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Jesus war Jude – und kein Palästinenser

Jesus war kein Palästinenser – er war Jude.Historische Fakten sind keine Nebensache, sie schützen vor alten Feindbildern.Wer ihn für heutige Politik vereinnahmt, verzerrt seine Identität und spielt gefährlich mit antisemitischen Mustern. Er wurde als Jude geboren, lebte als Jude, starb als Jude.Und doch nennen ihn heute manche ‚Palästinenser‘ – um ihn für ihre Politik zu … Weiterlesen Jesus war Jude – und kein Palästinenser

Narben im Glauben – Zeugnis eines langen Weges in FCJG und Lobetal

Wie lebt man Glauben, wenn der Weg durch Missbrauch, Kontrolle und Schmerz führt?In diesem persönlichen Zeugnis erzähle ich von meiner Kindheit bei meinen Großeltern, der Suche nach Halt im Glauben, den Herausforderungen in charismatischen Gruppen, der Erfahrung von Purity Culture, Missbrauch und Verletzungen – und von meiner langsamen Heilung, die ich im Judentum und einem … Weiterlesen Narben im Glauben – Zeugnis eines langen Weges in FCJG und Lobetal

Und wieder

(für Evyatar David, Rom Braslavski, und für alle, die jetzt mitschweigen oder spotten) Ich habe ihn gesehen.Evyatar.Wie er sein eigenes Grab schaufelt.Wie sein Körper, abgemagert bis auf die Knochen,wie ein Bild aus Auschwitz aussieht –nur dass es kein Bild ist.Keine Schwarzweißaufnahme,kein Archiv.Es ist ein Video.Jetzt.Heute.Live. In Farbe. Sein Gesicht eingefallen.Sein Blick –ein Blick, der lebt … Weiterlesen Und wieder

„Ich bin gewebt, nicht genormt“ – Wortbeitrag zur Interreligiösen Pride-Feier

Hier ist, wie versprochen, mein Wortbeitrag von der multireligiösen Pride-Feier in Bern. Ari Yasmin Lee, reformiert – jüdisch – queer – intergeschlechtlich [1. Einstieg] Liebe Menschen,Geliebte im Glauben, in der Vielfalt, in der Würde – Ich freue mich sehr, heute hier zu sein – an dieser Feier, die mehr ist als ein Programmpunkt. Sie ist … Weiterlesen „Ich bin gewebt, nicht genormt“ – Wortbeitrag zur Interreligiösen Pride-Feier

Ein Raum aus Licht – Queere multireligiöse Feier zur Bern Pride 2025

Ein warmer Sommersonntag in Bern. Menschen ziehen durch die Straßen, bunt, laut, lebendig – und mittendrin öffnet sich ein Raum. Ein Raum aus Licht, ein Raum aus Stille und Klang, aus Gebet und Gesang, aus Wärme und Weite. Zum allerersten Mal fand im Rahmen der Bern Pride eine queere multireligiöse Feier statt – getragen von … Weiterlesen Ein Raum aus Licht – Queere multireligiöse Feier zur Bern Pride 2025

Wir erinnern. Für Shingal.

Als jüdischer Mensch lese ich heute die Worte einer jesidischen Freundin –und halte mit ihr inne. Unser Schmerz ist nicht derselbe.Aber wir erkennen einander darin. Dieses Gedicht ist meine Antwort.Meine Umarmung in Worten.Für Shingal.Für jede, die noch vermisst wird.Für jede, die überlebt hat.Für jede, die wir nie vergessen dürfen. Wir erinnern. Ich erinnere. Ich bin … Weiterlesen Wir erinnern. Für Shingal.

Zwischen Schwarz und Regenbogen – Bern Pride 2025

Heute war ich sichtbar. Ich habe mich geschminkt.Nicht, um irgendwem zu gefallen.Sondern weil es mir Freude macht. Weil es mir gut tut.Ich trage nicht jeden Tag Lippenstift.Aber heute habe ich mich getraut, in Farbe zu sprechen. Schwarz das Oberteil, schwarz das Korsett, schwarz der Rock –und darunter: Regenbogen.Ein leuchtender Unterrock, der an der Seite hervorblitzte.So … Weiterlesen Zwischen Schwarz und Regenbogen – Bern Pride 2025

Bashert – über das Finden

Man sagt,eine Seele wandert durch die Zeitmit einem Hauch von Erinnerungan jemanden,der noch nicht da istund doch fehlt. Man sagt,es gäbe einen Ruf,leise wie Wind in den Blättern,der dich dorthin führt,wo dein Herz zögert –aber bleibt. Vielleicht ist Bashertnicht der perfekte Mensch.Sondern der,bei dem dein Unruhigseinein Zuhause findet. Der nicht alles heilt,aber etwas in diratmen … Weiterlesen Bashert – über das Finden

Eine kalte Dusche und ein leiser Segen

Was mir am Montagmittag auf dem Weg zum Stadtgebet begegnete Ein Stadtgebet zur Mittagszeit. Worte, Bitten, Stille. Doch was geschieht, wenn das Heilige von draußen plötzlich ins Innere dringt? Wenn verletzende Worte und göttliche Namen sich kreuzen, wenn die Liturgin mit Hass konfrontiert wird – und dennoch betet? Vielleicht ist das das eigentlich Heilige an … Weiterlesen Eine kalte Dusche und ein leiser Segen

Zwölf Uhr fünfzehn

Die Glocken läutenund ich trete über die Schwellemit Stimmen im Herzen,die nicht meine sind. Papiergebetean einer Wand voller Hoffnung,ein Flüstern aus Tinte:„Hilf mir, trocken zu bleiben“„Ich vermisse meinen Sohn“„Gib Frieden. Irgendwo.“ Ich falte die Händefür Namen, die ich nicht kenne,für Körper,die Wunden tragen,für Leben,die brennen oder bröckeln. Dann, draußen –ein Satz wie ein Schlag.Er trifft … Weiterlesen Zwölf Uhr fünfzehn