Selektive Empathie ist keine Gerechtigkeit: eine Reaktion zur Gemeinsamen ökumenischen Erklärung zum eskalierenden Konflikt im Nahen und Mittleren Osten

Dieser Text ist nicht leicht zu schreiben. Nicht, weil es an Argumenten fehlt –sondern weil es um mehr geht als um Argumente. Es geht um Verantwortung.Um Sprache.Und um die Frage, wie Kirchen über Gewalt, Leid und Gerechtigkeit sprechen – gerade dort, wo es Israel betrifft. Ich habe zuerst gezögert, diese Reaktion zu formulieren.Nicht aus Unsicherheit, … Weiterlesen Selektive Empathie ist keine Gerechtigkeit: eine Reaktion zur Gemeinsamen ökumenischen Erklärung zum eskalierenden Konflikt im Nahen und Mittleren Osten

Wenn „Israelkritik“ zur Vernichtungsfantasie wird

Ein Satz. Eine Tatsache: Das iranische Regime verfolgt die Vernichtung Israels als erklärtes Ziel. Was darauf folgte, war keine Debatte.Es war ein Abgrund. Unter dem Post eines jüdischen Menschen sammelten sich Kommentare, die nicht kritisieren, sondern entmenschlichen, relativieren und Vernichtung denkbar machen. Ich schreibe diesen Text nicht, weil ich „beide Seiten“ abwägen will.Ich schreibe ihn, … Weiterlesen Wenn „Israelkritik“ zur Vernichtungsfantasie wird

Erfahrungen mit Antisemitismus in queeren Räumen

Antisemitismus ist in queeren Räumen ein wachsendes Problem, das sich insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 deutlich verschärft hat. Jüdische und speziell queere jüdische Menschen erleben zunehmend Ausgrenzung, Boykott und Ablehnung in queeren Räumen. Dabei wird oft ein politisch motivierter «Antizionismus» zur Rechtfertigung von Antisemitismus. Jüdische Symbole wie der Davidstern auf Regenbogenfahnen werden bei Pride-Veranstaltungen … Weiterlesen Erfahrungen mit Antisemitismus in queeren Räumen

Wenn über Antisemitismus gesprochen wird – und die Debatte sofort woanders landet

Antisemitismus in der Schweiz – ein Thema, das oft nur am Rande diskutiert wird. Die jüngsten Zahlen zeigen: Hass, Bedrohungen und Diskriminierung nehmen zu, doch viele Gespräche schweifen sofort ab, weg von den konkreten Erfahrungen hier lebender Menschen. Kommentarspalten, soziale Netzwerke, der Alltag von Betroffenen – sie alle spiegeln ein komplexes, unsichtbares Problem, das Zahlen … Weiterlesen Wenn über Antisemitismus gesprochen wird – und die Debatte sofort woanders landet

Warum ICE-Kritik so oft bei Israel endet

Ein Bild eines fünfjährigen Kindes, krank und festgenommen durch ICE, zeigt, was wir längst wissen: In den USA geschieht strukturelle Gewalt gegen Kinder, Familien und marginalisierte Gruppen. Doch die Debatte driftet oft sofort ab – hin zu Israel, zum IDF, zu „den Juden“. Dieses Opinion Piece untersucht, warum das passiert, wie historische Verantwortung verdrängt wird … Weiterlesen Warum ICE-Kritik so oft bei Israel endet

Nie wieder. Und doch – wieder.

„Nie wieder“ ist kein leerer Slogan.Es ist ein jüdisches Wort. Ein historischer Ruf. Eine Grenze. Dieser Text ist entstanden aus der Erfahrung wachsender antisemitischer Gewalt – in Kommentarspalten, in öffentlichen Debatten, in offenen Drohungen. Er fragt, was passiert, wenn Erinnerung relativiert, Schuld verschoben und jüdische Stimmen delegitimiert werden. Und er erinnert daran, dass „Nie wieder“ … Weiterlesen Nie wieder. Und doch – wieder.

Zwischen Einheit und Ausschluss: Eine theologische Lektüre

In den vergangenen Tagen wurde ein Statement der Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem veröffentlicht, das Fragen nach Einheit, Repräsentation und theologischer Autorität im Heiligen Land aufwirft. Doch Sprache beschreibt nicht nur, sie formt auch die Wirklichkeit. Dieser Text liest das Statement theologisch, historisch und pastoral. Er fragt nach den impliziten Abgrenzungen, nach dem Umgang mit … Weiterlesen Zwischen Einheit und Ausschluss: Eine theologische Lektüre

Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden

Ein Kommentar unter einem Demoaufruf in Winterthur lautet:„Bondi Beach war erst der Anfang. Lang lebe die Intifada.“ Nur wenige Wochen nach einem antisemitischen Terroranschlag, bei dem während einer Chanukka-Feier 15 Menschen ermordet wurden, wird Gewalt offen gefeiert – mitten in Europa, mitten in der Öffentlichkeit. Dieser Text setzt sich mit der Sprache, den Symbolen und … Weiterlesen Wenn Worte und Zeichen zu Waffen werden

Januar im Westen

Es ist warm hier, die Heizungen laufenWLAN stabil, man kann alles gut glaubenDie Stadt voller Plakate, Moral in NeonAlle wissen genau, wer heute der Feind ist schon Jede Woche Parolen, jede Woche GeschreiFahnen im Wind, alles „Free“, alles „Fight“Und ich steh daneben und merk irgendwannDass ihr sehr laut seid – aber nur dann In Zürich … Weiterlesen Januar im Westen

Wenn Stille zur Provokation wird: Ein persönlicher Text nach dem Silent Walk in Bern

Ich bin müde. Und ich bin wütend.Dieser Text erzählt vom Silent Walk in Bern, von Social-Media-Posts voller Hass und Gewaltbilder – und davon, wie es sich anfühlt, seit Jahren Antisemitismus auszuhalten und trotzdem stehen zu bleiben. Ein persönlicher Meinungsbeitrag, nicht leise, aber klar. Ich bin müde.Nicht ein bisschen. Nicht „es war eine lange Woche“.Ich bin … Weiterlesen Wenn Stille zur Provokation wird: Ein persönlicher Text nach dem Silent Walk in Bern