Es gibt Bibelstellen, die so oft zitiert werden, dass man irgendwann vergisst, sie noch einmal wirklich zu lesen. Judas 1,7 gehört zu diesen Stellen. Häufig wird der Vers in Diskussionen über Homosexualität genannt – als scheinbar eindeutiger Beleg dafür, was die Bibel dazu sagt. Doch wenn man genauer hinsieht, begegnet man einem Text, der viel … Weiterlesen „Anderes Fleisch“ – Judas 1,7, Sodom und die Frage nach dem Unverfügbaren
Schlagwort: LGBTQIA+
Warum wir die Pride noch brauchen
Brauchen wir die Pride heute noch? - Diese Frage wird regelmässig gestellt. Schliesslich hat sich rechtlich vieles verbessert. Nach der Zürich Pride habe ich die Antwort nicht auf der Strasse gefunden, sondern in den Kommentarspalten. Zwischen Beschimpfungen, theologischen Debatten und der Frage, wer eigentlich dazugehören darf, wurde mir erneut bewusst, warum Sichtbarkeit weiterhin notwendig ist … Weiterlesen Warum wir die Pride noch brauchen
Wieder sichtbar – meine Zürich Pride mit Keshet
Zum ersten Mal seit langer Zeit ging ich wieder in Drag an eine Pride. Nach dem 7. Oktober 2023 hatte sich mein Erleben queerer Räume verändert, und die Zürich Pride war für mich deshalb mehr als nur eine Demonstration: Sie war eine Rückkehr zu einem Teil von mir. Gemeinsam mit Keshet, dem jüdischen Regenbogen Schweiz, … Weiterlesen Wieder sichtbar – meine Zürich Pride mit Keshet
Wenn Pride zur Bedingung wird
Über Roma Pride, doppelte Standards und warum wir trotzdem sichtbar bleiben: Es ist der 27. Mai, kurz nach Mitternacht. Der Pride Month steht vor der Tür. Und wieder sitze ich hier und lese Meldungen über jüdische queere Organisationen, die ausgeschlossen werden. Dieses Mal aus Rom. Keshet Italia, die italienische jüdische LGBTQIA+-Organisation, darf nicht mit eigenem … Weiterlesen Wenn Pride zur Bedingung wird
Wunderbar gemacht — Transsein, Detransition und die Instrumentalisierung von Schmerz
Dieser Text ist aus einer Irritation heraus entstanden — und aus dem Versuch, sie nicht vorschnell aufzulösen. Es geht um die öffentliche Debatte rund um Detransition, um trans Lebensrealitäten und um die Frage, wie persönliche Geschichten politisch gelesen und verwendet werden. Ausgangspunkt ist dabei auch die mediale und öffentliche Präsenz von Chris Brönnimann und die … Weiterlesen Wunderbar gemacht — Transsein, Detransition und die Instrumentalisierung von Schmerz
IDAHOBIT – und was „Lebenswandel“ bedeutet
Manchmal sind es leise Momente nach einem Gottesdienst, die länger nachklingen als jede Predigt. Dieser IDAHOBIT war so ein Moment. Und vielleicht beginnt Veränderung genau dort, wo wir bereit sind, manche Bilder loszulassen – und den Menschen wieder als Menschen zu sehen. Gottesdiensttausch.Ein Paar war im Gottesdienst, das sonst meine Gottesdienste eher meidet. Auch dieses … Weiterlesen IDAHOBIT – und was „Lebenswandel“ bedeutet
Über eine Kirche, die tanzt – und über das, was das auslöst
Eine Kirche wird zur Partylocation. Queere Menschen tanzen, feiern, küssen sich. Ein Pfarrer steht mitten darin – sichtbar, queer, im Talar. Was für die einen ein Bild von Offenheit und einem erweiterten Kirchenverständnis ist, wird für andere zur Zumutung, zur Provokation, zum Anlass für Wut und Abgrenzung. Die Reaktionen im Netz sind heftig. Zwischen berechtigter … Weiterlesen Über eine Kirche, die tanzt – und über das, was das auslöst
Ich bin nicht teilbar
„Kill all Jews“ steht in Berlin an Hauswänden. Ich hätte nicht gedacht, solche Sätze einmal öffentlich zu sehen. Ich schreibe diesen Text als Jüdin, als Native American und als queere Person – und aus der Erfahrung heraus, dass ich in verschiedenen politischen Räumen immer wieder nur teilweise gemeint bin. Und dass ich nicht bereit bin, … Weiterlesen Ich bin nicht teilbar
Erfahrungen mit Antisemitismus in queeren Räumen
Antisemitismus ist in queeren Räumen ein wachsendes Problem, das sich insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 deutlich verschärft hat. Jüdische und speziell queere jüdische Menschen erleben zunehmend Ausgrenzung, Boykott und Ablehnung in queeren Räumen. Dabei wird oft ein politisch motivierter «Antizionismus» zur Rechtfertigung von Antisemitismus. Jüdische Symbole wie der Davidstern auf Regenbogenfahnen werden bei Pride-Veranstaltungen … Weiterlesen Erfahrungen mit Antisemitismus in queeren Räumen
Wenn Kritik zur Diffamierung wird: Über Theologie, Sprache – und die Verantwortung, wahrhaftig zu bleiben
Ich schreibe diesen Text nicht, um einen publizistischen Schlagabtausch zu führen.Ich schreibe ihn auch nicht, um eine Zeitung oder einen Autor öffentlich „vorzuführen“. Ich schreibe, weil hier etwas exemplarisch sichtbar wird, das über meine Person hinausgeht:der Unterschied zwischen legitimer theologischer Kritik und persönlicher Diffamierung –zwischen Streit um Inhalte und einem Ton, der Menschen herabsetzt, verzerrt … Weiterlesen Wenn Kritik zur Diffamierung wird: Über Theologie, Sprache – und die Verantwortung, wahrhaftig zu bleiben