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„Ich bin gewebt, nicht genormt“ – Wortbeitrag zur Interreligiösen Pride-Feier

Hier ist, wie versprochen, mein Wortbeitrag von der multireligiösen Pride-Feier in Bern. Ari Yasmin Lee, reformiert – jüdisch – queer – intergeschlechtlich [1. Einstieg] Liebe Menschen,Geliebte im Glauben, in der Vielfalt, in der Würde – Ich freue mich sehr, heute hier zu sein – an dieser Feier, die mehr ist als ein Programmpunkt. Sie ist … Weiterlesen „Ich bin gewebt, nicht genormt“ – Wortbeitrag zur Interreligiösen Pride-Feier →

Ein Raum aus Licht – Queere multireligiöse Feier zur Bern Pride 2025

Ein warmer Sommersonntag in Bern. Menschen ziehen durch die Straßen, bunt, laut, lebendig – und mittendrin öffnet sich ein Raum. Ein Raum aus Licht, ein Raum aus Stille und Klang, aus Gebet und Gesang, aus Wärme und Weite. Zum allerersten Mal fand im Rahmen der Bern Pride eine queere multireligiöse Feier statt – getragen von … Weiterlesen Ein Raum aus Licht – Queere multireligiöse Feier zur Bern Pride 2025 →

Wir erinnern. Für Shingal.

Als jüdischer Mensch lese ich heute die Worte einer jesidischen Freundin –und halte mit ihr inne. Unser Schmerz ist nicht derselbe.Aber wir erkennen einander darin. Dieses Gedicht ist meine Antwort.Meine Umarmung in Worten.Für Shingal.Für jede, die noch vermisst wird.Für jede, die überlebt hat.Für jede, die wir nie vergessen dürfen. Wir erinnern. Ich erinnere. Ich bin … Weiterlesen Wir erinnern. Für Shingal. →

Zwischen Schwarz und Regenbogen – Bern Pride 2025

Heute war ich sichtbar. Ich habe mich geschminkt.Nicht, um irgendwem zu gefallen.Sondern weil es mir Freude macht. Weil es mir gut tut.Ich trage nicht jeden Tag Lippenstift.Aber heute habe ich mich getraut, in Farbe zu sprechen. Schwarz das Oberteil, schwarz das Korsett, schwarz der Rock –und darunter: Regenbogen.Ein leuchtender Unterrock, der an der Seite hervorblitzte.So … Weiterlesen Zwischen Schwarz und Regenbogen – Bern Pride 2025 →

Bashert – über das Finden

Man sagt,eine Seele wandert durch die Zeitmit einem Hauch von Erinnerungan jemanden,der noch nicht da istund doch fehlt. Man sagt,es gäbe einen Ruf,leise wie Wind in den Blättern,der dich dorthin führt,wo dein Herz zögert –aber bleibt. Vielleicht ist Bashertnicht der perfekte Mensch.Sondern der,bei dem dein Unruhigseinein Zuhause findet. Der nicht alles heilt,aber etwas in diratmen … Weiterlesen Bashert – über das Finden →

Eine kalte Dusche und ein leiser Segen

Was mir am Montagmittag auf dem Weg zum Stadtgebet begegnete Ein Stadtgebet zur Mittagszeit. Worte, Bitten, Stille. Doch was geschieht, wenn das Heilige von draußen plötzlich ins Innere dringt? Wenn verletzende Worte und göttliche Namen sich kreuzen, wenn die Liturgin mit Hass konfrontiert wird – und dennoch betet? Vielleicht ist das das eigentlich Heilige an … Weiterlesen Eine kalte Dusche und ein leiser Segen →

Zwölf Uhr fünfzehn

Die Glocken läutenund ich trete über die Schwellemit Stimmen im Herzen,die nicht meine sind. Papiergebetean einer Wand voller Hoffnung,ein Flüstern aus Tinte:„Hilf mir, trocken zu bleiben“„Ich vermisse meinen Sohn“„Gib Frieden. Irgendwo.“ Ich falte die Händefür Namen, die ich nicht kenne,für Körper,die Wunden tragen,für Leben,die brennen oder bröckeln. Dann, draußen –ein Satz wie ein Schlag.Er trifft … Weiterlesen Zwölf Uhr fünfzehn →

Ich bin. Und ich fühle.

I. Restposten Ich stehe da,im Schatten der Auswahl.Zweite Wahl –wenn überhaupt.Die Guten sind längstweitergezogen,in Hände,die jünger, glatter,leiser fordernd sind.Ich bin geblieben. Mit Narben,die niemand je gesucht hat.Mit Haut,die Geschichten erzählt,die keiner hören will.Mit einem Körper,der nie zur Schablone wurde.Mit fünfzig Jahrenund keinem Versprechen mehr. Ich spüre Blicke,aber sie schneiden,sie kleben wie Spottauf meiner Haut.Ich höre … Weiterlesen Ich bin. Und ich fühle. →

Höllisch gute Theologie: Was wir von „Lucifer“ Staffel 4, Folge 8 lernen können

Jetzt hatte ich das mitten in der Hitzewelle geschrieben – und vor lauter schwitzen ganz vergessen, zu veröffentlichen… Einleitung: Theologie, Schweiß und der Teufel im Detail Manchmal frage ich mich, wie die großen Theologen früher den Sommer überlebt haben. Luther schwitzend in Wittenberg, Augustinus halb dehydriert in Nordafrika, Bonhoeffer ohne Klimaanlage in Berlin. Und dann … Weiterlesen Höllisch gute Theologie: Was wir von „Lucifer“ Staffel 4, Folge 8 lernen können →

Mit Freude und Fragen – die Schrift als Tanz und Gespräch

Die Bibel ist für mich mehr als ein Buch – sie ist ein lebendiger Tanz, ein fortwährender Dialog voller Fragen und Antworten. Dieses persönliche Zeugnis erzählt von der Suche nach einer Sprache, die das Wort Gottes spürbar macht, die uns berührt, herausfordert und zugleich mit Freude erfüllt. Es geht um das gemeinsame Suchen, Hören und … Weiterlesen Mit Freude und Fragen – die Schrift als Tanz und Gespräch →