Über eine Kirche, die tanzt – und über das, was das auslöst

Eine Kirche wird zur Partylocation. Queere Menschen tanzen, feiern, küssen sich. Ein Pfarrer steht mitten darin – sichtbar, queer, im Talar. Was für die einen ein Bild von Offenheit und einem erweiterten Kirchenverständnis ist, wird für andere zur Zumutung, zur Provokation, zum Anlass für Wut und Abgrenzung. Die Reaktionen im Netz sind heftig. Zwischen berechtigter … Weiterlesen Über eine Kirche, die tanzt – und über das, was das auslöst

Ich bin nicht teilbar

„Kill all Jews“ steht in Berlin an Hauswänden. Ich hätte nicht gedacht, solche Sätze einmal öffentlich zu sehen. Ich schreibe diesen Text als Jüdin, als Native American und als queere Person – und aus der Erfahrung heraus, dass ich in verschiedenen politischen Räumen immer wieder nur teilweise gemeint bin. Und dass ich nicht bereit bin, … Weiterlesen Ich bin nicht teilbar

Erfahrungen mit Antisemitismus in queeren Räumen

Antisemitismus ist in queeren Räumen ein wachsendes Problem, das sich insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 deutlich verschärft hat. Jüdische und speziell queere jüdische Menschen erleben zunehmend Ausgrenzung, Boykott und Ablehnung in queeren Räumen. Dabei wird oft ein politisch motivierter «Antizionismus» zur Rechtfertigung von Antisemitismus. Jüdische Symbole wie der Davidstern auf Regenbogenfahnen werden bei Pride-Veranstaltungen … Weiterlesen Erfahrungen mit Antisemitismus in queeren Räumen

Wenn Kritik zur Diffamierung wird: Über Theologie, Sprache – und die Verantwortung, wahrhaftig zu bleiben

Ich schreibe diesen Text nicht, um einen publizistischen Schlagabtausch zu führen.Ich schreibe ihn auch nicht, um eine Zeitung oder einen Autor öffentlich „vorzuführen“. Ich schreibe, weil hier etwas exemplarisch sichtbar wird, das über meine Person hinausgeht:der Unterschied zwischen legitimer theologischer Kritik und persönlicher Diffamierung –zwischen Streit um Inhalte und einem Ton, der Menschen herabsetzt, verzerrt … Weiterlesen Wenn Kritik zur Diffamierung wird: Über Theologie, Sprache – und die Verantwortung, wahrhaftig zu bleiben

XX = WOMAN? Warum normierte Weiblichkeit Gewalt erzeugt

In einem Bild von Frauen, das auf den ersten Blick Vielfalt zeigt, wird tatsächlich viel ausgelöscht: Trans, inter, queer, alte, kinderlose, schwarze, indigene Weiblichkeiten. Dieser Text analysiert, wie solche Bilder Biologie, Macht und koloniale Vorstellungen verbinden – und warum Safe Spaces mehr als Symbolik brauchen. 1. Der Moment, in dem ein Safe Space bricht Ich … Weiterlesen XX = WOMAN? Warum normierte Weiblichkeit Gewalt erzeugt

Konversionstherapien – warum ein Verbot notwendig ist

Als der Zürcher Regierungsrat vor wenigen Tagen Konversionstherapien verboten hat, war meine erste Reaktion pure Erleichterung. Doch kaum war die Nachricht draussen, prasselten die Kommentare los – von „Endlich!“ bis hin zu „Diktatur!“ und „Psychologen haben wohl aufgegeben, Perversen zu helfen“. Ich las all das nicht aus sicherer Distanz.Ich las es als jemand, die selbst … Weiterlesen Konversionstherapien – warum ein Verbot notwendig ist

Trans Day of Remembrance 2025 – Essay in zwei Akten

Heute ist Transgender Day of Remembrance.Ein Tag, an dem Zahlen zu Geschichten werden und Schweigen zu Erinnerung.Die aktuellen Daten des Trans Murder Monitoring zeigen eine Gewalt, die nicht zufällig ist – und eine Unsichtbarkeit, die gefährlich wird. Die neuen TGEU-Zahlen zeigen: trans Menschen, besonders trans Frauen of Colour und Aktivist*innen, werden weiterhin gezielt angegriffen. Weniger … Weiterlesen Trans Day of Remembrance 2025 – Essay in zwei Akten

Zwischen Donner und Lachen: Two-Spirit, Sacred Clown, Autismus und Kirche

Dieses Stück ist ein Einblick in meine Welt zwischen Welten: zwischen Tradition und Andersartigkeit, zwischen Kirche und persönlicher Spiritualität, zwischen Autismus, Two-Spirit-Identität und der Rolle der heiligen Unordnung. Es erzählt von Donner und Blitz, von Humor, der heilt, von Wahrnehmung, die anders ist, und von einer Berufung, die ruft, obwohl sie sich nicht immer erklären … Weiterlesen Zwischen Donner und Lachen: Two-Spirit, Sacred Clown, Autismus und Kirche

Antisemitismus unter der Regenbogenflagge – Wie der CSD Basel jüdische Sicherheit verspielt

Der Christopher Street Day war einmal ein Symbol für Freiheit, Solidarität und Schutz aller queeren Menschen. In Basel jedoch wird er 2025 mit einem Plakat beworben, das nicht die Regenbogenflagge, sondern ein rotes Hamas-Dreieck in den Mittelpunkt stellt. Ein Zeichen der Ausgrenzung, der Gewalt – und ein Schlag ins Gesicht für Jüdinnen und Juden, besonders … Weiterlesen Antisemitismus unter der Regenbogenflagge – Wie der CSD Basel jüdische Sicherheit verspielt

Two-Spirit: Identität, Spiritualität und Gemeinschaft in verwobener Perspektive

Identität, Spiritualität und Gemeinschaft sind in meinem Leben untrennbar miteinander verwoben. In westlichen Diskursen wird oft analytisch und fragmentiert gedacht, doch in den Traditionen meiner Cherokee- und karibisch-indigenen Herkunft ist das Sein immer relational und ganzheitlich. Two-Spirit zu sein bedeutet für mich, diese Verbundenheit zu leben, Verantwortung zu tragen und zugleich ein Bindeglied zwischen Welten, … Weiterlesen Two-Spirit: Identität, Spiritualität und Gemeinschaft in verwobener Perspektive