Zwischen berechtigter Kritik und gefährlicher Rhetorik: Eine Analyse von Mauro Poggias Reaktion auf die CICAD

In der politischen Debatte um Israel, Antisemitismus und Menschenrechte prallen immer wieder unterschiedliche Perspektiven aufeinander. Ein aktuelles Beispiel ist die scharfe Replik von Mauro Poggia auf einen Beitrag von Johanne Gurfinkiel von der CICAD. Diese Analyse versucht, die Argumente nüchtern einzuordnen – jenseits von Empörung und Polarisierung. In einem kürzlich erschienenen Beitrag warnt Johanne Gurfinkiel, … Weiterlesen Zwischen berechtigter Kritik und gefährlicher Rhetorik: Eine Analyse von Mauro Poggias Reaktion auf die CICAD →

Antizionismus als Eintrittskarte: Eine Antwort an Doykait

Ich schreibe diesen Text nicht, weil ich Streit suche. Sondern weil ich Klarheit möchte.Es kann nicht sein, dass in einer Bewegung, die Freiheit, Vielfalt und Gerechtigkeit für sich beansprucht, jüdische Stimmen nur dann gehört werden, wenn sie eine bestimmte politische Haltung vertreten.Ich respektiere, dass das Kollektiv Doykait seine Erfahrungen gemacht hat. Aber ihre Erfahrungen sind … Weiterlesen Antizionismus als Eintrittskarte: Eine Antwort an Doykait →

Am Tisch des Rabbi – Eine Liturgie auf dem Weg

Persönliches Vorwort Dieser Weg zu einer eigenen Abendmahlsliturgie ist für mich ein Tastweg – ein Suchen und Finden im Dialog mit meinem Glauben, meiner jüdischen Herkunft und meiner Liebe zu Jesus als meinem Rabbi und Lehrer. Es ist keine fertige, starre Form, sondern ein lebendiger Prozess des Nachdenkens und Feierns. Jede Form, jedes Wort soll … Weiterlesen Am Tisch des Rabbi – Eine Liturgie auf dem Weg →

Zwischen Fragen und Vertrauen – Fragmente einer Christologie

Vorwort Diese Christologie ist keine fertige Antwort, sondern ein persönlicher Versuch, meinem Glauben mit und an Jesus von Nazareth sprachlich Gestalt zu geben. Sie ist gewachsen aus dem Hören auf die biblischen Texte, aus dem ehrlichen theologischen Ringen, aus meinen Fragen und Erfahrungen auf dem Weg des Glaubens. Mir ist bewusst, dass es viele Christologien … Weiterlesen Zwischen Fragen und Vertrauen – Fragmente einer Christologie →

Von Affektionen, Defekten und anderen Missverständnissen

Manchmal frage ich mich, ob es irgendwo einen geheimen Leitfaden gibt: „Wie spreche ich möglichst höflich, aber maximal schief über Autismus?“ Darin stehen dann vermutlich so hilfreiche Begriffe wie „Affektion“, „Defekt“ oder „Betroffene:r“. Ich habe jedenfalls einige dieser Begriffe schon zu hören bekommen – und meistens habe ich innerlich die Augen verdreht, auch wenn ich … Weiterlesen Von Affektionen, Defekten und anderen Missverständnissen →

Zwischen Blut und Erlösung: Theologische Spuren in Nosferatu

Manchmal frage ich mich, warum ich mir solche Filme eigentlich antue. Es gäbe leichtere Wege, einen Abend zu verbringen: Actionfilme, ein schräger Hai-Film oder auch einfach nur Abhängen. Aber nein – es musste Nosferatu sein. Zwei Stunden gotische Finsternis, existenzielle Fragen und ein Vampir, der einem noch im Traum die Lebensfreude aussaugt. Und doch: Vielleicht … Weiterlesen Zwischen Blut und Erlösung: Theologische Spuren in Nosferatu →

Segnung, Sendung, Smicha

Im August werde ich im Basler Münster ordiniert. Ein Übergang, ein Innehalten, ein Ruf.Diese Zeilen sind mein Versuch, Worte zu finden für das, was sich innerlich formt: eine Berufung, die durch die Kirche bestätigt wird. Eine Sendung, die nicht nur eine Funktion meint, sondern ein Leben im Dienst des göttlichen Wortes. Eine Segnung, die mich … Weiterlesen Segnung, Sendung, Smicha →

Zwischen Wurzeln und Wegen: Jüdisch sein in der reformierten Kirche

Wie ich als jüdische Frau meinen Weg in der reformierten Kirche finde – ehrlich, suchend, und mit beiden Füßen auf heiligem Boden. Dieser Text ist sehr persönlich.Er ist keine fertige Antwort, sondern ein Innehalten mitten im Weg.Ich schreibe ihn als Jüdin – und als jemand, die in der reformierten Kirche lebt und arbeitet.Ich schreibe ihn, … Weiterlesen Zwischen Wurzeln und Wegen: Jüdisch sein in der reformierten Kirche →

In staunender Nähe – Gedanken zur gelebten Spiritualität

Spiritualität – das klingt groß, geheimnisvoll, fast ein wenig entrückt. Ein Wort, das manche mit leuchtenden Augen aussprechen, andere mit leiser Skepsis. Doch was heißt das eigentlich – „spirituell leben“? Für mich ist es nichts Abgehobenes. Keine Spezialdisziplin für besonders Fromme. Es ist das, was mich trägt. Mein Alltag, mein Rhythmus, mein Atemholen. Eine Haltung. … Weiterlesen In staunender Nähe – Gedanken zur gelebten Spiritualität →

Leben in Fülle – Eine Einladung zum Aufblühen

Diese Predigt habe ich an meinem Prüfungsgottesdienst gehalten – im Rahmen einer ökumenischen Frauenfeier für alle, mit einer Agape am Ende. Es war ein besonderer Tag für mich: Der Abschluss eines Weges voller Lernen, Wachsen, Fragen, Hoffen. Dieser Gottesdienst war zugleich Prüfung und Feier – und er war für mich vor allem eins: Begegnung. Begegnung … Weiterlesen Leben in Fülle – Eine Einladung zum Aufblühen →