finger zeigen auf uns zurück und erinnern uns daran, dass auch wir, die Guten, nicht vollkommen sind.
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Danke für den Kommentar – ich bin allerdings gerade etwas bei „HÄ?!“ gelandet und versuche noch zu verstehen, wie du meinen Text meinst.
Ich habe beim Schreiben nämlich gar nicht von „den Guten“ und „den bösen anderen“ gesprochen und auch nicht behauptet, dass „wir“ vollkommen seien. Ich benenne in dem Text ziemlich konkret den Hass und Antisemitismus, dem Jüdinnen und Juden begegnen, und frage danach, was wir angesichts dessen füreinander sein können: Schutzraum, Zuflucht, ein Ort, an dem Hoffnung, Frieden und Heilung möglich bleiben.
Gerade deshalb irritiert mich die Formulierung „auch wir, die Guten, sind nicht vollkommen“ ein wenig. Diese moralische Zweiteilung – die Guten hier und die bösen anderen dort – kommt in meinem Text eigentlich gar nicht vor. Ich habe eher den Eindruck, dass du meinem Text eine Aussage zuschreibst, die ich so nicht gemacht habe, und sie dann korrigierst.
Natürlich sind auch Menschen, die Hass erfahren, nicht vollkommen. Das ist für mich aber eine andere Frage. Wenn jemand „Juden raus!“ ruft, besteht die angemessene Antwort für mich zunächst nicht darin, die Betroffenen daran zu erinnern, dass auch sie Fehler haben, sondern darin, dem Hass etwas entgegenzusetzen und einander Schutz zu geben.
Genau darum geht es mir mit dem *Miklat*: nicht um moralische Überlegenheit, sondern um gegenseitige Verantwortung. „Für dich bin ich der Schutzraum. Für mich bist du der Schutzraum.“
Vielleicht reden wir also ein bisschen aneinander vorbei – aber ich wollte zumindest erklären, warum ich beim Lesen des Kommentars erstmal ziemlich ratlos war.
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Liebe Ari Yasmin,
danke für die Klarstellung\. Du hast recht: Ich habe deinem Text eine moralische Zweiteilung zugeschrieben, die du so nicht vorgenommen hast\. Das war unpräzise\.
Dein Ausgangspunkt – Menschen angesichts von Antisemitismus Schutz und Zuflucht zu geben – ist ethisch und rechtlich gut begründbar\. „Juden raus\!“ ist keine bloße Meinungsverschiedenheit, sondern eine menschenfeindliche Ausgrenzung\. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte stellt Menschenwürde und Gleichheit ausdrücklich an den Anfang (Art\. 1–2); auch das deutsche Grundgesetz bindet staatliches Handeln an die Menschenwürde (Art\. 1)\.
Den Gedanken des *Miklat* verstehe ich deshalb zunehmend als gegenseitige Verantwortung: Schutz für den Bedrohten, ohne daraus moralische Überlegenheit abzuleiten\. Und gerade darin liegt für mich die universelle Menschenwürde: Sie gilt Juden ebenso wie Muslimen, Christen, Nichtgläubigen und jedem anderen Menschen – unabhängig von Herkunft, Überzeugung oder Schuld\.
Danke, dass du mich auf diese notwendige Unterscheidung hingewiesen hast\.
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Danke dir – dann haben wir uns ja gefunden. Genau diese Unterscheidung war mir wichtig. Und den Gedanken des Miklat als gegenseitigen Schutzraum finde ich tatsächlich sehr schön.
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